Diplomatie · Assosa, Gedaref und Addis Abeba

Äthiopien weist sechs sudanesische Konsularmitarbeiter aus und schließt Konsulat in Assosa

Äthiopien gab sechs sudanesischen Konsularmitarbeitern 48 Stunden zum Verlassen des Landes und schloss Sudans Konsulat in Assosa. Sudan reagierte mit der Schließung eines äthiopischen Generalkonsulats in Gedaref, während sich beide Regierungen gegenseitig Drohnenangriffe und Einmischung in Tigray vorwerfen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Nasz Dziennik, Al Jazeera Online, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Assosa, Gedaref, Addis Abeba · Äthiopien, Sudan
Wie es dazu kam
  1. 1.10.Äthiopien weist zehn eritreische Diplomaten aus und schließt seine Botschaft in Eritrea
  2. 1.11.Sudan beschwert sich beim UN-Sicherheitsrat und beim Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union
  3. 3.11.Äthiopien weist sechs sudanesische Konsularmitarbeiter aus und schließt das Konsulat in Assosa

Ausweisungen und ein geschlossenes Konsulat

Äthiopien hat sechs sudanesische Konsularmitarbeiter ausgewiesen und die Schließung des sudanesischen Konsulats in Assosa angeordnet, einer westäthiopischen Stadt nahe der sudanesischen Grenze. Äthiopische und sudanesische Beamte bestätigten den Schritt, und ein äthiopischer Geheimdienstvertreter sagte, den sechs Personen seien 48 Stunden zum Verlassen des Landes gegeben worden. Ein sudanesischer Beamter sagte, sie seien am Dienstagabend, 3. November, abgereist; eine Darstellung, die sich auf einen äthiopischen Beamten beruft, der mit der spanischen Agentur EFE sprach, besagt, dass auch drei Militärattachés betroffen waren. Beide Beamten sprachen unter der Bedingung der Anonymität und nannten keinen konkreten Grund für die Entscheidung. Die äthiopischen Behörden hatten den sudanesischen Botschafter am Sonntag, 1. November, einbestellt, um die Schließung anzukündigen; der Botschafter wollte sich nicht äußern. Anders als bei den Ausweisungen des vergangenen Monats hatte das äthiopische Außenministerium die jüngsten Maßnahmen nicht öffentlich angekündigt.

Vergeltung und frühere Ausweisungen

Sudan reagierte nach Angaben von Beamten gegenüber Reuters mit der Schließung eines äthiopischen Generalkonsulats in Gedaref und der Ausweisung von dessen Personal. Gedaref, rund 161 Kilometer von der äthiopischen Grenze entfernt, wird in einem Bericht als Al-Kadarif geschrieben. Die jüngsten Schritte folgen einer größeren Ausweisungsrunde. Am 1. Oktober wies Äthiopien zehn eritreische Diplomaten aus und schloss seine Botschaft in Eritrea; Eritrea reagierte mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Im Oktober wies Äthiopien zudem einen ägyptischen Diplomaten aus. Ägypten befürchtet, dass der Große Äthiopische Renaissance-Damm am Blauen Nil seine Wasserversorgung gefährden könnte, und dieser Streit belastet die Beziehungen zwischen den Nachbarn seit Langem.

Von Äthiopien im Jahr 2026 ausgewiesene DiplomatenDiplomaten
Eritrea (1. Oktober)
10 Diplomaten
Sudan (3. November)
6 Diplomaten
Ägypten (Oktober)
1 Diplomaten

Daten aus dem Artikeltext

Drohnenangriffe und gegenseitige Vorwürfe

Sudan wirft Äthiopien vor, die Rapid Support Forces (RSF) von äthiopischem Territorium aus Drohnenangriffe auf zivile Infrastruktur starten zu lassen. Am Sonntag, 1. November, reichte Sudan eine Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat und beim Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union ein. Am Samstag, 31. Oktober, erklärte das sudanesische Außenministerium, die Drohnen würden von den Vereinigten Arabischen Emiraten geliefert und von Äthiopien aus gestartet. Äthiopien und die VAE haben beide bestritten, die RSF zu bewaffnen, die seit April 2023 gegen das sudanesische Militär kämpft. Drohnenangriffe auf Umspannwerke in Al-Dabbah und Abu Hamad im Norden Sudans unterbrachen am Sonntag die Stromversorgung, und die sudanesische Regierung sowie die Menschenrechtsgruppe Emergency Lawyers schrieben die Ausfälle der RSF zu. Das äthiopische Außenministerium hatte ähnliche Vorwürfe in einer Erklärung vom 5. Mai zurückgewiesen und als haltlos bezeichnet.

Sudans Berater Amjad Farid, politischer und außenpolitischer Berater des Übergangssouveränitätsrats, schlug einen vorsichtigen Ton an.

„Die sudanesische Regierung hält an ihrem Recht fest, ihr Territorium zu verteidigen. Dennoch unternimmt sie alle Anstrengungen, um einen offenen Krieg mit Äthiopien zu vermeiden.“

Amjad Farid

Tigray-Rebellen und ein größerer regionaler Konflikt

Äthiopien beschuldigt Sudan, Ägypten und Eritrea, Tigray-Rebellen zu unterstützen, die im September eine Offensive gegen Regierungstruppen gestartet haben. Notícias ao Minuto berichtet, die Volksbefreiungsfront von Tigray habe am 23. September einen „Verteidigungskrieg“ gegen Addis Abeba ausgerufen. Die Front gehört einem Bündnis aus sieben Rebellen- und Oppositionsgruppen an, das die äthiopische Regierung stürzen will; diese wirft auch Eritrea vor, die Aufständischen zu bewaffnen. Äthiopien hat dem sudanesischen Militär vorgeworfen, Rebellen mit Verbindungen zur Front zu unterstützen, was Khartum bestritt. Alle drei Länder weisen die Vorwürfe gegen sie zurück. Die Afrikanische Union gibt an, dass in dem Krieg zwischen der Front und der Bundesregierung von 2020 bis 2022 mindestens 600.000 Menschen starben, und die Furcht vor einem größeren Konflikt wächst.

Sudans Krieg und die humanitären Folgen

Sudan ist seit April 2023 durch einen Krieg zwischen seiner Armee und der RSF verwüstet, der nach UN-Angaben Zehntausende Todesopfer gefordert und etwa 14 Millionen Menschen vertrieben hat. Die UN nennt ihn die größte humanitäre Katastrophe der Welt. Al Jazeera berichtet, die Armee kämpfe im Südosten weiterhin heftige Gefechte mit der RSF, und eine direkte Konfrontation mit Äthiopien würde ein ohnehin erschöpftes Militär zusätzlich belasten. Die umfassendere Kampagne hat die Strom- und Wasserversorgung gestört und die medizinische Grundversorgung bedroht.

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