US-Präsident Donald Trump hat einen baldigen Abschluss der amerikanischen Militäroperationen gegen den Iran binnen zwei bis drei Wochen in Aussicht gestellt. Als Hauptgrund nannte er das Erreichen des Ziels, den Iran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern. Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran befindet sich derzeit in seiner fünften Woche.

Abzugsszenario

Donald Trump stellt ein Ende der US-Militäroperationen binnen zwei bis drei Wochen in Aussicht, da nukleare Ambitionen des Irans gestoppt seien.

NATO-Kritik

Außenminister Marco Rubio stellt die Zukunft des NATO-Bündnisses infrage, nachdem europäische Partner Überluggenehmigungen verweigert hatten.

Wirtschaftliche Folgen

Der Ölpreis (Brent) stieg auf 104 USD pro Barrel, ein Plus von 40 Prozent seit Beginn des Konflikts am 28. Februar 2026.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, dass die amerikanischen Militäroperationen gegen den Iran innerhalb von zwei bis drei Wochen abgeschlossen sein könnten. Er betonte, das vorrangige Ziel – den Iran am Erwerb einer Atomwaffe zu hindern – sei erreicht worden, während der Konflikt ohne bestehende Waffenruhe in die fünfte Woche ging. Vor Journalisten im Weißen Haus sagte Trump, die USA würden „sehr bald“ abziehen; dies könne „innerhalb von zwei Wochen, vielleicht zwei Wochen, vielleicht drei“ geschehen. Er fügte hinzu, der Iran müsse kein formelles Abkommen mit Washington schließen, damit die USA ihre Kampagne mit dem Namen Operation Epic Fury beenden. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian erklärte, Teheran besitze den „notwendigen Willen“, um den Krieg zu beenden, nannte jedoch Bedingungen wie Sicherheitsgarantien gegen künftige Angriffe, Entschädigungszahlungen und eine vollständige Einstellung der Feindseligkeiten. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, kündigte für Mittwoch um 21:00 Uhr ET eine Fernsehansprache Trumps zur Primetime an, um ein „wichtiges Update zum Iran“ zu geben.

„Wir werden sehr bald abziehen. Innerhalb von zwei Wochen, vielleicht zwei Wochen, vielleicht drei.” — Donald Trump via Reuters

„Der Iran muss kein Abkommen schließen, nein. Nein, sie müssen kein Abkommen mit mir schließen.” — Donald Trump via Reuters

Der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Israel gegen den Iran begann am 28. Februar 2026 mit koordinierten Angriffen auf iranische Ziele. Der Iran reagierte mit Angriffen auf Israel und Golfstaaten, die US-Militärstützpunkte beherbergen. Der Konflikt hat laut Reuters Tausende Todesopfer gefordert und Millionen Menschen vertrieben. Mit Stand vom 1. April 2026 dauert er fünf Wochen an.

Rubio sieht „Ziellinie“ und stellt NATO-Bündnis infrage US-Außenminister Marco Rubio sagte, Washington könne die „Ziellinie“ im Iran-Krieg erkennen. Er bestätigte einen laufenden Nachrichtenaustausch zwischen beiden Seiten sowie die Möglichkeit eines direkten Treffens. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, Trump sei zu einer Einigung bereit, die USA seien jedoch gewillt weiterzukämpfen, sollte der Iran nicht kooperieren. US-General Dan Caine, Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff, gab bekannt, dass amerikanische Kräfte über 150 iranische Marineschiffe getroffen hätten und weiterhin zentrale Produktions- und Forschungsstätten angreifen. Rubio warnte zudem, dass Washington sein Verhältnis zur NATO nach dem Konflikt überprüfen müsse. Er kritisierte europäische Verbündete, die den USA Stationierungsrechte und Überluggenehmigungen verweigert hatten.

