Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben angekündigt, ab dem 1. April 2026 die Standorte von 18 US-Unternehmen im Nahen Osten anzugreifen. Betroffen sind Technologiegiganten wie Apple, Google und Microsoft, denen der Iran die Unterstützung US-israelischer Militäroperationen vorwirft. Die Drohung markiert eine erhebliche Eskalation im seit Februar 2026 andauernden Konflikt.
Angriffsdrohung gegen US-Konzerne
Die IRGC plant Angreife auf 18 Firmen, darunter Apple, Google und Microsoft, ab dem 1. April 2026.
Vorwurf der Spionage
Der Iran bezeichnet die Unternehmen als Unterstützer US-israelischer Militäroperationen.
Bisherige Schäden
Rechenzentren von Amazon sowie Infrastruktur von Siemens und AT&T wurden bereits Ziel iranischer Angriffe.
Politische Spannungen in der Koalition
US-Präsident Trump kritisiert mangelnde Unterstützung durch Frankreich und Großbritannien.
Irans Islamische Revolutionsgarde hat am Dienstag damit gedroht, die Niederlassungen von 18 US-Unternehmen im Nahen Osten anzugreifen. Die Angriffe sollen am 1. April 2026 um 20:00 Uhr Teheraner Zeit beginnen. Die IRGC bezeichnete die Firmen als „terroristische Spionageunternehmen“, die amerikanische und israelische Militäroperationen unterstützt hätten. Die Drohung wurde auf der Website „Sepah News“ veröffentlicht und nennt Technologiekonzerne wie Apple, Google, Meta und Microsoft sowie Hardware-Anbieter wie HP, Intel, IBM und Cisco. Auch Rüstungs- und Technologieunternehmen wie Boeing, Palantir, Oracle, Nvidia, Dell und Tesla stehen auf der Liste. In einer Erklärung, die von staatlichen Medien wie der Agentur Tasnim und Press TV verbreitet wurde, hieß es, die gelisteten Unternehmen müssten „im Gegenzug für jeden Terrorakt im Iran mit der Zerstörung ihrer jeweiligen Einheiten rechnen“. Die IRGC forderte Angestellte auf, ihre Arbeitsplätze „unverzüglich zu verlassen, um ihr Leben zu schützen“, und riet Anwohnern im Umkreis von einem Kilometer um potenzielle Ziele zur Evakuierung. Bisher haben weder die genannten Unternehmen noch US-Behörden öffentlich auf die Drohungen reagiert, wie Adevarul berichtet. Die Ankündigung stellt eine direkte Verschärfung des Krieges zwischen dem Iran und der US-israelischen Koalition dar, der am 28. Februar 2026 begann.
IRGC begründet Drohung mit operativer Rolle der Unternehmen Die Revolutionsgarde stellt die Drohung als Reaktion auf eine direkte Beteiligung der Unternehmen an der „Planung und Überwachung“ US-militärischer Ziele dar, meldet El Confidencial. Die Ankündigung sei erfolgt, nachdem die Vereinigten Staaten „Warnungen über die Notwendigkeit, terroristische Operationen einzustellen, ignoriert“ hätten. Bereits am 10. März hatte der Iran ähnliche Drohungen ausgestoßen und dabei insbesondere Palantir und Oracle genannt, die über dokumentierte Verbindungen zu US-Verteidigungsaufträgen verfügen. Laut Gizmodo wurde Oracle in den 1970er Jahren als Projekt der CIA gegründet, während Palantir im aktuellen Konflikt für Zielerfassungen genutzt werde. Der Iran zieht eine direkte Verbindung zwischen den kommerziellen Aktivitäten der Firmen in der Region und einer Teilnahme an „US-israelischen Terroroperationen“. US-Tech-Unternehmen unterhalten Büros in Jerusalem, Tel Aviv und Abu Dhabi, die allesamt in den Bereich möglicher Angriffe fallen könnten. Außenminister Abbas Araghchi erklärte am Dienstag im Staatsfernsehen, der Iran befinde sich in einer „stärkeren Position“ und verfüge über Kapazitäten, die bisher noch nicht eingesetzt wurden.
