Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Auf einer Pressekonferenz am Sonntag, 18. Oktober, erklärte die Staatsanwaltschaft, gegen sechs Personen seien Haftbefehle erlassen worden: fünf Erwachsene und ein Minderjähriger, alle aus Brüssel.
Die Guardia Civil nahm drei Verdächtige in Almería fest, die Vorbereitungen zur Flucht nach Marokko trafen; sie wurden am Morgen des 19. Oktober dem zentralen Ermittlungsgericht vorgeführt.
Am 21. Oktober erklärte die Brüsseler Staatsanwaltschaft, sie könne die Rolle jedes Verdächtigen noch nicht mit Sicherheit feststellen, nachdem Berichte besagten, ein Minderjähriger habe den tödlichen Schuss abgegeben.
Die Brüsseler Raadkamer bestätigte für zwei Verdächtige einen Monat Untersuchungshaft; ihre Anwälte haben bei der Anklagekammer Berufung eingelegt, die den Fall in zwei Wochen verhandeln soll.
- 19.10.Drei Verdächtige aus Almería werden einem spanischen Gericht vorgeführt; zwei Verdächtige erscheinen vor der Brüsseler Raadkamer
- 20.10.Die spanische Polizei veröffentlicht Aufnahmen der Festnahmen; die Untersuchungshaft zweier Verdächtiger wird um einen Monat verlängert
- 21.10.Die Staatsanwaltschaft erklärt, die genaue Rolle jedes Verdächtigen sei noch nicht zu bestimmen
Die Tat und die Festnahmen
Nordine El Talbi, ein 41-jähriger Polizist, starb in der Nacht vom 12. auf den 13. Oktober in Jette in Brüssel, als er ein Fahrzeug überprüfte, das mit einem Autoraub in Tubize in Verbindung stand. Laut RTBF fanden ihn Kollegen der Brigade Anti-Agression bewusstlos am Boden mit einer Schusswunde am Kopf. Erste Erkenntnisse bringen den Fall mit Drogenhandel in Verbindung. Auf einer Pressekonferenz am Sonntag, 18. Oktober, erklärte die Staatsanwaltschaft, gegen sechs Personen seien Haftbefehle erlassen worden: fünf Erwachsene und ein Minderjähriger, alle aus Brüssel.
Festnahmen in Spanien und Frankreich
Drei Verdächtige wurden in Almería im Süden Spaniens festgenommen, wo sie nach Angaben der Guardia Civil Vorbereitungen trafen, nach Marokko zu fliehen. Am Dienstag, 20. Oktober, veröffentlichte die spanische Polizei Aufnahmen, die Beamte beim Eindringen in eine kleine Wohnung und einen auf der Straße gefesselten Verdächtigen zeigen. Die spanischen Behörden teilten mit, die drei seien am Morgen des 19. Oktober dem zentralen Ermittlungsgericht vorgeführt worden. Laut RTBF wurde ein Jugendlicher im Alter von 16 oder 17 Jahren auf einem Bahnhof in Paris aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen. Belgien hat Frankreich um die Überstellung an die belgische Justiz gebeten, und RTBF berichtete, dass er der Polizei bereits bekannt war. Vier in Frankreich und Spanien festgenommene Verdächtige sind noch nicht an Belgien übergeben worden.
Wer den Schuss abgab
Am Dienstag, 20. Oktober, veröffentlichte Berichte behaupteten, die Person, die den tödlichen Schuss abgegeben habe, sei minderjährig. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft reagierte in einer Erklärung am Mittwoch, 21. Oktober:
„Zum jetzigen Stand der Ermittlungen ist es nicht möglich, die genaue Rolle jedes einzelnen Verdächtigen mit Sicherheit festzustellen.“
Bereits auf der Pressekonferenz am Sonntag hatte die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass sich unter mehreren Verdächtigen ein Minderjähriger befindet. Der Brüsseler Staatsanwalt Julien Moinil hatte erklärt, die Vorwürfe würden davon abhängen, welche Taten jeder Einzelne begangen habe. Er lobte zudem die Unterstützung der spanischen Polizei und sagte, die Verdächtigen hätten möglicherweise nach Marokko fliehen wollen. Laut RTBF müssen die Ermittler noch klären, was zwischen dem Moment geschah, in dem der Beamte sich dem gestohlenen Fahrzeug näherte, und dem Moment, in dem seine Kollegen ihn fanden.
Gerichtstermine und Berufungen
Am Montag, 19. Oktober, erschienen zwei Verdächtige vor der Brüsseler Raadkamer, die für sie einen Monat Untersuchungshaft bestätigte. Ihre Anwälte haben Berufung eingelegt, und eine neue Verhandlung vor der Anklagekammer ist in zwei Wochen geplant. Einer der beiden Verdächtigen, der seit seiner Festnahme am Tag der Tat seine Unschuld beteuert, erklärt, er sei am Abend des 12. Oktober von den Tätern des Autoraubs entführt und festgehalten worden. Vor Gericht sagte ein Verdächtiger, der in der Berichterstattung nur als S.E.A. bezeichnet wird, er sei vom Zeugen des Mordes zum Verdächtigen geworden. Eine separate Akte betrifft das Opfer des Autoraubs, gegen das am 15. Oktober wegen Besitzes und Verkaufs von Drogen ein Haftbefehl erging, sowie einen Mann aus Anderlecht, in dessen Wohnung sich Berichten zufolge 15.000 Euro in Bargeld befanden.
Was offen bleibt
Die Staatsanwaltschaft hat darum gebeten, die Ermittlungen ruhig und im Einklang mit den Anforderungen der gerichtlichen Untersuchung fortzuführen. Die genaue Rolle jedes Verdächtigen ist nicht geklärt, und die vier im Ausland festgehaltenen Verdächtigen sind noch nicht nach Belgien überstellt worden.