Sicherheit · Freetown und Amsterdam

Niederlande erhöhen Belohnung auf 2 Millionen Euro für Hinweis, der zu Bolle Jos' Festnahme führt

Die niederländische Staatsanwaltschaft erhöht die Belohnung für einen Hinweis, der zur Festnahme von Jos Leijdekkers führt, von 200.000 auf 2 Millionen Euro – ein Rekord für die Niederlande –, während Sierra Leone seine Auslieferung verweigert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von de Volkskrant, vrtnws.be, The Independent und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Freetown, Amsterdam · Sierra Leone, Niederlande
Wie es dazu kam
  1. September 2026Das Parlament verabschiedet einen Antrag, der dem Minister erlaubt, die Belohnung zu erhöhen
  2. Anfang Oktober 2026Die EU stoppt Zahlungen an Sierra Leone
  3. 2.11.Belohnung auf 2 Millionen Euro erhöht

Belohnung auf 2 Millionen Euro erhöht

Das niederländische Openbaar Ministerie (OM) erhöht die Belohnung für einen Hinweis, der zur Festnahme von Jos Leijdekkers führt, der in den Niederlanden als „Bolle Jos“ bekannt ist, von 200.000 auf 2 Millionen Euro. Justizminister David van Weel informierte das Parlament am Montagmorgen, 2. November, in einem Schreiben über die Erhöhung. Die neue Summe ist zehnmal so hoch wie die bisherige Belohnung und die höchste, die die niederländische Regierung je für einen Hinweis ausgesetzt hat. Das Parlament hatte im September 2026 einen Antrag des VVD-Abgeordneten Ulysse Ellian verabschiedet, der es dem Minister selbst – nicht nur dem OM – erlaubt, den Betrag zu erhöhen. De Telegraaf hatte die geplante Erhöhung bereits vor dem Wochenende des 31. Oktober und 1. November durchsickern lassen.

Van Weel sagte gegenüber NOS, er hoffe vor allem, dass Menschen aus dem Umfeld des Kriminellen dadurch in Versuchung geraten, sich zu melden, und er betonte, dass nur ein Hinweis zähle, der zu einer Festnahme führe.

„Wir wollen die Versuchung für den goldenen Tipp größer machen“

David van Weel, Niederländischer Justizminister
Niederländische Belohnungen für Hinweise auf Drogenschmuggler, EUREUR
Belohnung für Ridouan Taghi (bisher höchste)
100000 EUR
Bisherige Belohnung für Leijdekkers
200000 EUR
Neue Belohnung für Leijdekkers
2000000 EUR

Daten aus dem Artikeltext

Strafregister und Aufenthaltsort

Leijdekkers, 35, ist in den Niederlanden wegen Kokainschmuggels und eines versuchten Liquidierungsauftrags zu 24 Jahren Haft verurteilt worden, berichtet NOS, und ein belgisches Gericht verhängte 79 Jahre. Seine Strafen summieren sich auf mehr als 100 Jahre; Het Parool beziffert die Zahl auf 103. Die niederländischen Behörden schätzen, dass er durch den Schmuggel von mehr als 7 Tonnen Kokain zig Millionen Euro verdient hat. Er steht zudem im Verdacht der Geldwäsche und der Beteiligung an extremer Gewalt, was De Morgen mit dem Verschwinden und Tod einer Frau in Verbindung bringt, die am 20. Oktober 2019 in Amsterdam in ein Auto stieg. Die Volkskrant berichtet, er sei 2022 von der Bildfläche verschwunden, während De Morgen meldet, der Staatsanwaltschaft sei seit Sommer 2024 bekannt, dass er in Sierra Leone lebt.

Sierra Leone und die stockende Auslieferung

Videos aus dem frühen Jahr 2025 zeigen ihn laut Volkskrant in Begleitung der Präsidentenfamilie und hochrangiger Beamter, und er soll eine Beziehung mit der Tochter des Präsidenten haben. Die Niederlande ersuchten über diplomatische Kanäle um seine Auslieferung, doch Sierra Leone verweigerte die Zusammenarbeit, und die Beziehungen zwischen beiden Ländern scheinen sich laut Het Parool verschlechtert zu haben. Het Parool berichtet zudem, er habe lokale Machthaber bestochen. Der Präsident und seine Frau bestreiten, ihn zu kennen, und Fatima Bio sagte im Mai gegenüber der BBC, sie könne ihn nicht kennen, weil sie keine Kriminelle sei. VRT berichtet, die niederländischen Geheimdienste hätten einst geplant, ihn auf See vor Sierra Leone festzunehmen, doch die Operation sei im letzten Moment abgesagt worden. Es kursieren Gerüchte, dass er manchmal nach Liberia und Guinea reist, doch diese Angaben sind bislang unbestätigt.

EU-Hilfen und wie das Hinweisverfahren funktioniert

Die Europäische Kommission zahlt die verbleibende Budgethilfe für dieses Jahr in Höhe von 18 Millionen Euro nicht aus; diese Entscheidung wurde laut Volkskrant im Oktober bekannt. Die Kommission nennt offiziell „technische Fehler“, während Van Weel sagt, die Entscheidung folge aus der mangelnden Kooperation Sierra Leones im Fall Leijdekkers. Hinweise können über eine eigens vom OM eingerichtete Telefonnummer und E-Mail-Adresse eingehen; das OM verspricht, dass die Informationen nicht an die Behörden in Sierra Leone gelangen. Die Belohnung geht an ein spezielles Polizeiteam, und ein Hinweis muss zu einer Festnahme führen, etwa indem er verrät, wann er ins Ausland reist. Die Staatsanwaltschaft erklärte in einer Mitteilung:

„Wer Informationen liefern kann, die zur Festnahme von Leijdekkers führen, kommt für diese außergewöhnliche Belohnung in Frage.“

Openbaar Ministerie

In Belgien erlaubt das Gesetz keine Zahlungen an Bürger für Hinweise, registrierte Informanten können jedoch für Informationen entschädigt werden.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

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