Diplomatie · Washington, D.C.
Trump erteilt Ukraine Patriot-Raketenlizenzen, während er sich öffentlich von Netanjahus Iran-Agenda distanziert
Das Weiße Haus empfing am Dienstag nacheinander den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Dabei gab es für Kiew eine Patriot-Raketenproduktionsvereinbarung, für Netanjahu jedoch eine öffentliche Rüge wegen des Iran.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von RFI, Irish Examiner, Jornal Expresso und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Netanjahu bezeichnete sein Treffen mit Trump als „eines der besten Gespräche“ mit einem US-Präsidenten, während israelische Medien von einer „kalten Dusche“ und einer Distanzierung durch den US-Präsidenten berichteten.
Trump rügte Netanjahu öffentlich für öffentliche Ankündigungen zum iranischen Atomprogramm und erklärte: „Ich brauche keine Informationen von ihm“ und das Problem sei „nicht so ein großes Problem“.
Selenskyj gab bekannt, dass Trump zugestimmt habe, Lizenzen für die Produktion von Patriot-Luftabwehrraketen und deren gemeinsame Produktion mit US-Rüstungsunternehmen zu gewähren.
Sowohl Selenskyj als auch Netanjahu waren zur Beerdigung von Senator Lindsey Graham in Washington, einem entschiedenen Ukraine-Unterstützer, der diesen Monat im Alter von 71 Jahren unerwartet verstarb.
Donald Trump empfing am Dienstag den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu getrennten Treffen im Oval Office. Die beiden Staatsführer hielten sich in Washington auf, um an der Beerdigung des republikanischen Senators Lindsey Graham teilzunehmen. Die beiden parallel stattfindenden Gespräche, die das Weiße Haus als „positiv und produktiv“ bezeichnete, brachten ein konkretes Ergebnis (eine Patriot-Raketenproduktionslizenz für Kiew) und einen scharfen öffentlichen Bruch in der Iran-Politik.
Ein Patriot-Deal für Kiew
Selenskyj verbrachte etwas mehr als eine Stunde mit Trump. Die Gespräche fanden statt, während Kiew und Moskau ihre Angriffe mit weitreichenden Waffen verschärften und die von den USA geführten diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges weiterhin ins Stocken geraten waren. Der ukrainische Präsident drängte auf Lizenzen zur Produktion von Patriot-Luftabwehrraketen und zur gemeinsamen Produktion mit US-Rüstungsunternehmen – ein seit langem bestehendes Anliegen, um russischen Raketenangriffen entgegenzuwirken.
„Heute hatten wir ein gutes Treffen mit Präsident Trump. Er hat akzeptiert, dass er uns Lizenzen geben wird, und dann traf ich mich mit Vertretern der Produktion, sehr starken Rüstungsunternehmen der Vereinigten Staaten. Ich hoffe, dass wir eine gemeinsame Produktion machen werden“, sagte Selenskyj dem Fox-News-Moderator Sean Hannity in einem am späten Dienstag ausgestrahlten Interview. Das Treffen befasste sich auch mit Ideen, die festgefahrenen Friedensgespräche mit Russland wiederzubeleben.
Laut den Vereinten Nationen war der vergangene Monat der tödlichste für ukrainische Zivilisten seit April 2022, da Russland vermehrt schwer abfangbare ballistische Raketen einsetzte. Seit seiner Rückkehr an die Macht im vergangenen Jahr hat Trump die direkten US-Waffenlieferungen an die Ukraine eingestellt und es europäischen Regierungen ermöglicht, stattdessen amerikanische Waffen für Kiew zu kaufen. Washington bleibt dennoch ein wichtiger Partner und liefert Geheimdienstinformationen und Zugang zu Starlink.
Eine „kalte Dusche“ für Israel
Netanjahus Sitzung hingegen lieferte eine deutlich andere Einschätzung. Der israelische Ministerpräsident bezeichnete sie als „eines der besten Gespräche, die ich je mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten geführt habe“ und behauptete eine Übereinstimmung in dem gemeinsamen Ziel, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen erlangt.
