Migration · Ceuta und Madrid
Guardia-Civil-Beamter sagt, er habe das Tor am Zaun von Ceuta offen gehalten, um Tote zu verhindern
Ein Oberstleutnant der Guardia Civil hat Richterin María Tardón erklärt, er habe während des Massenansturms auf Ceuta am 30. Juli ein Tor im Grenzzaun offen gehalten, während ein Inspektor der Nationalpolizei es geschlossen sehen wollte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaVanguardia, RTVE.es, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Oberstleutnant der Guardia Civil sagt, er habe am 30. Juli aus eigener Initiative ein Tor im Zaun offen gehalten, aus Furcht vor einem Gedränge mit Toten und vor Ertrinkenden, während ein Inspektor der Nationalpolizei, Lorenzo Juan Fages Cortés, es geschlossen sehen wollte.
Der Guardia-Civil-Beamte berichtet von sechs marokkanischen Booten in der Nacht vor dem Ansturm: zwei Abfangboote, zwei Patrouillenboote und zwei kleine Boote.
La Vanguardia nennt mehr als 80.000 Menschen, die am 30. und 31. Juli eindrangen, El Periódico mehr als 70.000.
Die Ermittlungen von Richterin María Tardón haben bislang niemanden beschuldigt; drei Stadträte der Regierung von Ceuta sagen am Dienstag, 27. Oktober 2026, aus.
- 26.10.Richterin Tardón hört Kommandeure von Polizei und Guardia Civil als Zeugen
- 27.10.Drei Stadträte der Regierung von Ceuta sollen aussagen
- 28.10.Drei Sicherheitsbeamte sollen aussagen
Widersprüchliche Darstellungen am Zaun
Am Montag, 26. Oktober 2026, hörte Richterin María Tardón von der Audiencia Nacional zwei Kommandeure als Zeugen in ihrem Verfahren zum Massenansturm von Migranten aus Marokko auf Ceuta am 30. und 31. Juli. Die Zeugen waren Lorenzo Juan Fages Cortés, Chefinspektor der Nationalpolizei, und ein Oberstleutnant, der die Einsätze der Guardia Civil in Ceuta leitet. Ihre Darstellungen weichen für den Morgen des 30. Juli voneinander ab, als die Menge begann, zur Grenze zu drängen. Nach Angaben von Rechtsquellen, die der Anhörung beiwohnten, wollte der Polizeiinspektor das Tor im Zaun geschlossen sehen, während der Guardia-Civil-Beamte sich weigerte. Er sagte, das Tor sei immer offen, und er habe ein Gedränge mit Toten oder Menschen befürchtet, die ins Wasser springen und ertrinken.
Die Quellen unterscheiden sich bei der Größe des Ansturms. La Vanguardia nennt mehr als 80.000 Menschen, El Periódico mehr als 70.000; die Richterin rekonstruiert den Ablauf noch aus den Akten.
Befehlskette und der Regierungsdelegierte
Der Oberstleutnant erklärte der Richterin, er habe die Entscheidung aus eigener Initiative getroffen, ohne Weisung seiner Vorgesetzten oder der Regierungsdelegation. Auch habe ihn der Delegierte Miguel Ángel Pérez Triano, der inzwischen zurückgetreten ist, während des Ansturms nicht angewiesen. Er habe den Delegierten über die Ereignisse auf dem Laufenden gehalten und die operativen Entscheidungen selbst getroffen. Die Richterin erkennt an, dass in Treffen zwischen hochrangigen Vertretern der Regierung von Ceuta und der Delegation in den Tagen vor dem Ansturm außerordentliche Maßnahmen gefordert wurden.
Sechs marokkanische Boote und die Darstellung der Polizei
Beide Kommandeure räumten ein, dass in der Nacht vor dem Ansturm mehrere marokkanische Boote vor Ceuta lagen. Der Guardia-Civil-Beamte zählte sechs: zwei Abfangboote, zwei Patrouillenboote und zwei kleine Boote. Er habe sie als Verstärkung für die Sicherheit verstanden und diese Einschätzung an den Delegierten weitergegeben. Die Richterin prüft, ob die Boote ohne Genehmigung vor Ort waren und ob ihr Zweck dem einer Unterstützung entgegengesetzt war. Der Polizeiinspektor sagte vor Gericht, marokkanische Beamte, teils uniformiert, teils in Zivil, hätten während des Ansturms Gesten gemacht, damit die Menschen weiter auf Ceuta vorrücken. Er habe den Ansturm ohne vorherige Warnung und ohne außerordentlichen Kräfteaufmarsch bewältigen müssen, obwohl Ressourcen angefordert worden seien, und das Polizeiprotokoll sei nicht aktiviert worden.
Nächste Schritte der Ermittlungen
Die Richterin hat drei Stadträte der Regierung von Ceuta für Dienstag, 27. Oktober, vorgeladen: Alberto Ramón Gaitán Rodríguez, Nabila Benzina Pavón und Alejandro Ramírez Magaña. Drei Sicherheitsbeamte sollen am Mittwoch, 28. Oktober, aussagen. Das Gericht hat zudem Videoaufnahmen von Kameras, Drohnen und Grenzkontrollsystemen vom 30. Juli angefordert, ebenso E-Mails und Entwürfe von Erklärungen im Zusammenhang mit Treffen am 27., 28. und 30. Juli 2026. Ein Geheimdienstbericht des CNI, auf den sich El Periódico beruft, besagt, die marokkanischen Behörden hätten detailliert von Aufrufen in sozialen Netzwerken zu einem Massenansturm auf Ceuta gewusst. Formell beschuldigt ist bislang niemand in dem Verfahren, allerdings versuchen Popularklagen, hochrangige politische Amtsträger zu benennen.
In der TVE-Sendung La Revuelta hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Donnerstag zuvor, dem 22. Oktober, zur Krise Stellung genommen.
„Ohne jeden Zweifel hätten wir es besser bewältigen können.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LaVanguardiaEin Kommandeur der Guardia Civil sagt, er habe die Grenze in Ceuta offen gelassen, um Todesfälle zu verhindernUn mando de la Guardia Civil dice que dejó abierta la frontera en Ceuta para evitar muertes · Original auf Spanisch
- RTVE.esDer Kommandeur der Guardia Civil von Ceuta meldete die Anwesenheit von sechs marokkanischen Schiffen in der Nacht zuvorEl mando de la Guardia Civil de Ceuta informó de la presencia de seis embarcaciones marroquíes la noche anterior · Original auf Spanisch
- EL PAÍSEin Kommandeur der Guardia Civil von Ceuta erklärt, dass ein Zauntor wegen der Gefahr eines Menschenstaus beim Masseneintritt offen gehalten wurdeUn mando de la Guardia Civil de Ceuta explica que se mantuvo abierta una puerta de la valla por riesgo de "tapón" humano en la entrada masiva · Original auf Spanisch
- La RazónEin Kommandeur der Guardia Civil weist vor der Richterin auf die Untätigkeit des Regierungsdelegierten von Ceuta während des Angriffs hinUn mando de la Guardia Civil apunta ante la juez al delegado de Gobierno de Ceuta por su inacción durante el asalto · Original auf Spanisch
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident Spaniens, der sich zur Krise in Ceuta äußerte
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