Verkehr · Urda, Adamuz und Madrid

Zwei Züge kollidieren bei Urda in Spanien – mindestens 69 Tote und rund 100 Verletzte

Zwei Hochgeschwindigkeitszüge sind am Mittwoch, 28. Oktober, auf der Strecke Madrid–Sevilla bei Urda in der Provinz Toledo zusammengestoßen; Spaniens König fordert Maßnahmen, damit sich eine solche Bahnkatastrophe nicht wiederholt. Verkehrsminister Óscar Puente sieht sich wachsenden Rücktrittsforderungen ausgesetzt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20minutes, Courrier international, Le Soir und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Urda, Adamuz, Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 18.01.Iryo-Zug entgleist in Adamuz in Andalusien, 46 Menschen sterben
  2. 28. Oktober, morgensZwei Züge stoßen bei Urda in der Provinz Toledo zusammen, mindestens 69 Tote
  3. 28.10.Verkehrsminister Óscar Puente teilt ein Video auf X, etwa fünfzehn Minuten nach dem Zusammenstoß
  4. 29.10.Spanien begeht seinen ersten Staatstrauertag

Der Zusammenstoß und die Bilanz

Zwei Hochgeschwindigkeitszüge sind am Morgen des Mittwoch, 28. Oktober, auf der Strecke Madrid–Sevilla bei Urda zusammengestoßen, einem Dorf mit etwa 2.500 Einwohnern in der Provinz Toledo. Die spanischen Behörden gaben die Zahl der Toten mit mindestens 69 an, rund hundert Menschen wurden verletzt. Eine Zählung von 7sur7 vom Donnerstag, 29. Oktober, verzeichnete 52 Schwerverletzte. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die meisten Toten und Verletzten im letzten Wagen des Iryo-Zuges waren. Die Identifizierung der Opfer geht nach den strengen spanischen Verfahren langsam voran; zum Zeitpunkt der Berichterstattung waren erst zwei formell identifiziert. Spanien beging am Donnerstag seinen ersten Staatstrauertag, während Anwohner Verletzte und deren Angehörige zwischen einer Schule und einer etwa acht Kilometer vom Unglücksort entfernten Sporthalle brachten.

Ein früheres Unglück auf derselben Strecke

Beide Unfälle ereigneten sich auf der Strecke Madrid–Sevilla, und an beiden war der Betreiber Iryo beteiligt. Bei einer Entgleisung eines Iryo-Zuges in Adamuz in Andalusien starben am 18. Januar 2026 46 Menschen, Verkehrsminister Óscar Puente blieb danach im Amt.

Tote bei den beiden Unglücken auf der Strecke Madrid–Sevilla 2026Menschen
Adamuz, 18. Jan. 2026
46 Menschen
Urda, 28. Okt. 2026 (mindestens)
69 Menschen

Daten aus dem Artikeltext

El Mundo berichtete, Puente habe am 28. Oktober um 9:08 Uhr, etwa fünfzehn Minuten nach dem Zusammenstoß, auf X ein Video mit dem wiedergewählten brasilianischen Präsidenten geteilt, versehen mit einer Botschaft über die moralische Überlegenheit der Linken. Er war auf dem Weg zu einem Infrastrukturforum in Madrid, als er von dem Unglück erfuhr, und kehrte zum Bahnhof Atocha zurück. Nach Gesprächen mit Technikern des Netzbetreibers Adif sagte er vor Journalisten, hinter dem Unfall stehe menschliches Versagen; er nannte ihn unplausibel und unerklärlich. In der spanischen Presse mehren sich die Rücktrittsforderungen, die sich auch gegen Ministerpräsident Pedro Sánchez richten.

Fragen zu privaten Betreibern und zur Sicherheit

Kommentatoren fragten, ob die wachsende Zahl privater Betreiber eine Rolle gespielt habe. Philippe Lorand vom Internationalen Eisenbahnverband (UIC) sagte gegenüber 20 Minutes, er sehe keinen solchen Zusammenhang.

„Ich glaube nicht, dass sich da ein Zusammenhang herstellen lässt.“

Philippe Lorand

Lorand sagte, zunächst müsse die Untersuchung kommen, und menschliches Versagen sei die wahrscheinliche Ursache; die europäischen Sicherheitsvorschriften seien harmonisiert, auch wenn jedes Land eigene Besonderheiten behalte. Er fügte hinzu, das Protokoll für die Wiederaufnahme des Betriebs, das eine langsame Fahrt auf Sicht vorschreibt, sei am Mittwoch offenbar nicht befolgt worden. Der frühere Verkehrsminister François Durovray sagte bei BFM TV, ein solcher Unfall sei in Frankreich nahezu unmöglich, und verwies auf mehrere Sicherheitsebenen und eine Wiederaufnahme des Betriebs mit etwa 40 km/h. Cédric Gimenez von der Gewerkschaft CGT-Cheminot wies einen direkten Vergleich mit Frankreich zurück, sagte aber, die Wartung sei seit der Öffnung des Netzes für den Wettbewerb zurückgegangen, und verwies auf neue Betreiber auf der Strecke Marseille–Nizza, die täglich 14 Züge zusätzlich einsetzen.

Opfer und die Reaktion des Königshauses

Unter den Toten ist laut BFM TV Fátima Báñez, 59, Arbeitsministerin von 2011 bis 2018 und früheres Mitglied der Partido Popular. Der Arbeitgeberverband CEOE bestätigte ihren Tod und bezeichnete sie als Präsidentin seiner Stiftung. Sie saß im letzten Wagen des Iryo-Zuges und war auf dem Weg nach Sevilla zu einer Firmenveranstaltung.

Unter den Opfern sind zudem ein 31-jähriger Beamter der Guardia Civil, der auf dem Rückweg nach Andalusien war, ein 24-jähriger Weitspringer vom Madrider Verein AD Sprint und ein 32-jähriger argentinisch-italienischer Podologe. Der spanische Leichtathletikverband erklärte in den sozialen Medien, der Sport trauere.

König Felipe VI. besuchte ein Krankenhaus in Toledo, in dem die Verletzten behandelt werden, und sagte, die Untersuchung müsse klären, wie und warum es zu der Katastrophe kam. Zudem forderte er, Maßnahmen zu prüfen, damit sich dies nicht wiederholt. Offizielle Ergebnisse stehen noch aus.

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