Doch die israelischen Medien zeichneten ein völlig anderes Bild. Die Zeitung Yedioth Ahronoth berichtete von einer plötzlichen Distanzierung Trumps, während die Haaretz in einem Leitartikel schrieb: „Es ist zu früh, um Netanjahus Einfluss zu begraben, aber Israel sitzt jetzt auf dem Rücksitz.“ Auslöser war ein Fox-News-Interview, das Trump Stunden vor dem Treffen gab, in dem er nach israelischen Durchsicken zu iranischen Zentrifugentransfers in Tunnel unter dem Pickaxe Mountain gefragt wurde – einer unterirdischen Anlage südlich von Natanz, die Washington und Israel für nuklear halten.
„Ich brauche nicht, dass Bibi mir das sagt. Er sagt mir das, weil er will, dass ich involviert bleibe. Ich sagte: ‚Warum hast du es mir nicht einfach gesagt, warum musstest du es der Welt verkünden?‘ Ich weiß genau, was am Pickaxe vor sich geht. Das ist kein großes Problem.“
Mehrere Kommentatoren interpretierten die Abfolge als eine kalte Dusche für Israel – Trump signalisierte, dass Washington die Kontrolle über den Zeitplan und die Operationen behält. Der Präsident hatte Netanjahu bereits am Vortag verärgert, indem er an Bord der Air Force One Offenheit für den Verkauf von F-35-Kampfjets an die Türkei signalisierte und sagte: „Erdogan ist ein Freund von mir, und niemand sagt mir, was wir verkaufen sollen und was nicht.“
Der Hintergrund der Graham-Beerdigung
Beide Staatsführer reisten hauptsächlich zur Beerdigung von Senator Lindsey Graham nach Washington, der diesen Monat im Alter von 71 Jahren unerwartet verstorben war. Graham war ein entschiedener Unterstützer der Ukraine gewesen; eine seiner letzten Amtshandlungen war ein Besuch in Kiew, um parteiübergreifende Unterstützung für Sanktionen gegen Länder zu sichern, die russisches Öl und Gas kaufen. Selenskyj würdigte ihn als „wahren Freund der Ukraine“ und verfolgte, wie der US-Senat am Dienstag für die Weiterleitung dieses Sanktionsgesetzes stimmte.
Was als Nächstes kommt
Keines der Treffen brachte detaillierte Fahrpläne hervor. Selenskyj erhielt die Zusage für die Lizenz und eine Bestätigung der diplomatischen Schiene, obwohl der Weg zu Verhandlungen mit Moskau weiterhin blockiert ist. Netanjahu verließ das Treffen mit einem erneut bekräftigten gemeinsamen Ziel in Bezug auf den Iran, jedoch mit Trump, der die nukleare Bedrohung öffentlich herunterspielte und signalisierte, dass die USA, nicht Israel, das Tempo in dem Konflikt bestimmen, der mit amerikanischen Angriffen am 28. Februar begann.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- RFIAprès la rencontre Trump-Netanyahu, la presse israélienne évoque une "douche froide"
- RFIZelensky hails 'good meeting' with Trump as Ukraine seeks Patriot missile deal
- Irish ExaminerZelenskyy holds face-to-face talks with Trump at White House following UK visit
- Jornal ExpressoNetanyahu tenta recuperar confiança de Trump, mas o Irão ainda os divide: reunião foi "positiva e produtiva", diz Casa Branca
- Donald Trump
- US-Präsident, der sich mit Netanyahu und Zelensky traf
- Benjamin Netanyahu
- Ministerpräsident von Israel
- Volodymyr Zelensky
- Präsident der Ukraine
- Lindsey Graham
- Verstorbener US-Senator, an dessen Beerdigung beide Staatsführer teilnahmen
- Karoline Leavitt
- Pressesprecherin des Weißen Hauses, die sich zu den Treffen äußerte
- Sean Hannity
- Fox-News-Moderator, der Zelensky und Trump interviewte
- Orte
- Washington, D.C.
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