Diplomatie

Netanjahus Block bei 53 Sitzen – arabische Parteien entscheiden über die Mehrheit

Likud erklärt, arabische Parteien hätten die Wahl vom 27. Oktober gestohlen; nach Auszählung von mehr als 92 Prozent hat keines der Lager die für eine Mehrheit nötigen 61 Sitze. Drei Verdächtige im Fall von Stimmenkauf und rund 480.000 noch nicht ausgezählte Stimmzettel vertiefen die Blockade.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Η Ναυτεμπορική, iefimerida.gr, in.gr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Wie es dazu kam
  1. 27.10.Die Israelis wählen; Netanjahu ruft seine Anhänger zur Stimmabgabe auf und wirft den arabischen Parteien vor, die Wahl stehlen zu wollen
  2. 28.10.Auszählung überschreitet 92 %: Netanjahu-Block 53 Sitze, Wechselblock 48, arabische Parteien 19; Likud erhebt Betrugsvorwürfe
  3. 29.10.Laut einem Bericht wird die Auszählung von rund 500.000 Soldaten- und Briefwahlstimmen voraussichtlich abgeschlossen
  4. 4.11.Laut einem anderen Bericht werden die amtlichen Endergebnisse erwartet

Kein Lager erreicht 61 Sitze

Die Israelis haben am 27. Oktober gewählt, und nach Auszählung von mehr als 92 Prozent der Stimmen am Mittwochnachmittag hielt der Block von Benjamin Netanjahu 53 Sitze in der 120 Sitze umfassenden Knesset. Der Block seines Hauptkonkurrenten Gadi Eisenkot kam auf 48 Sitze, die Vereinigte Liste und Ra'am zusammen auf 19. Keines der Lager erreichte die 61 Sitze, die für eine Mehrheit nötig sind. Rechnet man nur die im Land abgegebenen Stimmen, kommt die Opposition einschließlich der arabischen Parteien auf 67 Sitze, und Netanjahus Block hat seine Mehrheit verloren. Likud bleibt stärkste Partei, aber mit weniger Sitzen; auch die rechtsextremen Verbündeten Bezalel Smotrich und Itamar Ben Gvir verloren.

Sitze nach Blöcken, Auszählungsstand über 92 % am 28. Oktober 2026Sitze
Netanjahu-Block
53 Sitze
Wechselblock (jüdische Opposition)
48 Sitze
Arabische Parteien (Vereinigte Liste und Ra'am)
19 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Likud wirft arabischen Parteien Betrug vor

Likud erklärte in einer Stellungnahme, die Wahl sei von arabischen Parteien „gestohlen“ worden, die nach seiner Darstellung den Terrorismus und die Auslöschung des jüdischen Staates unterstützen. Die Partei listete auf, was sie schwere Straftaten nannte: Bestechung, Drohungen, Gewalt, Betrug und den Einsatz verbotener Software zur Beeinflussung von Wählern. Likud kündigte an, Aussagen und Beweise bei der Polizei, dem Inlandsgeheimdienst Shin Bet und dem Zentralen Wahlkomitee vorzulegen, und verwies auf Tausende Umschläge mit Bargeld und Ra'am-Stimmzetteln, Drohungen und Gewalt gegen Wahlhelfer, mehrere Wähler hinter der Wahlkabine, doppelte Identitäten und Abweichungen zwischen der Zahl der Umschläge und der Zahl der Wähler. Es handelt sich um die Vorwürfe von Likud, vorgetragen in dessen eigener Stellungnahme. Am Wahltag hatte Netanjahu den arabischen Parteien, insbesondere Ra'am, bereits vorgeworfen, die Stimmen stehlen zu wollen, und seine Anhänger aufgefordert, an die Wahllokale zu gehen statt an den Strand.

Drei Festnahmen wegen mutmaßlichen Stimmenkaufs

Die Polizei nahm drei Personen fest, die verdächtigt werden, Stimmen für Ra'am kaufen zu wollen. Nach Polizeiangaben hatten die Verdächtigen Umschläge und mehr als 24.000 Schekel in Bargeld bei sich, rund 7.900 Dollar. Din Livne, kommissarischer Generaldirektor des Zentralen Wahlkomitees, nannte den Vorfall „ungewöhnlich“, sagte aber, es handle sich um einen Einzelfall, der untersucht werde. Die Verdächtigen seien in der Nähe ihrer Wohnungen gefasst worden, bevor sie zu den Wahllokalen gingen. Netanjahu soll eine Untersuchung der Vorgänge der arabischen Parteien durch Polizei und Shin Bet verlangt haben.

Doppelte Umschläge noch nicht ausgezählt

Das Zentrale Wahlkomitee schätzt, dass 430.000 bis 480.000 in „doppelten Umschlägen“ abgegebene Stimmen noch nicht ausgezählt sind – eine vorläufige Zahl, die unter den zuvor genannten rund 600.000 liegt. Diese Stimmen stammen vor allem von Soldaten, Häftlingen, Diplomaten im Ausland und anderen, die nicht in ihrem registrierten Wahllokal wählen können. Sie werden erst ausgezählt, nachdem die Behörden bestätigt haben, dass der Wähler nicht anderswo gewählt hat. Bei rund 40.000 Stimmen pro Sitz entspricht die Spanne des Komitees etwa 12 Sitzen, wobei der endgültige Effekt davon abhängt, wie die Stimmen sich verteilen und welche Parteien die Hürde überspringen. Die Auszählung dürfte vor allem die arabischen und die ultraorthodoxen Parteien treffen.

Einem Bericht zufolge wird das vollständige Ergebnis am Nachmittag des 29. Oktober verkündet, die amtlichen Endergebnisse am 4. November. Einem anderen Bericht zufolge soll die Auszählung von rund 500.000 Stimmen von Soldaten und anderen Wählern, die nicht in ihrem registrierten Wahllokal gewählt haben, um Mitternacht beginnen, mit Endergebnissen bis Donnerstag, 29. Oktober. Auch die Schätzungen zu den Sitzen der arabischen Parteien schwanken: 19 in den meisten Berichten, 18 in einer Analyse der Zahlen von skai.gr und 17 in einem früheren Bericht.

Herzog und der Weg zur Regierung

Präsident Isaac Herzog forderte die Parteien in einer Videobotschaft auf, alles Mögliche zu tun, um eine weitere Wahl zu vermeiden, und kündigte an, in den kommenden Tagen einen Kandidaten mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Netanjahu bleibt geschäftsführender Ministerpräsident, bis die Verhandlungen abgeschlossen sind. Die Analysten Anastasios Karampampas und Triantafyllos Karatrantos erklärten gegenüber skai.gr, eine Ablösung Netanjahus würde die israelische Politik nicht automatisch verändern. Eisenkot behält harte Positionen in Sicherheitsfragen und zur Palästinenserfrage. Der Wechselblock umfasst Naftali Bennetts Together, Jair Golan und seine Demokraten sowie Jisrael Beiteinu; Karampampas verwies auf Misstrauen innerhalb der Opposition sowie auf die Schwierigkeit, die die Regierung Bennett-Lapid hatte, die Zusammenarbeit mit arabischen Parteien aufrechtzuerhalten.

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