Regierung · Bukarest

Rumäniens Regierung will dringende Haushaltskorrektur bei Kabinettssitzung am Freitag beschließen

Premierminister Luca Niculescu sagte, dringende Mittel für Gesundheit und öffentliche Ordnung würden bei der Kabinettssitzung am Freitag beschlossen, eine umfassendere Korrektur sei Mitte November fällig. Das erste Paket könnte auf Mittel der Ministerien zurückgreifen, die zu Jahresbeginn blockiert wurden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Ziare.com, adevarul.ro, G4Media.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bukarest · Rumänien
Wie es dazu kam
  1. 26.10.Gesundheitsminister Alexandru Rogobete beziffert den Bedarf des Sektors bis Jahresende mit 10,5 bis 11 Milliarden Lei
  2. 29.10.Premierminister Luca Niculescu sagt, die dringende Korrektur werde bei der Kabinettssitzung am Freitag beschlossen
  3. 30.10.Kabinettssitzung, bei der die erste Korrektur genehmigt werden könnte
  4. November 2026Zweite, umfassendere Korrektur wird um Mitte November erwartet

Dringende Mittel vor der Kabinettssitzung am Freitag

Premierminister Luca Niculescu sagte am Donnerstag, 29. Oktober, die dringende Haushaltskorrektur werde bei der Kabinettssitzung am Freitag, 30. Oktober, beschlossen. Er traf die Entscheidung nach Gesprächen mit PSD-Chef Sorin Grindeanu und Finanzminister Alexandru Nazare und machte die Ankündigung bei einer Veranstaltung in Bukarest für ein neues, mit EU-Mitteln gebautes Krankenhaus. Dieses Krankenhaus soll unter die Leitung des Instituts Marius Nasta gestellt werden, das die Veranstaltung ausrichtete. Von Digi24 zitierte Quellen sagen, das erste Paket könne dringende Bedürfnisse im Gesundheitswesen und in der öffentlichen Ordnung abdecken, darunter unbezahlte Gehälter im Innenministerium und überfällige Subventionen für Landwirte. Niculescu formulierte das Prinzip klar:

„Weder medizinisches Personal noch rumänische Patientinnen und Patienten sollten Schwierigkeiten beim Zugang zu Versorgung und Behandlung haben.“

Luca Niculescu, Premierminister Rumäniens

Gesundheitsbedarf und die Kosten der Unterfinanzierung

Gesundheitsminister Alexandru Rogobete sagte am Montag, 26. Oktober, das Gesundheitssystem brauche zwischen 10,5 und 11 Milliarden Lei, um bis zum Jahresende zu funktionieren. Die Hälfte dieser Summe sei laut dem Minister für Programme, Medikamente, Apothekenzahlungen und andere medizinische Leistungen bestimmt, der Rest decke das Krankengeld ab. Von Digi24 zitierte Quellen deuten darauf hin, dass Rogobete die ersten Notfälle mit etwa 11 Milliarden Lei bezifferte. In der Woche des 19. Oktober erhielten Rettungsdienste und Notaufnahmen zusätzlich 150 Millionen Lei, was laut dem Minister den finanziellen Druck auf die Einheiten verringerte. Niculescu wies die Vorstellung zurück, dass es sich bei dem Geld um Kosten handele:

„Die Mittel für das Gesundheitswesen, den Krankenhausbau, die Entwicklung medizinischer Leistungen und die Ausbildung von Gesundheitspersonal dürfen nicht als Ausgaben betrachtet werden.“

Luca Niculescu, Premierminister Rumäniens

Er fügte hinzu, zu den sozialen Kosten der Unterfinanzierung gehörten das Leid der Patienten, eine wachsende Zahl chronisch Kranker, Leben, die nicht gerettet werden können, und Personal, das den Beruf frühzeitig verlässt. Er verwies zudem auf eine im vergangenen Jahr veröffentlichte OECD-Studie, die die Gesundheitsausgaben pro Kopf bei etwa der Hälfte des europäischen Durchschnitts sieht.

Woher das Geld kommen soll

Von Digi24 zitierte Quellen sagen, das Geld werde nicht aus dem Reservefonds des Staates kommen. Stattdessen werde es aus den 10 % des Budgets jedes Ministeriums entnommen, die zu Jahresbeginn während der Regierung von Ilie Bolojan für Notfälle blockiert wurden. Da diese Mittel nicht direkt dem Finanzministerium zur Verfügung stehen, erfordert ihre Umschichtung eine Dringlichkeitsverordnung der Regierung. Von Gândul zitierte Quellen, wie von Ziare.com berichtet, nennen Rückstände der Ministerien in Höhe von Dutzenden Milliarden Lei, darunter 7 Milliarden Lei für Strom- und Gaskompensationen und 10 Milliarden Lei für Betriebskosten der Ministerien bis Jahresende. Dieselbe Liste beziffert unbezahltes Krankengeld und Nachzahlungen für Richter mit jeweils 5 Milliarden Lei, Zahlungen für PNRR-Projekte mit 8 bis 10 Milliarden Lei und Mehrwertsteuererstattungen an Unternehmen mit 5 bis 6 Milliarden Lei.

Gemeldete Rückstände der Ministerien nach KategorieMrd. Lei
Energie- und Gaskompensation
7 Mrd. Lei
Betriebskosten der Ministerien
10 Mrd. Lei
Nicht ausgezahltes Krankengeld
5 Mrd. Lei
Nachzahlungen für Richter
5 Mrd. Lei
Projekte des Entwicklungsministeriums
4.8 Mrd. Lei
Verpflichtungen aus Pfizer-Rechtsstreit
4 Mrd. Lei

Daten aus dem Artikeltext

Politischer Streit über die Zahlen

Von Adevărul zitierte politische Quellen sagen, die PSD-Führung habe eine Lücke von mindestens 35 Milliarden Lei errechnet, verursacht durch unbezahlte Rechnungen der Regierung Bolojan. Denselben Quellen zufolge bat Grindeanu Nazare, keine Haushaltskorrektur vorzulegen, bevor er die genauen Haushaltszahlen veröffentlicht. Von Digi24 zitierte Quellen ergänzen, die PSD habe akzeptiert, dass Nazare nach der ersten Korrektur auf Wunsch Grindeanus eine vollständige Bewertung vorlege. Die PNL bestreitet die Schätzungen der Rückstände. PNL-Vizepräsident Alexandru Muraru schrieb auf Facebook, die PSD verzögere die Korrektur und lasse Präsidentschaft und Premierminister schweigen:

„Praktisch wird die Regierung aus der PSD-Zentrale geführt. Luca Niculescu und Nicușor Dan sind bloße Zuschauer.“

Alexandru Muraru, PNL-Vizepräsident

Wie es weitergeht

Von Digi24 zitierte Quellen sagen, Finanzminister Alexandru Nazare werde am Freitag die öffentlichen Finanzen des Landes vorstellen, wobei die Genehmigung der Korrektur an diesem Tag nicht bestätigt sei. Das Finanzministerium meldete für die ersten neun Monate des Jahres ein Defizit von 78 Milliarden Lei. Anfang der Woche stellte Niculescu die Prioritäten der Regierung – finanzielle Disziplin und wirtschaftliche Erholung – Zentralbankgouverneur Mugur Isărescu vor. Eine zweite, umfassendere Korrektur wird Mitte November erwartet, und die Regierung muss zudem den Haushalt für das nächste Jahr vorbereiten.

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