„„Als Reaktion auf diese terroristische Operation werden fortan die wichtigsten Institutionen, die an terroristischen Aktivitäten beteiligt sind, als legitime Ziele betrachtet.“” — IRGC-Erklärung via Press TV
Angriffe auf Amazon-Rechenzentren und israelische Infrastruktur Die aktuelle Drohung folgt auf eine Reihe iranischer Schläge gegen US-nahe Infrastruktur seit Kriegsbeginn. Laut Gizmodo unter Berufung auf den Sender CNBC traf der Iran in der ersten Woche des Konflikts zwei Rechenzentren von Amazon Web Services in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie eines in Bahrain. Dies habe zu Stromausfällen und Wasserschäden geführt. Am Dienstag meldete die Armee der Islamischen Republik zudem Angriffe mit Kamikaze-Drohnen auf strategische Kommunikations- und Industriezentren von Siemens, Telecom und AT&T am israelischen Flughafen Ben Gurion sowie in Haifa, wie La Razón und eldiario.es berichten. Iranische Behörden verzeichneten seit Konfliktbeginn mindestens 1.332 Tote und über 10.000 Verletzte, wobei die offiziellen Zahlen zuletzt nicht aktualisiert wurden. Die Nichtregierungsorganisation HRANA beziffert die Gesamtzahl der Todesopfer im Iran auf mindestens 3.492, darunter 1.574 Zivilisten. Zudem wurden mehr als ein Dutzend hochrangige iranische Vertreter getötet, darunter der ehemalige Oberste Führer Ali Chamenei und der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani.
Trump kritisiert Frankreich und Großbritannien bei unklaren Kriegszielen US-Präsident Donald Trump kritisierte am Dienstag auf der Plattform Truth Social europäische Verbündete. Er warf insbesondere Frankreich und Großbritannien mangelnde Unterstützung bei der Militärlogistik vor. Frankreich habe US-Versorgungsflügen nach Israel die Überquerung des eigenen Luftraums untersagt; Trump erklärte hierzu, die USA würden sich an diese fehlende Unterstützung „erinnern“. Er kritisierte zudem Länder, die Hilfe verweigerten und nun mit den energetischen Folgen der iranischen Blockade der Straße von Hormus konfrontiert seien. Ein Bericht von Reuters vom 30. März 2026 deutete an, dass Trump gegenüber Beratern Bereitschaft signalisiert habe, den Krieg auch ohne eine Wiedereröffnung der Meerenge zu beenden. Die langfristigen strategischen Ziele bleiben laut Gizmodo unklar: Trump hatte versprochen, Kriege zum Sturz von Regimen zu vermeiden, forderte jedoch gleichzeitig die Kontrolle über Ölvorräte und deutete eine mögliche Bodeninvasion an. Mojtaba Chamenei, der im März 2026 die Nachfolge seines Vaters als Oberster Führer antrat, gilt als Hardliner, was eine diplomatische Lösung erschwert.
Wichtige Ereignisse im US-israelischen Krieg gegen den Iran: — ; — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Mojtaba Khamenei — trzeci najwyższy przywódca Iranu od marca 2026 roku
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Ali Khamenei — drugi najwyższy przywódca Iranu od 1989 roku do momentu zabójstwa w 2026 roku
Sources: 10 articles
- Iranul a publicat lista cu 18 companii americane din Orient pe care le amenință: Microsoft și Google, printre ele (Libertatea)
- Iran threatens imminent attacks on US tech companies in the Middle East (engadget)
- Trump dice ahora que la guerra no durará "mucho más" mientras Irán amenaza con ataques a empresas de EEUU en la región (LaSexta)
- Ve středu zaútočíme na americké technologické firmy, hrozí Írán. Na seznamu jich má 18 (Novinky)
- Iran threatens to strike US-owned infrastructure in the Middle East (POLITICO)
- Apple, Google und Co. im Visier: Irans Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf US-Konzerne (N-tv)
- Iran dreigt ermee om woensdag Amerikaanse techgiganten aan te vallen: "Personeel moet op een kilometer van bedrijf blijven (De Standaard)
- Iran Threatens to Attack U.S. Tech Companies Starting April 1 (Gizmodo)
- Irão. Guarda Revolucionária ameaça atacar empresas dos EUA se mais responsáveis forem mortos (Observador)
- LIVE | Iran dreigt met aanvallen op Amerikaanse techbedrijven Apple, Google en Meta (Telegraaf)