Verkehr · Urda und Sevilla

Zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidieren bei Urda in Toledo – mindestens 64 Tote

Ein von Renfe betriebener AVE-Zug ist am Mittwoch, dem 28. Oktober, auf der Strecke Madrid-Andalusien auf einen stehenden Iryo-Zug aufgefahren. Quellen melden mindestens 64 Tote und 80 Verletzte; die Eröffnung von Naturaleza Encendida in Sevilla wurde abgesagt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, EL MUNDO, El Confidencial und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Urda, Sevilla · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 28.10.AVE 2080 stößt bei Urda auf Kilometer 118 mit dem stehenden Iryo-Zug zusammen
  2. 28.10.Die Regierung von Kastilien-La Mancha erhöht die Zahl der Toten auf 64

Der Zusammenstoß

Am Mittwoch, dem 28. Oktober, fuhr ein von Renfe betriebener AVE-Zug auf einen Iryo-Zug auf, der auf demselben Gleis bei Urda und Los Yébenes in der Provinz Toledo zum Stehen gekommen war. El Periódico datiert den Unfall auf 8.54 Uhr bei Kilometer 118 der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid-Andalusien. Der Iryo hatte gestoppt, nachdem ein Ausfall des Sicherungssystems alle Züge in der Region zum Anhalten gezwungen hatte; die übrigen Züge setzten ihre Fahrt fort, während er stehen blieb. Laut El Periódico war der AVE mit mehr als 100 km/h unterwegs, als er von hinten auf den stehenden Zug prallte. Durch den Aufprall entgleisten drei Wagen des Iryo, die einen Seitenhang hinabstürzten, während die Lokomotive des AVE und ein Wagen auf ein Feld geschleudert wurden. Die Quellen widersprechen sich auch bei der Zugnummer des Iryo, die in einem Bericht mit 6076 und in einem anderen mit 6070 angegeben wird.

Opferzahl und Verletzte

Die Regionalregierung von Kastilien-La Mancha gab die Zahl der Toten um 14 Uhr mit 64 an, ihr Präsident Emiliano García-Page nannte dieselbe Zahl. Die Angaben zu den Verletzten unterscheiden sich je nach Quelle: El Confidencial berichtet von 80 Verletzten, 50 davon schwer, während El Periódico von 58 ins Krankenhaus eingelieferten Personen schreibt, 15 davon in sehr ernstem Zustand. Die Behörden warnten, die Zahl könne steigen, während die Rettungsarbeiten andauern. Article 0 weist darauf hin, dass dies das zweitschwerste Zugunglück seit 2013 ist, als bei Angrois nahe Santiago de Compostela ein Alvia entgleiste und 80 Menschen tötete sowie 145 verletzte.

Ursache wird untersucht

Die erste Darstellung der Regierung macht menschliches Versagen verantwortlich, nachdem ein Defekt das LZB-Signalsystem außer Betrieb gesetzt hatte, so El Confidencial. Die Justizpolizei der Guardia Civil hat ihre Arbeit am Unfallort aufgenommen und nach Angaben aus Ermittlungskreisen bereits einen Mitarbeiter des Kontrollzentrums in Madrid vernommen, das den Verkehr in der Region steuert. El Periódico berichtet, auf diesem Abschnitt sei die ursprüngliche LZB-Technik gerade durch das europäische ERTMS ersetzt worden, und Adif habe einige Wochen zuvor mit der Erprobung der neuen Ausrüstung begonnen. Auf derselben Strecke ereignete sich am 18. Januar 2026 das Unglück von Adamuz, bei dem 46 Menschen starben, wobei die beiden Abschnitte rund 200 Kilometer voneinander entfernt liegen.

Berichte von Fahrgästen

Der Schauspieler Manuel Bandera, der nach Sevilla unterwegs war, saß im hinteren Wagen, was nach seiner Überzeugung entscheidend für sein Überleben war. Er sagte gegenüber Canal Sur, der Zug habe scharf gebremst, bevor er zu entgleisen begann, und er habe sich durch ein Fenster ins Freie begeben und während der Evakuierung einem anderen Fahrgast geholfen.

„Ich habe das Gefühl, neu geboren zu sein.“

Manuel Bandera, Schauspieler

Im Gespräch mit Onda Cero sagte er, er habe nur eine kleine Prellung an den Rippen davongetragen, stehe aber völlig unter Schock.

„Wäre es anders ausgegangen, könnte ich jetzt nicht mit Ihnen sprechen.“

Manuel Bandera, Schauspieler

Der Moderator Nacho Abad brach bei En boca de todos auf Cuatro on air in Tränen aus, nachdem er stundenlang Berichte von Überlebenden und Angehörigen gehört hatte. Ein Architekt, der im fünften Wagen des AVE saß, schilderte den Aufprall, während er sich auf der Toilette befand, und Abad bat ihn, sich auszuruhen und das Gespräch am nächsten Tag fortzusetzen.

Programm und Veranstaltungen

TVE setzte La Revuelta und El Túnel: Avanza y Gana auf La 1 ab und füllte die Sendeplätze mit Sonder-Nachrichtenprogrammen, Antena 3 setzte El Hormiguero aus, und laSexta sagte Zapeando und El Intermedio ab. Renfe und Iryo richteten jeweils Angehörigen-Hotlines ein, unter 900 10 10 20 bzw. 900 001 403. Die Organisatoren von Naturaleza Encendida sagten die für Donnerstag, den 29. Oktober, geplante Eröffnung der Carmen-Show in den Gärten des Real Alcázar in Sevilla ab und kündigten an, in den kommenden Tagen über eine mögliche Neuansetzung zu informieren.

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