Am Dienstag, den 15. April 2026, kam der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez in Peking mit Chinas Präsident Xi Jinping zusammen, um die bilateralen Beziehungen auf die Ebene eines „strategischen Dialogs“ zu heben. Im Rahmen des offiziellen Staatsbesuchs unterzeichneten beide Nationen 19 Abkommen, die unter anderem eine engere Kooperation in den Bereichen erneuerbare Energien und Handel vorsehen.
Strategische Partnerschaft
Spanien und China werten ihre Beziehungen zu einem „strategischen Dialog“ auf, der höchsten Stufe der Kooperation Pekings.
Wirtschaftliche Abkommen
Insgesamt wurden 19 Verträge unterzeichnet, darunter zehn Wirtschaftspakte für grüne Energie und Agrarexporte.
Geopolitische Vermittlung
Sánchez positioniert Spanien als Brücke zwischen Brüssel und Peking zur Lösung globaler Konflikte.
Inlandsdebatte
Die konservative Opposition in Madrid kritisiert die Annäherung an die chinesische Führung scharf als politisches Zugeständnis.
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez ist am Dienstag, den 14. April 2026, in der Großen Halle des Volkes in Peking mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping zusammengetroffen. Beide Regierungschefs sprachen sich dabei gegen eine Rückkehr zum „Gesetz des Dschungels“ in den internationalen Beziehungen aus. Das etwa einstündige Treffen, auf das ein Bankett folgte, war Sánchez' vierter Besuch in China innerhalb von gut drei Jahren und sein erster mit vollem protokollarischem Status als Staatsbesuch. Beide Länder vereinbarten, ihre bilateralen Beziehungen zu einem Strategischen Dialog aufzuwerten – die höchste Stufe der diplomatischen Zusammenarbeit, die Peking ausgewählten Partnern anbietet. Zudem unterzeichneten Spanien und China während des Besuchs 19 Abkommen, von denen sich zehn auf wirtschaftliche Angelegenheiten wie Handel, erneuerbare Energien und die sogenannte intelligente Wirtschaft beziehen.
19 (Abkommen) — Gesamtzahl der während des Sánchez-Besuchs in Peking unterzeichneten Verträge
Xi beschreibt globale Unruhe als Konflikt zwischen Gerechtigkeit und Gewalt Xi eröffnete das Treffen mit einer Sprache, die den aktuellen internationalen Moment in deutliche Worte fasste. „Die heutige Welt befindet sich in Aufruhr und ist in einem Streit zwischen Gerechtigkeit und Macht gefangen.” — Xi Jinping via CCTV Er argumentierte, dass sowohl China als auch Spanien Nationen seien, die die „Gerechtigkeit verteidigen“ und „eng kooperieren sollten, um dem Rückfall der Welt in das Gesetz des Dschungels entgegenzutreten“, so der chinesische Staatssender CCTV. Xi erklärte Sánchez zudem, dass die Art und Weise, wie ein Land das Völkerrecht behandle, „sein Weltbild, seine Vorstellung von Ordnung, seine Werte und sein Verantwortungsbewusstsein widerspiegelt“. Der chinesische Präsident lobte Spanien als ein Land, das „mit moralischer Integrität“ handle, und sagte, beide Nationen seien bereit, „sich auf die richtige Seite der Geschichte zu stellen“. Xi merkte zudem an, dass sich China und Spanien „stetig weiterentwickelt“ hätten, und bezeichnete das Verhältnis als einen Faktor, der „Stabilität in die Beziehungen zwischen China und der EU“ bringe. Am selben Tag empfing Xi separat Khaled bin Mohamed bin Zayed Al Nahyan, den Kronprinzen von Abu Dhabi, und schlug einen Vier-Punkte-Plan für den Frieden im Nahen Osten vor, der die Einhaltung des friedlichen Zusammenlebens, die Achtung der nationalen Souveränität, die Verteidigung des Völkerrechts sowie die Abstimmung zwischen Sicherheit und Entwicklung fordert.
