Makroökonomie · Nürnberg und Berlin

Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt im Oktober auf 2,955 Millionen – doch 44.000 mehr als vor einem Jahr

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Oktober schwächer gesunken als saisonal üblich; 2,955 Millionen Menschen waren ohne Arbeit. Bayern verzeichnete den höchsten Oktoberwert seit zwei Jahrzehnten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Süddeutsche Zeitung, N-tv, tagesschau.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Nürnberg, Berlin · Deutschland

Bundesweite Arbeitsmarktzahlen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) meldete am Freitag, 30. Oktober, dass in Deutschland im Oktober 2,955 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet waren. Das sind 40.000 weniger als im September, doch der Rückgang fiel schwächer aus als der übliche Herbstabfall. Saisonbereinigt stieg die Zahl um 4.000. Im Vergleich zum Oktober 2025 sind es 44.000 mehr Menschen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und kurzfristig Erkrankte einschließt, lag bei 3,592 Millionen, 34.000 weniger als im September.

Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Agentur, sagte, die konjunkturellen Bedingungen seien noch zu schwach für eine Besserung am Arbeitsmarkt.

„Die konjunkturellen Bedingungen reichen noch nicht für eine Besserung am Arbeitsmarkt aus.“

Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende

Der schriftliche Bericht der Agentur ging weiter und erklärte, die Chancen Arbeitsloser auf eine Stelle blieben historisch schlecht.

Veränderung der Zahl der Arbeitslosen, Deutschland, Oktober 2026Personen
gegenüber September (unbereinigt)
-40000 Personen
gegenüber September (saisonbereinigt)
4000 Personen
gegenüber Oktober 2025
44000 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Bayern meldet höchsten Oktoberwert seit zwei Jahrzehnten

Die Regionaldirektion in Nürnberg zählte im Oktober 316.431 Arbeitslose in Bayern, 14.413 weniger als im September, aber 8.722 mehr als ein Jahr zuvor. Die Quote lag bei 4,0 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Stichtag der Statistik war der 13. Oktober. Markus Schmitz, Leiter der Regionaldirektion, sagte, der Wert sei der höchste Oktoberwert seit zwei Jahrzehnten, und der monatliche Rückgang sei für die Jahreszeit normal.

„Vor allem junge Menschen tun sich derzeit schwer, eine Beschäftigung aufzunehmen.“

Markus Schmitz

Schmitz mahnte zudem weitere Unterstützung bei der Suche nach Ausbildungsplätzen und späteren Qualifizierungen an; eine Berufsausbildung bleibe der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit.

Regionale Unterschiede und die am stärksten betroffenen Gruppen

Bremen hat mit 11,0 Prozent die höchste Quote aller Länder, nach 11,4 Prozent ein Jahr zuvor, gefolgt von Berlin mit 10,4 Prozent und Sachsen-Anhalt mit 7,9 Prozent. Bayern liegt mit 4,0 Prozent am niedrigsten, vor Baden-Württemberg mit 4,6 Prozent. Innerhalb Bayerns liegen Schwaben, die Oberpfalz und Niederbayern mit 3,7 Prozent gleichauf am niedrigsten, während Mittelfranken mit 4,7 Prozent am höchsten liegt. Die Regionaldirektion sieht überdurchschnittliche Zuwächse bei schwerbehinderten Menschen, über 55-Jährigen und Langzeitarbeitslosen, was sie auf schwache Nachfrage und den industriellen Wandel zurückführt.

Arbeitslosenquote nach Bundesland, Oktober 2026%
Bremen
11 %
Berlin
10.4 %
Sachsen-Anhalt
7.9 %
Baden-Württemberg
4.6 %
Bayern
4 %

Daten aus dem Artikeltext

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Arbeitgebervereinigung vbw, sagte, der monatliche Rückgang sei vor allem saisonal bedingt, und die strukturellen Standortprobleme bestünden fort und belasteten die Unternehmen schwer. Der DGB-Bezirk Bayern unter Bernhard Stiedl forderte mehr Kaufkraft für eine nachhaltige Trendwende.

„Wenn die Menschen gute und sichere Arbeit haben und ihre Einkommen verlässlich steigen, stärkt das auch den Konsum und die wirtschaftliche Entwicklung.“

Bernhard Stiedl

Stellen, Leistungen und Ausbildung

Die Arbeitgeber meldeten im Oktober 654.000 offene Stellen, 31.000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld erreichte 1,065 Millionen, 88.000 mehr als vor einem Jahr, während die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung, früher Bürgergeld genannt, um 172.000 auf 3,559 Millionen sank. Die Agentur betonte, dass Bezieher von Grundsicherung nicht automatisch arbeitslos seien, da viele ihr geringes Einkommen auf das Existenzminimum aufstockten.

Zwischen Oktober 2025 und September 2026 wurden den Arbeitsagenturen und Jobcentern 469.000 Ausbildungsplätze gemeldet, 453.000 davon in Betrieben und 31.000 weniger als im Vorjahr. Ihnen standen 447.000 Bewerber gegenüber. In Bayern stiegen die neu gemeldeten Stellen im Verarbeitenden Gewerbe und im Bau: gut 30.000 im Verarbeitenden Gewerbe seit Jahresbeginn, 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, und rund 10.000 im Bau, fast 13 Prozent mehr.

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