US-Vizepräsident JD Vance wird am Samstagmorgen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu Verhandlungen mit einer iranischen Delegation eintreffen. Ziel des von Premierminister Shehbaz Sharif vermittelten Treffens ist die Beendigung des seit sechs Wochen andauernden Krieges im Nahen Osten. Begleitet wird Vance unter anderem von Jared Kushner, dem Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump.
Diplomatische Mission
JD Vance leitet Verhandlungen in Islamabad zur Beendigung des Nahost-Krieges.
Gegenseitiges Misstrauen
Trotz einer zweiwöchigen Waffenruhe äußern sowohl der Iran als auch die USA vorab scharfe Warnungen.
Humanitäre Lage
Im Libanon stieg die Zahl der Todesopfer auf 1.953, während im Iran eine Rekord-Internetsperre anhält.
US-Vizepräsident JD Vance ist am Freitag abgereist und soll am Samstagmorgen, den 11. April 2026, in Islamabad landen, um amerikanische Verhandlungen mit einer iranischen Delegation in Pakistan zu leiten. Die Mission zielt darauf ab, den seit sechs Wochen andauernden Krieg im Nahen Osten zu beenden. Vance wird vom Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, begleitet. Die iranische Delegation unter der Leitung des Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf, der auch Außenminister Abbas Araghchi angehört, traf bereits am Freitagabend in Islamabad ein und wurde vom pakistanischen Außenminister Ishaq Dar empfangen. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif fungiert als Hauptvermittler, nachdem er beide Parteien eingeladen hatte. Die Gespräche finden vor dem Hintergrund tiefen gegenseitigen Misstrauens statt; beide Seiten äußerten bereits vor dem offiziellen Beginn deutliche Warnungen. Ein genauer Zeitplan für die Diskussionen wurde von keiner der Delegationen bestätigt. Beide Seiten äußern vor Verhandlungsbeginn scharfe WarnungenMohammad Bagher Ghalibaf gab unmittelbar nach seiner Landung in Islamabad an der Spitze einer über 70-köpfigen Delegation die Richtung für die iranische Position vor. „Wir haben gute Absichten, aber wir vertrauen nicht.” — Mohammad Bagher Ghalibaf via Le Parisien Er betonte laut dem staatlichen iranischen Fernsehen, dass frühere Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten stets in „Misserfolgen und gebrochenen Versprechen“ geendet hätten. Ghalibaf hatte zuvor gewarnt, dass Gespräche erst beginnen könnten, wenn zwei Vorbedingungen erfüllt seien: ein Waffenstillstand im Libanon und die Freigabe iranischer Vermögenswerte. Vance seinerseits sprach vor dem Abflug eine direkte Warnung an Teheran aus. „Wenn sie versuchen, uns zu täuschen, werden sie feststellen, dass unser Verhandlungsteam sich nicht sehr empfänglich zeigen wird.” — JD Vance via SudOuest.fr Vance fügte hinzu, dass er dennoch bemüht sei, positive Verhandlungen zu führen, und bezeichnete die Reise als ernsthafte diplomatische Bemühung. Waffenruhe hält, doch Pakistan warnt vor schwieriger PhaseIn der Nacht zum Mittwoch wurde eine vorläufige zweiwöchige Waffenruhe vereinbart, die ein fragiles Zeitfenster für die Gespräche in Islamabad eröffnet. