Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine 32-stündige Waffenruhe angekündigt, die am Samstag um 15:00 Uhr MESZ beginnen soll. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Teilnahme Kiews und verwies darauf, dass sein Land diesen Schritt bereits zuvor vorgeschlagen hatte. Die Kampfpause soll bis zum Ende des Ostersonntags am 12. April andauern.
32-stündige Waffenruhe
Die Kampfpause soll am Samstag um 15:00 Uhr MESZ beginnen und bis zum Ende des Ostersonntags dauern.
Zustimmung beider Seiten
Nach Putins Anordnung bestätigte auch Selenskyj die Einhaltung der Ruhe, verwies jedoch auf die Eigeninitiative Kiews.
Skepsis aufgrund der Vergangenheit
Frühere Waffenruhen im Jahr 2025 wurden durch gegenseitige Vorwürfe von Truppenverlegungen und Verstößen überschattet.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine 32-stündige Waffenruhe in der Ukraine angekündigt, die am Samstag, dem 11. April, um 16:00 Uhr Moskauer Zeit (15:00 Uhr MESZ) beginnen und bis zum Ende des Ostersonntags am 12. April dauern soll. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass Kiew die Waffenruhe einhalten werde. Die Unterbrechung der Kampfhandlungen fällt mit dem orthodoxen Osterfest zusammen, das in diesem Jahr von Gläubigen in beiden Ländern am 12. April begangen wird. Putin erließ die Anordnung auf Basis einer Entscheidung des Oberbefehlshabers und wies Verteidigungsminister Andrej Beloussow sowie Generalstabschef Waleri Gerassimow an, die Kampfhandlungen an allen Frontabschnitten für die Dauer der Ruhe einzustellen. Gleichzeitig teilte der Kreml mit, dass die russischen Truppen bereitbleiben müssten, um Provokationen oder aggressive Handlungen der Gegenseite zu unterbinden.
Selenskyj: Kiew schlug die Waffenruhe zuerst vor Selenskyj bestätigte die Beteiligung der Ukraine in sozialen Netzwerken und ordnete die Waffenruhe in den Kontext von Vorschlägen ein, die Kiew bereits seit Ende März unterbreitet habe. „Wir haben eine Waffenruhe über die Osterfeiertage in diesem Jahr vorgeschlagen und werden entsprechend handeln.” — Wolodymyr Selenskyj via N-tv Er fügte hinzu, dass die Menschen ein Osterfest ohne Bedrohungen und echte Schritte in Richtung Frieden benötigten; Russland habe zudem die Chance, auch nach Ostern nicht zu den Angriffen zurückzukehren. Der ukrainische Präsident hatte in den Wochen vor der Ankündigung wiederholt eine Pause während der Osterzeit gefordert. Deutsche Kommentatoren merkten an, dass die Abfolge der Ereignisse – erst der Vorschlag aus Kiew, dann die einseitige Ankündigung aus Moskau – Putins Geste einen kalkulierten Charakter verleihe. Einige Medien bezeichneten den Schritt eher als zynisches Manöver denn als humanitäre Initiative.
