Verkehr · Urda, Madrid und Sevilla
Renfe-AVE stößt bei Urda mit stehendem Iryo zusammen – 69 Tote bei Spaniens Zugunglück
Zwei Hochgeschwindigkeitszüge sind am Mittwoch, 28. Oktober, bei Urda in der Provinz Toledo zusammengestoßen; die vorläufige Zahl der Toten liegt bei 69. Forensiker identifizieren die Opfer, während die PP den Rücktritt von Verkehrsminister Óscar Puente fordert.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, El Periódico, La Razón und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Oberste Gerichtshof von Kastilien-La Mancha teilte mit, bis zum 30. Oktober seien beim Forensischen Institut Toledo alle 69 Leichen eingegangen und 48 Obduktionen abgeschlossen worden.
Der vorläufige Bericht der AITAT besagt, dass der Renfe AVE 2080 mit geschätzt 160 bis 200 km/h auf den stehenden Iryo 6076 auffuhr; an Bord waren 389 bzw. 147 Fahrgäste.
Das Ministerium erklärte, eine Störung im LZB-System habe Züge zum Halten gebracht, woraufhin die Leitstelle den Normalbetrieb ohne die 40-km/h-Begrenzung freigab; die Tonaufnahmen wurden am Donnerstag, 29. Oktober, veröffentlicht.
PP-Sprecherin Ester Muñoz sagte, Óscar Puente müsse zurücktreten oder entlassen werden, und Pedro Sánchez müsse das Unglück erklären.
Die SFF-CGT forderte eine sorgfältige Untersuchung, kritisierte die Veröffentlichung von Tonaufnahmen und bat Adif, die Beschäftigten des Kontrollzentrums Atocha zu schützen.
LaSexta berichtete, zwei Tage nach dem Unglück warteten Angehörige von 67 weiterhin vermissten Menschen auf Nachrichten; Renfe und Iryo richteten Hotlines ein.
- 28.10.Der Renfe AVE 2080 stößt bei der Station Urda mit dem stehenden Iryo 6076 zusammen
- 29.10.Die AITAT veröffentlicht ihre erste vorläufige Mitteilung, die Tonaufnahmen der Leitstelle werden bekannt
- 30.10.Die vorläufige Bilanz bleibt bei 69 Toten, beim Forensischen Institut sind alle 69 Leichen eingegangen
Der Zusammenstoß bei Urda
Zwei Hochgeschwindigkeitszüge sind am Mittwoch, 28. Oktober, bei Urda in der Provinz Toledo zusammengestoßen. Nach einem vorläufigen Bericht der AITAT, der unabhängigen Behörde, die Eisenbahn- und andere Verkehrsunfälle untersucht, fuhr ein Renfe AVE 2080 auf das Heck eines Iryo 6076 auf, der vor dem Einfahrsignal des Bahnhofs Urda gehalten hatte. Der Bericht gibt die Aufprallgeschwindigkeit mit 160 bis 200 km/h an und schreibt, der vordere Wagen des AVE habe sich in den hinteren Wagen des Iryo gebohrt. Nach dem Aufprall entgleiste der gesamte Renfe-Zug: Sechs Wagen blieben auf dem Bahnkörper, ein siebter stürzte den Bahndamm hinab.
Der Iryo war demselben Bericht zufolge mit 147 Fahrgästen und fünf Mitarbeitern besetzt, der AVE mit 389 Fahrgästen und sieben Mitarbeitern.
- Iryo 6076
- 147 Fahrgäste
- Renfe AVE 2080
- 389 Fahrgäste
Daten aus dem Artikeltext
Der Oberste Gerichtshof von Kastilien-La Mancha (TSJ) teilte mit, bis zum 30. Oktober seien beim Forensischen Institut Toledo alle 69 Leichen eingegangen und 48 Obduktionen abgeschlossen worden. Am Morgen lag die vorläufige Zahl der Toten weiterhin bei 69. Die Medien nennen unterschiedliche Zahlen der Verletzten: von mehr als 80 über mehr als 100 bis zu mehr als 180 Verletzten.
Die Darstellung des Ministeriums und die Leitstelle
Das Verkehrsministerium führte das Unglück zunächst auf eine Störung des Sicherungssystems LZB auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Andalusien zurück, die mehrere Züge zum Halten gebracht hatte. Nach seiner Darstellung gab die Leitstelle von Adif den Zügen anschließend die Fahrt im Normalbetrieb frei, ohne die nach solchen Störungen im Protokoll vorgeschriebene Begrenzung auf 40 km/h anzuwenden. Puente nannte die Entscheidungen zunächst unerklärlich und sagte laut ABC, die Leitstelle habe Zeit gehabt, den Fehler zu bemerken, und ihn nicht behoben. Später erklärte er, er habe nur den Ablauf der Ereignisse geschildert und wolle niemandem die Schuld geben. Am Donnerstag, 29. Oktober, veröffentlichte Tonaufnahmen des Leitstellenfunks zeigen, dass der Fahrdienstleiter den AVE anwies, mit normaler Geschwindigkeit weiterzufahren, bevor bestätigt war, dass der Iryo in sicherem Abstand stand. Die Guardia Civil wertet die Fahrtenschreiber beider Züge aus; die AITAT erklärt, bis zu ihrem Abschlussbericht blieben alle Hypothesen offen.
