Sicherheit · Göreme und Nevşehir
Zwei Tote nach Einsturz eines Feenkamins in Kappadokien bei starkem Regen
Am Donnerstag, 29. Oktober, stürzte gegen 15:15 Uhr Ortszeit ein Feenkamin nahe dem Eingang zum Freilichtmuseum von Göreme ein. Der Gouverneur von Nevşehir erklärte, zwei Menschen seien ums Leben gekommen; Rettungskräfte suchten weiter nach möglicherweise unter den Trümmern eingeschlossenen Personen.
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Kurz gefasst
Gouverneur Hüseyin Kök sagte, zwei Menschen seien ums Leben gekommen und ihre Leichen geborgen worden, während die AP fünf Verletzte meldete und andere Berichte eine verletzte Person beschrieben, die ins Krankenhaus gebracht wurde.
Kök sagte, starker Regen habe den Einsturz höchstwahrscheinlich verursacht; er ging gegen 15:15 Uhr Ortszeit am Donnerstag, 29. Oktober, nahe einem Parkplatz am Eingang des Geländes nieder.
Justizminister Akin Gurlek sagte, es sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden; auch die Staatsanwaltschaft von Nevşehir hat eigene Ermittlungen aufgenommen.
Erdrutsche in den Jahren 2024 und 2025 brachten einige Feenkamine in der Gegend zum Einsturz, ohne dass Menschen verletzt wurden – darunter ein Einsturz im September 2025 im Göremer Viertel Gaferli.
- 2024Erdrutsche bringen einige Feenkamine in Kappadokien zum Einsturz, es werden keine Verletzten gemeldet
- September 2025Einsturz im Göremer Viertel Gaferli lässt Gesteinsblöcke zu Boden stürzen, niemand wird verletzt
- 29.10.Ein Feenkamin stürzt nahe dem Museumseingang von Göreme ein, zwei Menschen sterben
Was geschah
Ein Feenkamin, eine der Vulkangesteinssäulen, die Kappadokien prägen, stürzte am Donnerstag, 29. Oktober, in Göreme ein, einer Stadt in der Zentraltürkei. Nach Angaben der Behörden ging der Felssturz gegen 15:15 Uhr Ortszeit nahe einem Parkplatz am Eingang des Geländes nieder, unweit des Freilichtmuseums von Göreme. Der Gouverneur von Nevşehir, Hüseyin Kök, sagte, zwei Menschen seien ums Leben gekommen und ihre Leichen geborgen worden. Der Einsturz ereignete sich am türkischen Feiertag zum Tag der Republik, an dem die Gegend voller Besucher gewesen wäre. Medizinische Teams und Rettungskräfte wurden an den Ort entsandt, das Gebiet wurde für die Öffentlichkeit gesperrt.
Opfer und Rettung
Die Angaben zur Zahl der Verletzten gehen auseinander. Die AP nannte fünf, andere Berichte beschrieben eine verletzte Person, die ins Krankenhaus gebracht wurde, und TVP Info meldete, drei seien dorthin gebracht worden. Kök sagte, Rettungsteams suchten weiter nach weiteren Menschen, die möglicherweise unter den Trümmern eingeschlossen sind. Von HaberTurk ausgestrahlte Aufnahmen zeigten schwere Maschinen, die Gesteinsbrocken am Fuß der Formation entfernten. Zur Staatsangehörigkeit der Toten gab es zunächst keine Informationen.
Ursache und Ermittlungen
Kök sagte, starker Regen in der Region habe den Einsturz höchstwahrscheinlich verursacht – ein Felssturz, ausgelöst durch einen Erdrutsch in Göreme. Justizminister Akin Gurlek sagte, es sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, und nannte fünf Verletzte. Auch die Staatsanwaltschaft in Nevşehir hat eigene Ermittlungen aufgenommen. Kök sagte, die Regierung setze alle verfügbaren Mittel an der Unglücksstelle ein, wo die Such- und Rettungsarbeiten noch andauerten.
Kappadokiens fragile Landschaft
Die Feenkamine entstanden durch vulkanische Aktivität in der Vorzeit und wurden im Laufe der Zeit durch Erosion geformt. Die Stätte Kappadokien steht seit 1985 auf der Welterbeliste der UNESCO. Die Behörden haben Restaurierungsarbeiten durchgeführt, um die Kamine vor jahrhundertelanger Erosion und vor dem Andrang der Besucher zu schützen. Im September 2026 sagte Aydin Cem Aslanbay, Direktor der Einrichtung, die das Gelände verwaltet, gegenüber Daily Sabah, die Formationen seien fragil. Er sagte, die Stätte ziehe jährlich 4,5 Millionen Besucher an und erwirtschaftet 2,5 Milliarden Dollar Einnahmen.
Frühere Einstürze
Erdrutsche hatten laut ANSA und Il Fatto Quotidiano bereits 2024 und 2025 einige Feenkamine in der Gegend zum Einsturz gebracht, doch keiner dieser Einstürze verursachte Verletzte oder Tote. Fanpage berichtete, im September 2025 sei ein Teil einer weiteren Felsformation im Viertel Gaferli in Göreme zu Boden gestürzt, ohne dass jemand zu Schaden kam. Fanpage berichtete zudem, die Restaurierungsarbeiten an fünf Feenkaminsäulen, die als wartungsbedürftig galten, hätten erst wenige Wochen vor dem Einsturz am Donnerstag begonnen; unklar sei, ob der am Museumseingang eingestürzte Kamin darunter war.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- 20minutesZwei Tote beim Einsturz eines „Feenkamins“ in Kappadokien in der TürkeiDeux morts dans l'effondrement d'une " cheminée de fée " dans la Cappadoce en Turquie · Original auf Französisch
- Digi24Zwei Tote und ein Verletzter in der Türkei, nachdem ein Erdrutsch einen Felseinsturz in Kappadokien verursachteDoi morți și un rănit în Turcia, după ce o alunecare de teren a provocat prăbușirea unei stânci în Cappadocia · Original auf Rumänisch
- Tgcom24Türkei, „Feenkamin“ stürzt in Kappadokien ein: 2 Tote und 1 VerletzterTurchia, crolla "camino delle fate" in Cappadocia: 2 morti e un ferito · Original auf Italienisch
- AP NEWSEinsturz einer Felsformation in der türkischen Tourismusregion Kappadokien tötet mindestens 2 MenschenA rock formation collapse in Turkey's touristic Cappadocia region kills at least 2 · Original auf Englisch
- Akin Gurlek
- Justizminister der Türkei, der die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens bekannt gab
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