Frühere Waffenruhen scheiterten an gegenseitigen Vorwürfen Die großangelegte russische Invasion in der Ukraine begann im Februar 2022 und dauert nun seit mehr als vier Jahren an. Vorangegangene temporäre Waffenruhen in diesem Konflikt verliefen meist erfolglos: Zu Ostern 2025 verkündete Putin eine 30-stündige Ruhe am Karsamstag, und eine weitere Kampfpause wurde während der Gedenktage zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai desselben Jahres ausgerufen. In jedem dieser Fälle beschuldigten sich beide Seiten gegenseitig der Verstöße sowie der Nutzung der Ruhephasen für Truppenverlegungen und Aufrüstung. Einen Vorschlag für eine weihnachtliche Waffenruhe hatte Putin in einer früheren Phase des Konflikts abgelehnt. Das Muster kurzlebiger Waffenruhen, die unter gegenseitigen Anschuldigungen zusammenbrechen, überschattet die aktuelle Ankündigung. Beide Seiten haben sich in der Vergangenheit vorgeworfen, Zeitfenster der Ruhe zur Neupositionierung von Kräften zu missbrauchen, statt die Kämpfe ernsthaft einzustellen. Die Erklärung des Kremls, wonach Truppen zur „Unterbindung von Provokationen“ bereitstehen müssen, signalisiert, dass Moskau die Waffenruhe nicht als bedingungslos betrachtet. Beobachter wiesen darauf hin, dass die Waffenruhe von Moskau einseitig verkündet und nicht gemeinsam mit Kiew ausgehandelt wurde – ein strukturelles Merkmal, das Analysten historisch mit weniger beständigen Pausen in Verbindung bringen. 32 (Stunden) — Dauer der angekündigten Oster-Waffenruhe
Umfassende Friedensgespräche bleiben trotz Osterruhe ausgesetzt Die Ankündigung der Oster-Waffenruhe erfolgt vor dem Hintergrund eines Krieges, der bisher allen diplomatischen Bemühungen um eine dauerhafte Lösung getrotzt hat. In deutschen Kommentaren wurde Putins Darstellung des Konflikts als „Heiliger Krieg“ als Teil eines Narrativs gewertet, in dem religiöse Kurzzeit-Waffenruhen ebenso sehr propagandistischen wie humanitären Zwecken dienen. Die Mitteilung des Kremls, man gehe davon aus, dass die ukrainische Seite dem Beispiel der Russischen Föderation folgen werde, wurde vielfach so gedeutet, dass die Verantwortung für die Einhaltung Kiew zugeschoben wird, während Moskau sich die Option offen hält, jede Wiederaufnahme der Kämpfe als Reaktion auf Provokationen zu rechtfertigen. Selenskyjs Reaktion zielte im Gegensatz dazu darauf ab, die Waffenruhe als Fortführung einer ukrainischen Initiative und nicht als Zugeständnis zu russischen Bedingungen darzustellen. Ob die 32-stündige Pause Bestand haben wird oder der Entwicklung früherer Waffenruhen folgt, wird sich mit deren Beginn am Samstagnachmittag zeigen.
Mentioned People
- Vladimir Putin — Rosyjski polityk, prezydent Rosji sprawujący urząd od 2012 roku
- Volodymyr Zelenskyy — Ukraiński polityk, od 2019 roku szósty prezydent Ukrainy
- Andrey Belousov — Rosyjski polityk i ekonomista, minister obrony od maja 2024 roku
- Valery Gerasimov — Rosyjski generał armii, szef Sztabu Generalnego Sił Zbrojnych Federacji Rosyjskiej od 2012 roku
Sources: 33 articles
- Ukraine-Krieg: Verstöße gegen Osterwaffenruhe (Deutsche Welle)
- Russland bricht Waffenruhe über 2000 Mal (Blick.ch)
- Ukraine: Russland bricht Putins Osterwaffenruhe 2299 Mal (Focus)
- Waffenruhe: Ukraine und Russland melden Verstöße gegen Feuerpause (ZEIT ONLINE)
- Angriffe mit Drohnen und Erstürmungen: Ukraine beklagt Verstösse gegen Osterwaffenruhe (watson.ch/)
- Die Lage im Überblick: Ukraine beklagt Hunderte Verstöße gegen Osterwaffenruhe (Der Tagesspiegel)
- Ukraine News: Ukraine beklagt Hunderte Verstöße gegen Osterwaffenruhe (Süddeutsche Zeitung)
- Verstöße gemeldet: Brüchige Waffenruhe in Ukraine (newsORF.at)
- Ukraine-Krieg: Kyjiw meldet zahlreiche Verstöße gegen Oster-Feuerpause (Spiegel Online)
- Orthodoxes Osterfest: Innerhalb weniger Stunden - Ukraine wirft Russland 469 Verstöße gegen Waffenruhe vor - WELT (DIE WELT)