Politische und gewerkschaftliche Reaktionen
Ester Muñoz, Sprecherin der PP im Abgeordnetenhaus, sagte, Puente müsse zurücktreten, und Ministerpräsident Pedro Sánchez müsse die Erklärungen abgeben. In einem Interview bei RNE nannte sie die Forderung nach Rücktritt naheliegend und sagte, der Minister dürfe den Dienstag nicht mehr im Amt erleben. Sie verwies zudem auf das Unglück von Adamuz im Januar und sagte, es sei unbegreiflich, dass derselbe Minister weiter im Amt sei.
„Wenn er nicht zurücktritt, muss er entlassen werden.“
Muñoz fügte hinzu, die Regierung habe für zwei Eisenbahnkatastrophen keine Verantwortung übernommen.
„Wir hatten zwei tödliche Unfälle in weniger als neun Monaten auf derselben Strecke.“
Die Eisenbahngewerkschaft SFF-CGT der CGT wies es zurück, nach Puentes Äußerungen die Beschäftigten des Regel- und Kontrollzentrums Atocha herauszugreifen. In einer Erklärung hieß es:
„Ein Unfall dieser Schwere lässt sich kaum erklären, wenn man nur das letzte Glied einer Kette analysiert.“
Die Gewerkschaft kritisierte die Verbreitung von – wie sie es nannte – ausschnitthaften und interessengeleiteten Tonaufnahmen von Leitstellenbeschäftigten und forderte Adif auf, seine Beschäftigten zu schützen und die Quelle der Indiskretionen zu ermitteln. Sie erinnerte auch daran, dass sie nach dem Unglück von Adamuz Maßnahmen zur Sicherung und Nachverfolgbarkeit von Leitstellenaufzeichnungen gefordert und keine Antwort erhalten habe. Im Mai habe sie vorgeschlagen, das Königliche Dekret 929/2020 zu ändern, um Grenzen für ununterbrochene Arbeit in der Verkehrssteuerung festzulegen. Am Donnerstag nannte der Kommentator Juan del Val in der Sendung El Hormiguero Puente unmoralisch, weil dieser einem Beschäftigten die Schuld gebe.
Angehörige und Rettungseinsatz
Renfe richtete für betroffene Fahrgäste die Hotline 900101020 ein, Iryo die Nummer 900001403; beide Unternehmen bearbeiten Umbuchungen und Stornierungen. Zwei Tage nach dem Unglück berichtete LaSexta, Angehörige von 67 weiterhin vermissten Menschen warteten auf Nachrichten. Eine Cousine eines Fahrgasts war seit dem Unglück nicht mehr gesehen worden, und die Mutter eines 32-Jährigen, der in Wagen 7 von Madrid nach Jaén unterwegs war, sagte, man habe ihr mitgeteilt, er sei lebend geborgen worden, doch sie wisse nicht, wo er sei. Angehörige haben die von der Guardia Civil eingerichteten Stellen aufgesucht, um DNA-Proben abzugeben, die bei der Identifizierung der Opfer helfen sollen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- europa pressForensische Institute in Kastilien-La Mancha haben bereits 69 Leichen erhalten und 48 Autopsien durchgeführtLos institutos forenses de C-LM han recibido ya los 69 cuerpos y han practicado 48 autopsias · Original auf Spanisch
- El PeriódicoPP fordert Puentes Rücktritt nach dem Zugunglück in Toledo: „es ist so offensichtlich“El PP exige la dimisión de Puente tras el accidente de trenes en Toledo: 'es tan obvio' · Original auf Spanisch
- La RazónJuan del Val: „Óscar Puente ist eine unmoralische Figur, die jemanden beschuldigt, um sich selbst zu retten“Juan del Val: "Óscar Puente es un personaje inmoral, culpando a alguien para librarse él" · Original auf Spanisch
- LaSextaPP fordert den Rücktritt von Óscar Puente nach dem Unfall in Urda: „Er muss zurücktreten, es ist offensichtlich. Dieses Land steht unter Schock“El PP exige la dimisión de Óscar Puente tras el accidente de Urda: "Tiene que dimitir, es obvio. Este país está en shock" · Original auf Spanisch
- Óscar Puente
- Spaniens Verkehrsminister, dessen Umgang mit dem Unglück die PP überprüft sehen will und gegen den sich die Rücktrittsforderungen richten
- Ester Muñoz
- Sprecherin der PP im Abgeordnetenhaus, die den Rücktritt Puentes forderte
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident Spaniens, der laut der PP das Unglück erklären soll
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