Regierung · Warschau
Streit um das Verfassungsgericht treibt Zloty auf Drei-Jahres-Hoch zum Euro und erschüttert Warschauer Aktien
Der Euro stieg auf 4,41 Zloty, den höchsten Stand seit drei Jahren, weil der Streit um das Verfassungsgericht die polnischen Vermögenswerte belastete. Bloomberg warnte, der politische Konflikt könne auch die Nationalbank Polens lähmen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rzeczpospolita, NIEZALEZNA.PL, forsal.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Medien berichteten am 30. und 31. Oktober, Bogdan Święczkowski sei von seinen Aufgaben suspendiert worden, und Aufnahmen einer Demonstration sowie eines Präsidenten, der sich gegen Richter stemmt, verbreiteten sich im Netz.
EUR/PLN durchbrach am 2. November die Marke von 4,41 und stabilisierte sich bei etwa 4,4150 – der höchste Stand des Euro seit drei Jahren, während das Pfund über 5,3 Zloty kletterte und der Schweizer Franken 4,80 durchbrach.
Bloomberg warnte, der Konflikt könne die Zentralbank lähmen, und verwies auf Tusks Blockade von Vorstandskandidaten sowie auf Adam Lipińskis im November 2026 endende Amtszeit.
Paweł Borys sagte, die Renditen polnischer Staatsanleihen könnten von derzeit 6,39 % auf bis zu 7 % klettern.
Der WIG20 fiel am 2. November im frühen Handel um rund 0,6 %, nachdem der WIG am Freitag, 30. Oktober, 2,37 % im Minus geschlossen hatte, mit Banken als schwächster Branche.
- 30.10.WIG schließt 2,37 % im Minus, Banken am schwächsten
- 31.10.Berichte über Bogdan Święczkowskis Suspendierung, Aufnahmen der Demonstration kursieren
- 2.11.EUR/PLN durchbricht 4,41 Zloty – höchster Stand des Euro seit drei Jahren
Eskalation um das Verfassungsgericht
Der Streit um das Verfassungsgericht spitzte sich Ende Oktober zu. Medien berichteten am Freitag, 30. Oktober, und am Samstag, 31. Oktober, Bogdan Święczkowski sei von seinen Aufgaben suspendiert worden, und Aufnahmen einer Demonstration sowie eines Präsidenten, der sich gegen Richter stemmt, verbreiteten sich anschließend im Netz. Politiker in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich äußerten Missbilligung über das Vorgehen der Regierung. Die Europäische Kommission formulierte zurückhaltender und wies darauf hin, es obliege den polnischen Behörden, dafür zu sorgen, dass das Gericht im Einklang mit der Verfassung und den Urteilen des Europäischen Gerichtshofs arbeitet. Witold M. Orłowski, Chefökonom von PwC in Polen, argumentiert, der Präsident maße sich ein Vetorecht an, das er nicht habe, indem er sich weigere, den Eid von ordnungsgemäß vom Sejm gewählten Richtern abzunehmen, und das Gericht sei nun faktisch gelähmt.
Zloty und Anleihemarkt
Der Zloty schwächte sich am Montag, 2. November, ab, als EUR/PLN die technische Marke von 4,41 durchbrach und sich bei etwa 4,4150 stabilisierte. Der Euro notiert auf dem höchsten Stand seit drei Jahren, während auch das Pfund (über 5,3 Zloty) und der Schweizer Franken (über 4,80 Zloty) Drei-Jahres-Hochs erreichten. Analysten der BM mBank merkten an, die Zone um 4,41 wirke im Chart weiterhin als Widerstand, der Aufwärtstrendkanal sei jedoch nicht invalidiert. Paweł Borys, ehemaliger Präsident des Polnischen Entwicklungsfonds und heute Partner bei MCI Capital, sagte, die Renditen polnischer Staatsanleihen könnten von derzeit 6,39 % auf bis zu 7 % steigen. BM BNP Paribas erwartet nach dem Ausverkauf am Freitag, 30. Oktober, eine mögliche Erholung der Warschauer Aktien, sieht diese aber durch die politische Unsicherheit begrenzt.
„Ein Faktor, der eine Erholung begrenzen könnte, ist jedoch die gestiegene politische Unsicherheit im Zusammenhang mit der Eskalation des Streits um das Verfassungsgericht am Wochenende.“
Warschauer Aktien reagieren verhalten
Der WIG20 fiel am Montag, 2. November, im frühen Handel um rund 0,6 %, wobei Banken nach der Sitzung am Freitag, 30. Oktober, die Verluste anführten, als der WIG 2,37 % im Minus schloss und Banken erneut am schwächsten waren. Anleger verkauften auch CD Projekt, Modivo, PZU und KGHM, während Dino und Allegro zulegten. Orlen erholte sich nach fünf fallenden Sitzungen in Folge, Orange verlor dagegen mehr als 8 % – die dritte Korrektur-Sitzung in Folge nach einer Phase kräftiger Gewinne. Auch die meisten europäischen Indizes eröffneten schwächer, die Verluste hielten sich jedoch in Grenzen. Ein Teil des Verkaufsdrucks spiegelte die schlechte Stimmung an anderen Aktienmärkten und Sorgen über den Nahen Osten wider.
