BerichtZugkollision in Spanien

Verkehr · Urda, Madrid und Sevilla

Zugunglück bei Urda fordert 69 Tote und über 200 Verletzte, Schnellfahrstrecke gesperrt

Zwei Schnellzüge sind am Mittwoch, 28. Oktober, bei Urda in der Provinz Toledo zusammengestoßen; an Bord waren 538 Menschen. Renfe hat den Ticketverkauf auf dem Südkorridor bis Dezember ausgesetzt, und laut La Razón bleibt die Strecke mindestens bis Mitte Dezember gesperrt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, europa press, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Urda, Madrid, Sevilla, Córdoba · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Ein AVE von Renfe stößt bei Urda in der Provinz Toledo mit einem Zug von Iryo zusammen, 538 Menschen sind an Bord
  2. Stunden nach der KollisionRenfe setzt den Ticketverkauf auf dem Südkorridor bis Dezember aus, Adif kann die Dauer der Sperrung nicht nennen
  3. 1.11.Vorläufige Bilanz von 69 Toten und über 200 Verletzten, 31 Verletzte liegen weiterhin im Krankenhaus

Zwei Schnellzüge stoßen bei Urda zusammen

Am Mittwoch, 28. Oktober, prallte ein AVE von Renfe bei Urda in der Provinz Toledo auf einen Zug von Iryo, am Kilometerpunkt 118 der Strecke zwischen Madrid und Andalusien. Beide Züge waren von Madrid nach Sevilla gestartet und beförderten zusammen 538 Menschen. Europa Press meldet eine vorläufige Bilanz von 69 Toten und mehr als 200 Verletzten, 15 der Toten wurden in Andalusien gezählt. Unter den Opfern ist Fátima Báñez, Präsidentin der Stiftung CEOE und frühere Ministerin für Arbeit und soziale Sicherheit in Regierungen der PP. Die 59-Jährige saß im Zug von Iryo auf dem Weg zu einer Wirtschaftsveranstaltung in Sevilla, die der andalusische Arbeitgeberverband organisiert hatte.

Überlebende schilderten die Momente nach dem Aufprall. José Luis Moris, Beamter der Nationalpolizei im Zug von Iryo, löschte nach eigener Darstellung gegenüber Canal Sur ein Feuer in der Nähe seines Sitzes, bevor sich die Lage verschlechterte. Er erinnerte sich mit diesen Worten an die Szene:

„Wir konnten es löschen, und von da an beginnt die Katastrophe.“

José Luis Moris

Der Ablauf vom Zusammenstoß bis zu den jüngsten offiziellen Zahlen ist unten dargestellt.

Opfer und Verletzte

Zu den weiteren Opfern zählen ein 51-jähriger Unternehmer aus Granada, der in Madrid lebte, eine 32-jährige Studentin aus Córdoba, die auf dem Heimweg war, um ihre Familie zu besuchen, und eine 26-jährige Frau von Mallorca mit familiären Wurzeln in Rute in der Provinz Córdoba. Der Gesundheitsdienst von Kastilien-La Mancha meldet, dass zunächst 110 Menschen in sechs Zentren stationär aufgenommen wurden, 79 davon sind inzwischen entlassen. Von den verbleibenden 31 Patienten liegen 13 auf vier Krankenhäuser verteilt auf der Intensivstation. Das Krankenhaus von Toledo betreut mit 18 Verletzten die größte Gruppe, sieben davon auf der Intensivstation. Das Mancha Centro in Alcázar de San Juan hat sechs Verletzte, zwei auf der Intensivstation, das Krankenhaus von Ciudad Real sechs, drei davon auf der Intensivstation. Ein Patient liegt weiterhin in Albacete auf der Intensivstation.

Verletzte, die in ausgewählten Krankenhäusern in Kastilien-La Mancha weiter stationär behandelt werdenPersonen
Krankenhaus Toledo
18 Personen
Mancha Centro, Alcázar de San Juan
6 Personen
Krankenhaus Ciudad Real
6 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Bahnverbindung mindestens bis Mitte Dezember unterbrochen

Stunden nach der Kollision setzte Renfe den Ticketverkauf auf dem Südkorridor bis Dezember aus, während Adif erklärte, noch nicht sagen zu können, wie lange die Strecke gesperrt bleibt. La Razón berichtet, die Unterbrechung dauere mindestens bis Mitte Dezember und reiche bis zum Brückentag um den Tag der Verfassung vor Weihnachten. In Córdoba hofft man, dass der Betrieb im Laufe des November wieder aufgenommen werden kann. Jesús Guerrero, Präsident des Cordobeser Hotel- und Tourismusverbands Hostecor, rechnet mit einem starken Rückgang der Buchungen.

„Was kommt, ist ein großer Umsatzeinbruch.“

Jesús Guerrero, Präsident des Cordobeser Hotel- und Tourismusverbands Hostecor

Guerrero sagte, die Branche wisse nicht, ob der Einbruch bis Weihnachten anhalte, und er erwarte, dass auch der Madrider Feiertag Almudena zwischen dem 7. und 9. November darunter leide. Der Sektor prüfe noch, wie sich die World Cheese Awards 2026 im Messezentrum CEFC in Córdoba vom 12. bis 15. November auswirken werden. Hoteliers in Sevilla melden seit Mittwoch eine Welle von Stornierungen vor dem Brückentag.

Verluste der Unterbrechung von Adamuz als Maßstab

Die Unterbrechung bei Urda folgt auf das Unglück von Adamuz zu Beginn dieses Jahres, bei dem 46 Menschen starben und die Strecke nach Sevilla vom 19. Januar bis 16. Februar stilllag. In Málaga dauerte die Unterbrechung mehr als drei Monate. Die andalusische Regierung schätzte, dass der Tourismussektor täglich zwischen 485.000 und 500.000 Euro verlor, insgesamt 13 Millionen. Der Hotelierverband Aehcos an der Costa del Sol erhöhte seine Verlustschätzung auf mehr als 300 Millionen und erklärte, die Buchungen in der Provinz seien in den ersten Monaten des Jahres um 20 % gefallen. Die Provinzverwaltung von Málaga zählte 65.848 Reisende, die nicht ankamen, mit Verlusten von 109 Millionen bis März. Ein Bericht zu Córdoba beziffert die wirtschaftlichen Auswirkungen in der Stadt auf über 100 Millionen, bei einem Rückgang der inländischen Übernachtungen um 22,7 % in den ersten zwei Monaten, direkten Umsatzverlusten im Hotelgewerbe von 1,29 Millionen und einem Rückgang der Gastronomieumsätze um 40 bis 50 %.

Ermittlungen stehen noch am Anfang

Die Ermittlungen zu Urda haben gerade erst begonnen, und auch das Unglück von Adamuz hat bislang keine offiziellen Ursachen ergeben und keine Verantwortlichen benannt. Der Verkaufsstopp von Renfe gilt bis Dezember, und Adif hat kein Datum für die Wiedereröffnung genannt.

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