Leonid Radvinsky, ukrainisch-amerikanischer Milliardär und Mehrheitsinhaber von OnlyFans, ist am 23. März 2026 im Alter von 43 Jahren an Krebs gestorben. Die Muttergesellschaft Fenix International bestätigte den Tod am Montag. Er fällt in eine Phase laufender Gespräche über einen möglichen Verkauf von Anteilen an der Plattform.

Tod mit 43 Jahren bestätigt

Fenix International bestätigte, dass Leonid Radvinsky am 23. März 2026 im Alter von 43 Jahren an Krebs gestorben ist. Die Familie bat um Privatsphäre.

OnlyFans unter seiner Führung hochprofitabel

Seit der Übernahme der Mehrheitsbeteiligung 2018 entwickelte sich OnlyFans zu einer der profitabelsten digitalen Plattformen. 2024 lag der Umsatz bei rund 1,4 Milliarden Dollar.

Vermögen auf 4,7 Milliarden Dollar geschätzt

Forbes schätzte Radvinskys Vermögen laut Europa Press auf 4,7 Milliarden Dollar. Damit stand er auf Platz 869 der globalen Reichenliste.

Verkauf von 60 Prozent wurde sondiert

Nach Berichten mehrerer Medien prüfte Radvinsky vor seinem Tod den Verkauf eines 60-Prozent-Anteils. Die Bewertung lag je nach Quelle zwischen 5,5 und 8 Milliarden Dollar.

Plattform bleibt umstritten

OnlyFans profitierte während der Pandemie stark vom digitalen Wandel in der Erwachsenenbranche. Zugleich gab es wiederholt Kontroversen, darunter schwere Vorwürfe aus einer Reuters-Recherche von 2024.

Leonid Radvinsky, der ukrainisch-amerikanische Milliardär und Eigentümer der Abo-Plattform für Erwachsenen-Inhalte OnlyFans, ist am 23. März 2026 im Alter von 43 Jahren an Krebs gestorben. Die Muttergesellschaft OnlyFans Fenix International bestätigte den Todesfall am Montag in einer Erklärung. „Mit großer Betroffenheit geben wir den Tod von Leo Radvinsky bekannt. Leo ist nach langem Kampf gegen den Krebs friedlich gestorben” — OnlyFans spokesperson via Reuters Das Unternehmen teilte weiter mit, die Familie habe um Privatsphäre gebeten. Radvinsky wurde in der Hafenstadt Odessa in der Ukraine geboren und emigrierte als Kind mit seiner Familie nach Chicago. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Northwestern University und begann dem Wall Street Journal zufolge, auf das sich The Guardian berief, bereits als Teenager mit dem Betrieb pornografischer Websites. Zuletzt lebte er in Florida und hielt während seiner gesamten Laufbahn ein auffallend zurückgezogenes Profil.

Von Odessa zu einem Vermögen von 4,7 Milliarden Dollar Radvinsky übernahm 2018, zwei Jahre nach dem Start der Plattform, die Mehrheitsbeteiligung an Fenix International von den OnlyFans-Gründern Guy und Tim Stokely. Unter seiner Kontrolle entwickelte sich OnlyFans zu einer der profitabelsten digitalen Plattformen der Welt. Bis 2024 zählte die Plattform mehr als 4,6 Millionen Creator-Konten und erzielte einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Dollar. Das Geschäftsmodell sieht eine Provision von 20 Prozent auf Abonnements und Inhaltsverkäufe vor, während die übrigen 80 Prozent direkt an die Anbieter gehen. Nach Angaben von pb.pl zahlte sich Radvinsky seit 2021 Dividenden von insgesamt rund 1,8 Milliarden Dollar aus, darunter eine im August des vergangenen Jahres angekündigte Dividende von 700 Millionen Dollar. Forbes schätzte sein Vermögen zum Zeitpunkt seines Todes laut Europa Press auf 4,7 Milliarden Dollar. Damit lag er im weltweiten Vermögensranking des Magazins auf Platz 869. Vor der Übernahme von OnlyFans hatte Radvinsky mit Cybertania ein weiteres Unternehmen im Geschäft mit Erwachsenen-Inhalten gegründet sowie MyFreeCams, das pb.pl als einen der Pioniere kostenpflichtiger Online-Übertragungen bezeichnete.