„Wir können die Ziellinie sehen. Es ist nicht heute, es ist nicht morgen, aber sie kommt.” — Marco Rubio via Reuters

„Ich denke leider, dass wir prüfen müssen, ob dieses Bündnis, das dem Land lange gute Dienste geleistet hat, diesen Zweck noch erfüllt. Es darf keine Einbahnstraße werden, in der Amerika Europa verteidigt, uns aber im Bedarfsfall Rechte für Stützpunkte und Überflüge verweigert werden.” — Marco Rubio via Reuters

Frankreich blockiert Munitionstransporte, Macron reagiert Frankreich verweigerte am Samstag, den 28. März, US-Flugzeugen mit Munition für Einsätze im Nahen Osten die Überluggenehmigung, was scharfe Kritik von Trump auf Truth Social auslöste. Trump warf Frankreich vor, „sehr wenig“ geholfen zu haben, und erklärte, die USA würden sich an diese Entscheidung „erinnern“. Der französische Präsident Emmanuel Macron reagierte während eines Staatsbesuchs in Japan indirekt: Er betonte den „Wert von Vorhersehbarkeit“ und warnte, dass Partner, die ohne Ankündigung den Kurs ändern, in Kalkulationen berücksichtigt werden müssten.

„Vorhersehbarkeit hat einen Wert. Wir sind hier und man weiß, wohin wir gehen. Das ist in der Ära, in der wir leben, schon sehr viel, glauben Sie mir.” — Emmanuel Macron via RFI

Frankreich gehört zu rund 20 Ländern, die sich Schutzmissionen für den Öltransit durch die Straße von Hormus verpflichtet haben. Französische Medien merkten jedoch an, dass keines dieser Länder angesichts iranischer Vergeltungsdrohungen militärische Risiken eingehen wolle. Trump erklärte daraufhin, die USA würden künftig „nichts mehr“ mit der Meerenge zu tun haben wollen. Er legte nahe, dass Länder, die darauf angewiesen sind – wobei er Frankreich namentlich nannte –, die Verantwortung für die Offenhaltung selbst tragen müssten. Laut Reuters-Quellen haben europäische Staatschefs Offensivoperationen gegen den Iran weitgehend abgelehnt; Frankreich und Italien stellten sich zudem gegen bestimmte US-israelische Militäraktionen.

Iran greift Tanker und Flughafen in Kuwait an Der Iran griff am frühen Mittwoch einen Tanker vor Katar sowie den Kuwait International Airport an. Damit setzte Teheran die Angriffe auf arabische Nachbarstaaten fort, obwohl das Land erstmals direkten Kontakt mit Washington über eine mögliche Waffenruhe einräumte. Die iranischen Revolutionsgarden drohten zudem 18 im Nahen Osten tätigen US-Unternehmen, darunter Microsoft, Google, Apple, Intel, IBM, Tesla und Boeing, mit Angriffen ab Mittwoch 20:00 Uhr Teheraner Zeit. Trump tat die Drohungen ab: „Sie haben nicht mehr viel übrig, mit dem sie drohen könnten.“ Unterdessen meldete Israel Luftangriffe im Libanon mit mindestens fünf Toten sowie Warnungen vor Beschuss aus dem Jemen und dem Iran. Die wirtschaftlichen Folgen verschärfen sich: Die Sorte Brent notierte über 104 US-Dollar pro Barrel, während die US-Benzinpreise erstmals seit 2022 die Marke von 4 US-Dollar pro Gallone überschritten.

104 (USD pro Barrel) — Preis für Brent-Rohöl, Anstieg um über 40 Prozent seit Kriegsbeginn

4 (USD pro Gallone) — Durchschnittlicher US-Benzinpreis, höchster Stand seit 2022

2026-02-28: 74, 2026-04-01: 104

Brent-Rohöl (USD/Barrel): 104, US-Benzinpreis (USD/Gallone): 4, Anstieg Brent seit Kriegsbeginn (%): 40

Mentioned People

  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • Masoud Pezeshkian — dziewiąty prezydent Iranu, sprawujący urząd od 2024 roku
  • Marco Rubio — 72. sekretarz stanu USA
  • Pete Hegseth — 29. sekretarz obrony USA
  • Karoline Leavitt — 36. rzeczniczka prasowa Białego Domu
  • Emmanuel Macron — prezydent Francji

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