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif begrüßte diese Entwicklung, warnte jedoch, dass der diplomatische Prozess nun in seine anspruchsvollste Phase trete. „Es erwartet uns nun eine noch schwierigere Etappe: die Etablierung eines dauerhaften Waffenstillstands und die Lösung sensibler Fragen auf diplomatischem Weg.” — Shehbaz Sharif via SudOuest.fr Sharif verdeutlichte die Bedeutung des Treffens in Islamabad als entscheidenden Wendepunkt. Präsident Trump erklärte unterdessen am Freitag, der Iran habe außer der Straße von Hormus, die der Iran seit Kriegsbeginn weitgehend blockiert hat, „keine Trümpfe“ mehr in der Hand. Trump behauptete, die strategische Passage werde „bald offen“ sein, worauf die Ölmärkte jedoch verhalten reagierten; der Preis für ein Barrel Rohöl sank zum Handelsschluss am Freitag nur leicht unter die 100-Dollar-Marke.Der Konflikt begann am 28. Februar 2026 mit dem Start der Operation Epic Fury durch die USA und Israel gegen den Iran. Ali Chamenei, das geistliche Oberhaupt des Irans, wurde bei den ersten Angriffen getötet. Sein Sohn Mojtaba Chamenei wurde daraufhin am 9. März 2026 zum neuen Obersten Führer ernannt. Der Krieg weitete sich auf den Libanon aus, wo israelische Angriffe seit Beginn des Konflikts schwere Verluste forderten. Der Iran verhängte eine Internetsperre gegen die eigene Bevölkerung, die Berichten zufolge inzwischen 1.000 Stunden überschritten hat — eine Rekorddauer. Treffen zwischen Libanon und Israel in Washington bei steigenden Opferzahlen geplantUnabhängig vom Prozess in Islamabad haben der Libanon und Israel zugestimmt, am Dienstag, den 14. April 2026, ein erstes Treffen im Hauptquartier des US-Außenministeriums in Washington abzuhalten, wie das libanesische Präsidialamt am Freitag mitteilte. Ziel des Treffens ist die Erörterung einer Waffenruhe sowie eines Datums für den Beginn formeller Verhandlungen unter US-Vermittlung. Israel hat jedoch erklärt, keine Gespräche mit der Hisbollah zu führen, was den Umfang einer möglichen Einigung erschwert. Die menschlichen Kosten im Libanon sind gravierend: Bei zeitgleichen israelischen Angriffen im ganzen Land wurden am Mittwoch laut dem libanesischen Gesundheitsministerium 357 Menschen getötet. Das Ministerium gab die Gesamtzahl der Todesopfer im Libanon seit Kriegsbeginn mit 1.953 an. Laut France 24 wurde Beirut zuletzt 1982 mit einer vergleichbaren Intensität beschossen.
Mentioned People
- JD Vance — 50. wiceprezydent Stanów Zjednoczonych
- Shehbaz Sharif — premier Pakistanu od 2024 roku
- Mohammad Bagher Ghalibaf — przewodniczący parlamentu Iranu od 2020 roku
- Abbas Araghchi — Minister Spraw Zagranicznych Iranu
- Steve Witkoff — amerykański specjalny wysłannik
- Jared Kushner — były starszy doradca i zięć Donalda Trumpa
Sources: 15 articles
- Négociations irano-américaines: la délégation iranienne rencontre le Premier ministre pakistanais (télévision d'Etat) (Mediapart)
- EN DIRECT, guerre au Moyen-Orient : la délégation iranienne a rencontré le premier ministre pakistanais, annonce la télévision d'Etat iranienne (Le Monde.fr)
- DIRECT. Guerre au Moyen-Orient : JD Vance, le vice-président américain au Pakistan, les négociations avec l'Iran vont débuter (SudOuest.fr)
- Le vice-président américain est arrivé au Pakistan (Le Temps)
- EN DIRECT. Guerre au Moyen-Orient : J.D. Vance est arrivé au Pakistan pour les négociations avec l'Iran (LExpress.fr)
- DIRECT - Guerre au Moyen-Orient : l'heure des négociations entre les envoyés de Trump et l'Iran (LesEchos.fr)
- JD Vance au Pakistan pour des négociations avec l'Iran (Courrier international)
- EN DIRECT Guerre au Moyen-Orient : JD Vance est arrivé au Pakistan pour des... (20minutes)
- Guerre au Moyen-Orient - La délégation US menée par JD Vance est arrivée au Pakistan (La Libre.be)
- Guerre au Moyen-Orient: le vice-président américain JD Vance est arrivé au Pakistan pour les négociations avec l'Iran (BFMTV)