Jahresumsatz: 1.4, Radvinskys gesamte Dividenden seit 2021: 1.8, Forbes-Schätzung des Vermögens: 4.7

Verkaufsgespräche bewerteten die Plattform mit bis zu 8 Milliarden Dollar Radvinskys Tod fällt in eine Phase aktiver Verhandlungen über die künftigen Eigentumsverhältnisse von OnlyFans. Mit den Vorgängen vertraute Personen, auf die sich Bloomberg und mehrere andere Medien beriefen, hatten berichtet, dass er den Verkauf eines Anteils von 60 Prozent an dem Unternehmen sondiert habe. Die Bewertungen in diesen Gesprächen reichten je nach Quelle von 5,5 Milliarden bis 8 Milliarden Dollar. Die in San Francisco ansässige Investmentgesellschaft Architect Capital hatte Gespräche darüber geführt, ein mögliches Angebot anzuführen, das Eigenkapital und rund 2 Milliarden Dollar an Fremdfinanzierung verbinden sollte. Diese Gespräche befanden sich nach Angaben einer mit dem Vorgang vertrauten Person, die anonym bleiben wollte, im Februar noch in einem frühen Stadium. Im Jahr 2024 übertrug Radvinsky seine Anteile an OnlyFans laut The Guardian in einen Trust. Durch seinen Tod stellen sich nun offene Fragen zur Eigentümerstruktur und zur künftigen Ausrichtung der Plattform. 20 minutos berichtete, es sei unklar, ob er Erben hinterlassen habe.

OnlyFans stake sale valuation range: Unteres Ende der Unternehmensbewertung (before: Gespräche liefen noch (Radvinsky lebte), after: $5.5 billion (laut Bloomberg/pb.pl)); Oberes Ende der Unternehmensbewertung (before: Gespräche liefen noch (Radvinsky lebte), after: $8 billion (laut The Guardian)); Struktur des Angebots von Architect Capital (before: Gespräche befanden sich im Februar 2026 in einem frühen Stadium, after: ~$2 billion in Eigen- und Fremdfinanzierung)

Der Pandemie-Boom der Plattform war von Kontroversen begleitet OnlyFans wuchs während der COVID-19-Pandemie stark, als Kontaktbeschränkungen Darsteller der Erwachsenenfilmbranche und Sexarbeiter dazu veranlassten, online nach alternativen Einnahmequellen zu suchen. Die Plattform funktioniert ähnlich wie soziale Netzwerke wie Instagram: Anbieter können Inhalte hinter einer Bezahlschranke veröffentlichen und mit zahlenden Abonnenten über private Nachrichten kommunizieren. Trotz wiederholter Versuche, auch Kreative aus dem Mainstream zu gewinnen, darunter Sportler, Musiker und Fitness-Influencer, blieb pornografischer Inhalt das prägende Produkt der Plattform. 2021 kündigte OnlyFans laut The Guardian kurzzeitig ein Verbot sexuell expliziter Inhalte an, nahm diese Entscheidung jedoch rasch wieder zurück. An ernsten Kontroversen fehlte es der Plattform nicht: Eine Reuters-Recherche aus dem Jahr 2024, auf die sich The Guardian berief, berichtete von Frauen, die angaben, zur Erzielung von Einnahmen auf der Seite sexuell versklavt worden zu sein. Radvinsky, den 20 minutos als eine der verschwiegensten Figuren des Technologiesektors beschrieb, gab während seiner Zeit als Eigentümer nur selten Interviews und vermied Medienauftritte weitgehend. Laut pb.pl unterstützte er philanthropische Zwecke, darunter das Memorial Sloan Kettering Cancer Center, Initiativen für Open-Source-Software und Tierschutzorganisationen.

OnlyFans wurde 2016 vom britischen Unternehmer Tim Stokely und seinem Vater Guy Stokely gegründet. Radvinsky erwarb 2018 eine Mehrheitsbeteiligung an der Muttergesellschaft der Plattform, Fenix International. Während der COVID-19-Pandemie gewann die Plattform als Einkommensquelle für Anbieter von Erwachsenen-Inhalten große öffentliche Aufmerksamkeit. Bis 2024 war sie auf mehr als 377 Millionen registrierte Nutzer und mehr als 4,6 Millionen Creator-Konten gewachsen und erzielte 1,4 Milliarden Dollar Jahresumsatz.

Mentioned People

  • Leonid Radvinsky — Ukraińsko-amerykański przedsiębiorca i programista komputerowy działający w Wielkiej Brytanii; większościowy właściciel OnlyFans.
  • Guy Stokely — Współzałożyciel OnlyFans, który sprzedał swoje udziały Radvinsky’emu w 2018 roku.
  • Tim Stokely — Współzałożyciel OnlyFans, który sprzedał swoje udziały Radvinsky’emu w 2018 roku.

Sources: 58 articles