Revolut hat für 2025 einen Vorsteuergewinn von 1,7 Milliarden Pfund ausgewiesen und damit einen neuen Höchstwert erreicht. Der Umsatz stieg um 46 Prozent auf 4,5 Milliarden Pfund, während die Kundenzahl weltweit weiter kräftig zunahm. Zugleich erhielt das Unternehmen 2026 die volle britische Banklizenz und beantragte im selben Monat eine Lizenz in den USA.

Rekordergebnis für 2025

Revolut meldete einen Vorsteuergewinn von 1,7 Milliarden Pfund und einen Umsatzanstieg auf 4,5 Milliarden Pfund.

Wichtige Regulierungsschritte

Das Unternehmen erhielt im März 2026 die volle britische Banklizenz und beantragte zugleich eine Lizenz in den USA.

Kundenwachstum in mehreren Märkten

Die Privatkundenzahl stieg auf 68,3 Millionen, die Geschäftskunden auf 767.000. In Spanien und der Schweiz legte Revolut besonders stark zu.

Revolut hat für 2025 einen Vorsteuergewinn von 1,7 Milliarden Pfund ausgewiesen, was nach Angaben von Reuters einem Anstieg um 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der britische Fintech-Anbieter veröffentlichte seine Jahreszahlen am Dienstag. Der Umsatz kletterte um 46 Prozent auf 4,5 Milliarden Pfund. Dazu trugen unter anderem mehr Kunden bei, die kostenpflichtige Premium-Tarife abonnierten. Die weltweite Zahl der Privatkunden erreichte Ende 2025 68,3 Millionen, nach 52,5 Millionen im Jahr 2024. Das entspricht einem Zuwachs von rund 16 Millionen innerhalb eines Jahres. Auch das Geschäftskundensegment wuchs und legte um 33 Prozent auf 767.000 zu. Die Zahlen gingen mit zwei wichtigen regulatorischen Schritten einher: Revolut erhielt im März 2026 eine volle, unbeschränkte UK banking licence und reichte im selben Monat einen Antrag auf eine US-Banklizenz ein. £1.7bn (GBP) — Revolut-Vorsteuergewinn, Rekordwert 2025

Revolut wurde im Juli 2015 von Nik Storonsky und Vlad Yatsenko gegründet und hat sich von einer Prepaid-Reisekarte zu einer der größten digitalen Bankplattformen Europas entwickelt. Das Unternehmen hatte 2021 erstmals eine britische Banklizenz beantragt; das Verfahren zog sich fast fünf Jahre hin. Im Juli 2024 erhielt Revolut zunächst eine eingeschränkte Lizenz, bevor im März 2026 die volle, unbeschränkte Genehmigung folgte. Bei einer Finanzierungsrunde 2024 wurde Revolut mit 75 Milliarden US-Dollar bewertet und gehörte damit zu den wertvollsten privaten Technologieunternehmen in Europa.

Zu den Gewinnzahlen gibt es unterschiedliche Angaben. ANSA berichtete von einem Nettogewinn von rund 1,3 Milliarden Pfund nach einem Plus von 65 Prozent, während Reuters einen Vorsteuergewinn von 1,7 Milliarden Pfund und damit ein Plus von 57 Prozent nannte. Der Unterschied erklärt sich aus der Abgrenzung zwischen Nettogewinn und Vorsteuergewinn. Ein separater Verweis auf eine Websuche nannte für 2024 einen Gewinnanstieg von mehr als 150 Prozent; dieser Wert bezieht sich jedoch auf die Wachstumsrate des vorangegangenen Geschäftsjahres und nicht auf 2025.

Britische Lizenz ebnet den Weg für Kreditgeschäft nach fünf Jahren Die volle britische Banklizenz, die von der Prudential Regulation Authority erteilt wurde, beendet ein Regulierungsverfahren, das begann, als Revolut 2021 erstmals einen Antrag stellte. Das Unternehmen hat bereits damit begonnen, Girokonten für eine kleine Zahl neuer Kunden im Vereinigten Königreich auszurollen, und plant, dies in den kommenden Wochen schrittweise auszuweiten. Die 13 Millionen Kunden von Revolut im Vereinigten Königreich sollen künftig Zugang zu einem breiteren Angebot an Bankprodukten erhalten, darunter auch Kredite. In Litauen führte der Konzern im Mai 2025 zudem eine Anschlussfinanzierung für Immobilienkredite ein und baute dort ein Hypothekenportfolio von fast 90 Millionen Pfund auf. Finanzchef Victor Stinga wollte am Dienstag keinen konkreten Zeitplan für den Start irischer Hypotheken nennen. Er sagte, das Unternehmen wolle sicherstellen, dass das Produkt einen echten Wettbewerbsbeitrag leiste, bevor es auf den Markt komme. Revolut hatte Ende 2025 in Irland 3,3 Millionen Kunden, das waren 10 Prozent mehr als 2024. Die Kundenguthaben in dem Land stiegen um 56 Prozent, die Kreditbestände um 73 Prozent. Das Unternehmen ist inzwischen in mehr als 30 seiner 40 Märkte weltweit als lizenzierte Bank tätig. „As we transition into a truly global bank, we are proving that our technology-driven operating model continues to drive rapid expansion and record profitability. A decade into this journey, we have only just begun to show what is possible.” — Nik Storonsky via The Guardian