Sánchez positioniert Spanien als Brücke zwischen Peking und Brüssel Sánchez nutzte den Besuch, um eine Strategie voranzutreiben, die sein Amtssitz in La Moncloa als Positionierung Spaniens als Brücke zwischen China und der Europäischen Union in Zeiten globaler Instabilität beschreibt. „Niemand kann sich durch diesen Besuch beleidigt fühlen.” — Pedro Sánchez via El País Er bezeichnete China als unverzichtbaren Gesprächspartner bei der Lösung der Spannungen im Nahen Osten und in der Straße von Hormus und erklärte, es sei „sehr schwierig, außer China andere Akteure zu finden, die diese Situation entwirren können“. Sánchez forderte Peking zudem auf, eine aktivere Rolle bei der Lösung des Ukraine-Konflikts zu übernehmen, und ermutigte China, „weiterhin aktiv zur Reform“ des multilateralen Governance-Systems beizutragen. Auf einer Pressekonferenz argumentierte er, dass „China Europa so sehen sollte, wie es Spanien sieht: als einen Ort für Investitionen und als Partner, mit dem industrielle Projekte gestartet werden können“. Die wirtschaftliche Dimension des Besuchs wurde durch zwei offizielle Bankette unterstrichen – eines von Xi und eines vom chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang – sowie durch die Anwesenheit von etwa einem halben Dutzend chinesischer Minister, was diplomatische Kreise als ungewöhnliches Zeichen der Wertschätzung bezeichneten. Fünf der 19 Abkommen konzentrieren sich auf den Marktzugang spanischer Agrar- und Lebensmittelprodukte in China, vier weitere zielen auf die Förderung spanischer Exporte ab.
Spanien und China nahmen 1973 diplomatische Beziehungen auf. Sánchez verfolgt seit seinem Amtsantritt 2018 eine Politik des aktiven Dialogs mit Peking und unternahm mehrere Reisen nach China. Dies ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Diversifizierung der spanischen Handelsbeziehungen und zur Stärkung der geopolitischen Rolle Spaniens innerhalb der EU. Der aktuelle Besuch findet vor dem Hintergrund erheblicher globaler Spannungen statt, darunter die Ende Februar 2026 begonnene Militäroperation der USA und Israels gegen den Iran sowie Störungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. Spanien positioniert sich als Kritiker einseitiger Maßnahmen in der internationalen Politik, einschließlich des israelischen Militäreinsatzes im Gazastreifen.
Inlandskritik hinterfragt die Annäherung an Peking Der Besuch stieß in Spanien auf deutliche Kritik, insbesondere seitens der Opposition, die die Angemessenheit einer Vertiefung der Beziehungen zu China infrage stellte. Cristina Cifuentes, ehemalige Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid und Mitglied der Volkspartei, äußerte ihre Bedenken in der Fernsehsendung „Todo es mentira“. „Es erfordert Mut, in China über das Völkerrecht zu sprechen, einem Land mit einer Diktatur, in der die Menschenrechte nicht respektiert werden.” — Cristina Cifuentes via ABC Tu Diario en Español Cifuentes räumte ein, dass die Wirtschaftsbeziehungen zu China nicht abgebrochen werden sollten, argumentierte jedoch, dass die Häufigkeit und der Ton von Sánchez' Besuchen einer Form der politischen Unterstützung gleichkämen, die sie für unangemessen halte. Sie stellte zudem die wirtschaftliche Begründung der Reisen in Frage und behauptete, das spanische Handelsdefizit mit China habe sich während Sánchez' Amtszeit verschlechtert. Konservative spanische Medien wie El Mundo und ABC veröffentlichten Meinungsbeiträge, die den Besuch als Kapitulation vor einer autoritären Regierung darstellten und den strategischen Wert der Beziehung für Spanien bezweifelten. Sánchez wies Bedenken hinsichtlich der Reaktion Washingtons zurück und erklärte, er habe mit Xi über die „ernste Lage“ im Nahen Osten und in der Ukraine gesprochen; Spaniens Interesse liege in einer regelbasierten internationalen Ordnung, die von allen Parteien respektiert werde.
Mentioned People
- Pedro Sánchez — Premier Hiszpanii od 2018 roku i sekretarz generalny Hiszpańskiej Socjalistycznej Partii Robotniczej (PSOE)
- Xi Jinping — Sekretarz generalny Komunistycznej Partii Chin i przewodniczący ChRL od 2013 roku
- Khaled bin Mohamed Al Nahyan — Następca tronu Abu Zabi od marca 2023 roku
- Cristina Cifuentes — Była prezydent Wspólnoty Madrytu w latach 2015–2018
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
Sources: 22 articles
- Pedro Sánchez, peón útil de China (EL MUNDO)
- ¿China como ejemplo de rectitud moral? (EL MUNDO)
- Pekín atribuye a Sánchez el apoyo en secreto a la anexión de Taiwán (EL MUNDO)
- Xi Jinping alerta contra a "lei da selva" e propõe quatro pontos para a paz no Médio Oriente (SAPO)
- Xi despliega todos sus encantos con Sánchez: dos banquetes, media docena de ministros y juntos frente a Trump en el "lado bueno de la historia" (EL MUNDO)
- Xi diz que Espanha está "do lado certo da História" em visita de Sánchez a Pequim (Publico)
- Sánchez, en el lado correcto de la dictadura china (ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL)
- Cristina Cifuentes dice lo que muchos piensan de los viajes de Pedro Sánchez a China: "Hace falta tener valor" (ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL)
- El lado chino de la historia (EL MUNDO)
- Xi Jinping afirma que Espanha e China estão do "lado certo da história" (SAPO)