
Friedensabkommen zwischen USA und Iran angekündigt, israelischer Luftangriff verzögert elektronische Unterzeichnung
Pakistan kündigte am Sonntag einen Friedensrahmen zwischen USA und Iran an, aber ein israelischer Luftangriff auf die Vororte von Beirut stellte die elektronische Unterzeichnung in Frage, während der iranische Chefverhandler davor warnte, dass der diplomatische Weg gefährdet sei.
Einigung erzielt
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif gab auf X bekannt, dass nach intensiven Gesprächen ein Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran erzielt worden sei. Das Abkommen sieht eine sofortige und dauerhafte Einstellung aller militärischen Operationen vor, auch an der libanesischen Front. Die offizielle Unterzeichnungszeremonie ist für Freitag, den 19. Juni, in der Schweiz geplant. Der US-Präsident Donald Trump hatte Axios zuvor mitgeteilt, dass ein Rahmenwerk ‚in wenigen Stunden‘ am Sonntag, seinem 80. Geburtstag, elektronisch unterzeichnet werden würde. Der Durchbruch erfolgt nach Wochen indirekter Verhandlungen unter Vermittlung Pakistans und Katars nach den erneuten Zusammenstößen in der vergangenen Woche.
Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns, bekannt zu geben, dass ein Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran erzielt wurde.
Israelische Angriffe durchkreuzen den Zeitplan
Stunden vor der erwarteten elektronischen Unterzeichnung feuerte die Hisbollah Sprengstoffdrohnen auf den Norden Israels ab. Die israelische Luftwaffe reagierte mit Angriffen auf die südlichen Vororte von Beirut, bekannt als Dahija, und nahm nach eigenen Angaben die Infrastruktur der Hisbollah ins Visier. Der libanesische Zivilschutz meldete mindestens drei Tote und sechs Verletzte. Trump sagte, der israelische Angriff ‚hätte nicht passieren dürfen‘, besonders an einem Tag, an dem ein Friedensabkommen so nah war. Die elektronische Unterzeichnung verzögerte sich um mehrere Stunden.
- Israelische Luftangriffe auf Dahija, südlicher Vorort von Beirut, töten mindestens drei
- Pakistans Premierminister kündigt US-Iran-Friedensabkommen an
- Trump sagt Axios, Unterzeichnung werde trotz Verzögerung in Stunden erfolgen
- Irans Ghalibaf sagt, die Unfähigkeit der USA, Israel zu zügeln, gefährde die Diplomatie
- Offizielle Unterzeichnungszeremonie in der Schweiz geplant
Iran spaltet sich über die neue Realität
Der iranische Parlamentssprecher und Chefverhandler Mohammad Bagher Ghalibaf reagierte scharf. Er postete, dass es, wenn die USA Israel weder zurückhalten noch ihre Zusagen einhalten könnten, ‚keinen Sinn habe, den diplomatischen Weg fortzusetzen.‘ Der iranische Oberste Nationale Sicherheitsrat warnte, dass die Verbrechen Israels ‚nicht unbeantwortet bleiben werden.‘ Doch Präsident Masoud Pezeshkian sagte Journalisten, dass der Rat auf dem ‚Weg des Dialogs‘ mit Washington bleibe. Der Sprecher des Außenministeriums, Esmail Bakaei, wies Trumps Sonntagsfrist zurück und sagte, eine Unterzeichnung werde ‚in den kommenden Tagen‘ stattfinden.
Wenn Sie weder den Willen noch die Fähigkeit haben, Ihre Verpflichtungen zu erfüllen, hat es keinen Sinn, den diplomatischen Weg fortzusetzen.
Die Antwort der Kämpfer des Islam steht unmittelbar bevor.
Trumps Zorn auf Netanyahu
In einem Interview mit Axios ließ Trump seinem Zorn über den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu freien Lauf. ‚Das ist so schlimm – ich konnte es nicht glauben. Eine Stunde bevor wir das Abkommen unterzeichnen sollten. Warum muss Bibi einen verdammten Angriff starten? Ich war so wütend. Er hat absolut kein Urteilsvermögen.‘ Trump sagte, der Drohnenangriff der Hisbollah habe keine Opfer gefordert und sei ‚bedeutungslos‘ gewesen, und forderte Israel und die Hisbollah auf, alle Angriffe einzustellen. Er bezeichnete die US-Marineblockade gegen den Iran als ‚mächtig‘, effektiver als Bombardierungen.
Das ist so schlimm – ich konnte es nicht glauben. Eine Stunde bevor wir das Abkommen unterzeichnen sollten. Warum muss Bibi einen verdammten Angriff starten? Ich war so wütend. Er hat absolut kein Urteilsvermögen.
Was das Abkommen ändern würde
Trump skizzierte die Bestimmungen des Rahmenwerks in einem Interview mit dem Wall Street Journal: Der Iran werde keine Atomwaffen anstreben, die Straße von Hormus werde sofort wieder geöffnet, die US-Sanktionen würden aufgehoben (ohne Barzahlungen), und strenge Überprüfungskontrollen würden eingeführt. Die Entfernung von gelagertem Nuklearmaterial aus dem Iran sei keine unmittelbare Priorität, so Trump. Iranische Beamte bestehen jedoch darauf, dass jedes endgültige Abkommen von einer umfassenden Waffenruhe im Libanon abhängt.
Nächste Schritte
Die offizielle Unterzeichnungszeremonie ist für Freitag in der Schweiz geplant. Trump sagte voraus, dass die verzögerte elektronische Unterschrift noch am Sonntagabend erfolgen könnte, aber Teheran hat diesen Zeitplan nicht bestätigt. Der US-iranische Rahmen bleibt fragil und ruht auf der Ruhe an der israelisch-libanesischen Front.