NBP-Vorstand und das Risiko für die Zentralbank
Bloomberg warnte, der politische Konflikt könne die Nationalbank Polens lähmen. Der Bericht beschrieb den Versuch der Koalition vom 13. Dezember, NBP-Präsident Adam Glapiński vor das Staatsgericht zu bringen, sowie die Blockade von Kandidaten für den Vorstand der Zentralbank durch Ministerpräsident Donald Tusk. Adam Lipińskis Amtszeit im Vorstand endet im November 2026, Gespräche mit Tusk und der Kanzlei des Präsidenten laufen, da die Besetzung von Sitzen der Zustimmung sowohl des Präsidenten als auch des Ministerpräsidenten bedarf. Bloomberg deutete zudem an, die Europäische Zentralbank könne auf ein Vorgehen gegen den NBP-Präsidenten reagieren, während deren Präsidentin Christine Lagarde bislang zögert, Partei zu ergreifen. Derselbe Bericht verwies auf die Schwäche des Zloty gegenüber dem Euro und steigende Renditen polnischer zehnjähriger Anleihen.
Ökonomen blicken voraus
Die Ökonomen von PKO BP erwarten, dass der Rat für Geldpolitik (RPP) in der Woche ab dem 2. November die Zinsen unverändert lässt, wenngleich ein restriktiver Ton den Zloty stützen könnte. Sie sehen in einer Übernahme mindestens einer Kongresskammer durch die Demokraten bei den US-Zwischenwahlen eine Begrenzung der weiteren Fiskalexpansion und eine Schwächung des Dollars und benennen eine Eskalation im Nahen Osten nach den Wahlen als Hauptrisiko. PKO BP erwartet, dass EUR/PLN über 4,40 bleibt und USD/PLN zwischen 3,91 und 3,98 liegt. Die Ökonomen von Erste BP schrieben in ihrem Bericht:
„Der Konflikt um das Gericht reiht sich in Faktoren ein, die ausländische Investoren hinsichtlich der institutionellen Stabilität in Polen beunruhigen könnten.“
Die Ökonomen von Millennium erwarten, dass die Eskalation vom Freitag keine dauerhafte Marktreaktion auslöst, da der Streit bereits eingepreist ist. Der am Freitag, 6. November, anstehende NFP-Arbeitsmarktbericht könnte die Erwartungen für eine Zinserhöhung der Fed im Dezember verschieben.
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- 02.11Euro erreicht 4,41 Zloty, ein Drei-Jahres-Hoch, da Tribunal-Streit polnische Märkte belastet
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Quellen und Kontext
- RzeczpospolitaPolen spielt mit seiner Zukunft. Ein bekannter Ökonom warnt vor einer KrisePolska igra ze swoją przyszłością. Znany ekonomista ostrzega przed kryzysem · Original auf Polnisch
- NIEZALEZNA.PLTusk hat einen weiteren Brand entfacht. Bloomberg alarmiert: Der Polnischen Nationalbank droht eine LähmungTusk wzniecił kolejny pożar. Bloomberg alarmuje: Narodowemu Bankowi Polskiemu grozi paraliż · Original auf Polnisch
- forsal.plPreis von Euro, Dollar und Franken. Wechselkurse 02.11.2026Cena euro, dolara i franka. Kursy walut 2.11.2026 · Original auf Polnisch
- ParkietInvestoren vorsichtig gegenüber politischer Turbulenz. WSE beginnt die Woche mit RückgängenInwestorzy ostrożni wobec politycznych turbulencji. GPW rozpoczyna tydzień od spadków · Original auf Polnisch
- Donald Tusk
- Ministerpräsident, dessen Regierung im Streit mit dem Präsidenten liegt und Kandidaten für den NBP-Vorstand blockiert
- Adam Glapiński
- Präsident der Nationalbank Polens, Ziel eines angestrebten Verfahrens vor dem Staatsgericht
- Christine Lagarde
- Präsidentin der Europäischen Zentralbank, die sich Berichten zufolge nur zögerlich im Streit positioniert
- Bogdan Święczkowski
- Person, deren Suspendierung Ende Oktober 2026 in Berichten genannt wurde
- Witold M. Orłowski
- Chefökonom von PwC in Polen, der einen Kommentar zum Streit um das Verfassungsgericht verfasste
- Paweł Borys
- Ehemaliger Präsident des Polnischen Entwicklungsfonds, heute Partner bei MCI Capital
- Adam Lipiński
- Mitglied des NBP-Vorstands, dessen Amtszeit im November 2026 endet
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