Verkehr · Adamuz, Urda und Madrid
Opfer des Unglücks von Adamuz bitten Carlos Cuerpo um einen Staatspakt zur Sicherheit im Bahnverkehr
Der Opferverband von Adamuz hat am Freitag, 6. November, Ersten Vizepräsidenten Carlos Cuerpo getroffen und Zusagen zu einer Opferstelle und zur Versicherung erhalten. Ein Vorschlag für einen Pakt zur Sicherheit im Bahnverkehr wurde am 5. November im Kongress eingebracht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial, EL MUNDO, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am Freitag, 6. November, verpflichtete sich Erster Vizepräsident Carlos Cuerpo zu einer Opferstelle, zu Änderungen der Versicherung für Unfallopfer und zu Medienprotokollen sowie zur Prüfung der elf Punkte des Verbands, die Mario Samper zufolge erstmals im März an Óscar Puente übergeben wurden.
Der Verband der Opfer der Entgleisung von Adamuz brachte seinen Vorschlag für einen Staatspakt für Sicherheit im Bahnverkehr, Opferbetreuung und Justiz am Donnerstag, 5. November, im Abgeordnetenhaus ein. Ein Treffen mit Pedro Sánchez war bis Freitag nicht bestätigt.
Laut EL MUNDO verfügt die AITAT nach der Übernahme der CIAF-Aufgaben im Juli 2026 nur über drei Ermittler für die Unglücke von Adamuz und Urda.
El Confidencial zählt 59 der 96 zwischen 2018 und dem Ausscheiden Puentes ausgesprochenen CIAF-Empfehlungen als weiterhin ignoriert, 37 wurden umgesetzt.
- 4.11.Adif-Präsident Pedro Marco de la Peña tritt zurück
- 5.11.Vorschlag für Staatspakt im Kongress eingebracht
- 6.11.Opferverband trifft Ersten Vizepräsidenten Carlos Cuerpo
Treffen mit dem neuen Verkehrsressortchef
Der Verband der Opfer der Entgleisung von Adamuz (AVDA) hat am Freitag, 6. November, Ersten Vizepräsidenten Carlos Cuerpo getroffen. Die Gruppe legte eine Liste mit elf Forderungen vor, die sie zuvor bereits Óscar Puente unterbreitet hatte, der als Verkehrsminister zurückgetreten ist. Cuerpo, der auch das Verkehrsressort übernommen hat, sagte zu, eine Opferhilfestelle einzurichten, die Versicherungsregelungen für bei Unfällen verletzte Menschen zu ändern und Medienprotokolle für eine respektvolle Berichterstattung über solche Fälle auszuarbeiten, wie Verbandspräsident Mario Samper berichtete. Regierungsquellen erklärten gegenüber RTVE, die Stelle solle als Schutzinstanz für die Opfer wirken und gemeinsam mit den Verbänden gestaltet werden. Samper zufolge erklärte sich Cuerpo zudem bereit, die elf Punkte zu prüfen.
Der Pakt und das Treffen mit Sánchez
Der Verband stellte zudem seinen Vorschlag für einen Staatspakt für Sicherheit im Bahnverkehr, Opferbetreuung und Justiz vor, der am Donnerstag, 5. November, im Abgeordnetenhaus eingebracht wurde. Samper sagte, die Gruppe treffe sich einzeln mit den Parteien, und einige hätten ihre Unterstützung bereits zugesagt. Cuerpo habe zugesagt, im Laufe des Tages mitzuteilen, wann Ministerpräsident Pedro Sánchez den Verband empfangen könne; eine Zusage für dieses Treffen gebe es aber noch nicht, so Samper. Der Verband werde die Parteien auffordern, die Tragödie nicht im Wahlkampf zu instrumentalisieren. Samper bezeichnete Cuerpo als aufgeschlossener als seinen Vorgänger, wobei die Messlatte sehr niedrig gelegen habe.
„Die Zusage liegt noch nicht auf dem Tisch, aber wir gehen davon aus, dass keine politische Partei etwas so Wichtiges für die Bürgerinnen und Bürger ablehnen wird.“
Mittel für die Ermittlungen
Die Opfer beklagen, dass es den Ermittlungen zu den beiden Unglücken an Ressourcen fehlt. Nach Berichten von EL MUNDO übernahm die Unabhängige Verwaltungsbehörde für technische Unfalluntersuchung (AITAT), die Puente 2023 geschaffen hatte, im Juli 2026 die Aufgaben und Fälle der CIAF. Die Behörde verfüge für beide Unglücke, Adamuz und Urda, über nur drei Ermittler. Samper sagte, ein Ermittler sei abgezogen worden, ein Ersatz sei hinzugekommen, der von Anfang an abwesend gewesen sei, und dann sei einer von Adamuz nach Urda versetzt worden. Der Verband habe dies dem Minister gemeldet, Cuerpo habe sich aber nicht zu konkreten Maßnahmen verpflichtet.