Spanien wird drittgrößter Markt, Schweiz überschreitet eine Million Kunden Spanien hat sich nach Angaben von La Vanguardia zum drittgrößten Markt von Revolut weltweit entwickelt, hinter dem Vereinigten Königreich und Frankreich. Das Unternehmen gewann 2025 in Spanien 2 Millionen Kunden hinzu, was einem Plus von 45 Prozent entspricht. Damit stieg die Gesamtzahl laut von Revolut zitierten Inmark-Daten auf 6,3 Millionen. Rund 27.000 spanische Unternehmen nutzen Revolut, um Finanzen, Ausgaben und Firmenkarten zu verwalten. Revolut vergrößerte seine Belegschaft in Spanien um 55 Prozent auf 1.600 Beschäftigte und plant mit den neuen Büros in Barcelona und Madrid die Einstellung von weiteren 800 Menschen. Das Unternehmen hat in beiden Städten 50 Geldautomaten aufgestellt und will die Zahl bis 2030 auf 200 erhöhen. In der Schweiz gewann Revolut 2025 nach eigenen, von SWI swissinfo.ch berichteten Angaben mehr als 240.000 neue Kunden hinzu. Damit überschritt der Schweizer Kundenstamm die Marke von einer Million. Revolut verfügt in der Schweiz bislang nicht über eine Banklizenz und ist dort nur mit einer Genehmigung der Finanzmarktaufsicht FINMA als lokale Vertretung tätig.

Vereinigtes Königreich: 13, Spanien: 6,3, Irland: 3,3, Schweiz: 1

Krypto und KI gelten als Reputationsrisiko wegen hohem Energiebedarf Revolut warnte in seinem Geschäftsbericht 2025, dass die Unterstützung energieintensiver Branchen zu Reputationsschäden führen könne. Das Unternehmen schrieb, veränderte Einstellungen gegenüber Aktivitäten wie künstlicher Intelligenz, Metallabbau und prominenten Kryptowährungen „könnten auch die Nachfrage nach Revolut-Diensten beeinflussen und Reputationsrisiken mit sich bringen“. Der Hinweis erfolgt in einer Phase, in der der Wettbewerb um Stromversorgung zugenommen hat und die Energiepreise nach der US-israelischen Militäroperation gegen den Iran, die Ende Februar 2026 begann, deutlich gestiegen sind. Revolut bietet Kryptohandel als Teil seiner Vermögensprodukte an. Diese Sparte erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von 663 Millionen Pfund, 31 Prozent mehr als im Vorjahr, getragen von Handelsgeschäften mit Kryptowährungen und Aktien. Die Aboerlöse für die verschiedenen Tarife — bis hin zu 55 Euro pro Monat für die Revolut-Ultra-Karte — stiegen um 67 Prozent auf 708 Millionen Pfund. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis Mitte 2027 weltweit 100 Millionen Kunden zu erreichen, nach 68,3 Millionen Ende 2025. Storonsky, der bestbezahlte Direktor, erhielt im vergangenen Jahr ein Gehalt von 401.000 Pfund, nach 397.000 Pfund im Jahr 2024, und profitierte zudem nach Angaben von The Guardian von einem geldwerten Vorteil zwischen 200 Millionen und 300 Millionen US-Dollar aus einem Aktienverkauf.

2024: 1,1, 2025: 1,7

Revolut-Kennzahlen: 2024 vs. 2025: Vorsteuergewinn (before: 1,1 Milliarden Pfund (2024), after: 1,7 Milliarden Pfund (2025)); Umsatz (before: rund 3,1 Milliarden Pfund (2024), after: 4,5 Milliarden Pfund (2025)); Privatkunden (before: 52,5 Millionen (Ende 2024), after: 68,3 Millionen (Ende 2025)); Geschäftskunden (before: rund 577.000 (2024), after: 767.000 (2025))

Mentioned People

  • Nik Storonsky — Współzałożyciel i prezes Revoluta oraz założyciel firmy venture capital QuantumLight
  • Victor Stinga — Dyrektor finansowy Revoluta

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