„Wir hatten ein Dokument mit elf Punkten, das wir Minister Puente im März gegeben haben, und er hat keinen einzigen davon umgesetzt.“
Die Woche der Treffen mit den Akteuren des Bahnsystems begann mit dem Rücktritt von Adif-Präsident Pedro Marco de la Peña, den er am Mittwoch, 4. November, einreichte.
Ignorierte Sicherheitsempfehlungen
EL CONFIDENCIAL berichtete, dass die Kommission für die Untersuchung von Bahnunglücken (CIAF) zwischen der Übernahme des Verkehrsressorts durch José Luis Ábalos 2018 und dem Ausscheiden Puentes 96 Empfehlungen ausgesprochen habe. Nach der Zählung des Mediums setzten die Regierungen nur 37 davon um, 59 blieben ignoriert, also 61 %. Die spanische Agentur für Bahnsicherheit (AESF) entscheidet, ob eine Empfehlung umgesetzt wurde.
- Ausgesprochen
- 96 Empfehlungen
- Umgesetzt
- 37 Empfehlungen
- Ignoriert
- 59 Empfehlungen
Daten aus dem Artikeltext
Der Anteil der offenen Empfehlungen variiert stark nach dem Jahr der Aussprache. Von den 26 Empfehlungen aus 2016 sind 12 % noch offen, während 50 % der Empfehlungen aus 2018 und 31 % aus 2019 noch ausstehen. Der offene Anteil liegt bei 36 % für 2020, 74 % für 2021 und 83 % für 2023. Keine der zehn 2024 ausgesprochenen Empfehlungen wurde umgesetzt.
- 2016
- 12 %
- 2018
- 50 %
- 2019
- 31 %
- 2020
- 36 %
- 2021
- 74 %
- 2023
- 83 %
Daten aus dem Artikeltext
Hilfe für die Opfer von Urda
Opfer des Unglücks von Urda in Toledo können nun die vom Ministerrat genehmigten Hilfen beantragen. Die Antragsfrist begann am Freitag, 6. November, und läuft drei Monate bis zum 5. Februar, wobei die Regierung sie verlängern kann, auch auf Antrag der Betroffenen. El País berichtete, der Mechanismus wiederhole jenen, der nach den Unglücken von Adamuz und Gelida (Barcelona) aktiviert worden sei, und solle die wirtschaftlichen Folgen abfedern, solange die Verantwortlichkeiten geklärt werden. Bei dem Unglück von Urda starben 69 Menschen; es ist das zweite auf derselben Hochgeschwindigkeitsstrecke innerhalb von etwa zehn Monaten. Bei dem Zusammenstoß von Adamuz am 18. Januar starben 46 Menschen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- El ConfidencialDie Regierung ignoriert 61% der jährlichen Empfehlungen der CIAF zur Vermeidung von ZugunfällenEl Gobierno incumple el 61% de las recomendaciones anuales de la CIAF para evitar accidentes de tren · Original auf Spanisch
- EL MUNDOOpfer von Adamuz bitten Cuerpo um mehr Mittel für die Unfalluntersuchung, nachdem bekannt wurde, dass es nur drei Spezialisten für die beiden Bahntragödien gibtLas víctimas de Adamuz piden a Cuerpo más medios para la investigación de los accidentes tras conocerse que solo hay tres especialistas para las dos tragedias ferroviarias · Original auf Spanisch
- europa pressOpfer von Adamuz übermitteln ihre Forderungen und den Antrag auf einen Staatspakt an CuerpoVíctimas de Adamuz trasladan sus reivindicaciones y la solicitud de un Pacto de Estado a Cuerpo · Original auf Spanisch
- EL PAÍSOpfer von Adamuz bitten Cuerpo um einen Staatspakt für die Sicherheit im BahnverkehrLas víctimas de Adamuz piden a Cuerpo un pacto de Estado para la seguridad en los trenes · Original auf Spanisch
- Carlos Cuerpo
- Erster Vizepräsident der spanischen Regierung, der nach dem Rücktritt von Óscar Puente auch das Verkehrsressort übernahm
- Óscar Puente
- Zurückgetretener Verkehrsminister, dem die Opfer ihre elf Punkte zuerst vorlegten
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident Spaniens, mit dem ein Treffen der Opfer vereinbart werden soll
- José Luis Ábalos
- Verkehrsminister ab 2018, in dessen Amtszeit die Empfehlungen der CIAF ausgesprochen wurden
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