
Zidane zum französischen Nationaltrainer ernannt – verspricht Angriffsfußball und gibt Nations-League-Debüt im September
Zinédine Zidane wurde am 28. Juli 2026 zum französischen Nationaltrainer ernannt und beendete damit eine 14-jährige Wartezeit auf die Nachfolge von Didier Deschamps. Er versprach sofort einen offensiveren Stil und steht im September vor seiner ersten Bewährungsprobe.
Ernennung nach 14 Jahren
Zinédine Zidane wurde am 28. Juli 2026 im Hauptquartier des französischen Fußballverbandes (FFF) in Paris offiziell zum Cheftrainer der französischen Nationalmannschaft ernannt. Er tritt die Nachfolge von Didier Deschamps an, der nach 14 Jahren an der Spitze zurückgetreten war. Deschamps führte Frankreich 2018 zum WM-Titel, 2022 ins Finale, 2026 ins Halbfinale und 2016 ins EM-Finale. Zidane, der als Spieler 1998 Weltmeister wurde, galt lange als designierter Nachfolger. FFF-Präsident Philippe Diallo betonte auf einer Pressekonferenz Zidanes Fähigkeit, das Land zu einen. Draußen sangen Mitglieder der Fangruppe „Irresistibles francais“ hinter Absperrungen die Marseillaise und andere Lieder, eine CRS-Einheit aus Marseille war im Einsatz.
Er hat die Fähigkeit, die Franzosen zusammenzubringen.
Eine offensivere Spielphilosophie
Auf seiner ersten Pressekonferenz sagte Zidane, er sei vom Spiel getrieben und wolle Tore schießen – ein Signal für den Abschied von Deschamps‘ vorsichtigerem Ansatz. Er räumte ein, dass die Arbeit als Nationaltrainer „völlig anders“ sei als bei einem Verein, zeigte sich aber furchtlos. Zidane hatte bereits im März 2026, wie L'Equipe berichtete, die Datenanalyse-Abteilung des Teams verstärkt und mehrere spezialisierte Mitarbeiter eingestellt.
Ich bin vom Spiel getrieben. Was mich motiviert, ist, Tore zu schießen.
Reaktionen von Öffentlichkeit und Medien
Eine Umfrage von Ouest France ergab, dass 64 % der Leser die Entscheidung des FFF für richtig halten. Anhänger in Rennes bezeichneten Zidane als große Figur des französischen Sports. Ein Leser nannte ihn eine Referenz im französischen und weltweiten Fußball und verwies auf seine drei Champions-League-Titel mit Real Madrid. Einige Skeptiker argumentierten, er habe in Spanien von einem außergewöhnlichen Kader profitiert, und stellten seine Fähigkeit in Frage, das französische Mittelfeld zu reparieren. Auch in Belgien begrüßten Fans die Ernennung, während ein englischer Anhänger mit einem Anflug von Neid zugab, dass Frankreich sich einen der größten Namen des Weltfußballs gesichert habe.
Er ist unser Stolz... Seit 1998 hat er Geduld und Beharrlichkeit bewiesen. Der Jahrgang 1998 ist außergewöhnlich, lasst uns das Beste daraus machen.
- Ja
- 64 %
- Nein
- 36 %
Finanzielle Details und neues Logo
Le Figaro berichtete unter Berufung auf RMC Sport, dass Zidanes Monatsgehalt bei rund 300.000 Euro liegen werde und mit Boni auf etwa 450.000 Euro steigen könne, was einem Jahresgehalt von 5,4 Millionen Euro entspricht. Das ist das Zwölffache der neuen jährlichen Obergrenze von 450.000 Euro für Verbandsgehälter, die am 21. Juli eingeführt wurde. Ouest France merkte an, dass der FFF möglicherweise keine Ausnahmegenehmigung des Ministeriums benötige, um die Obergrenze zu überschreiten. Die französische Mannschaft enthüllte zudem ein neues Logo, das dem vorherigen ähneln soll.
Internationale Resonanz
In Italien, wo Zidane von 1996 bis 2001 für Juventus spielte, erinnerten sich Fans an seine Wirkung und den berüchtigten Kopfstoß im WM-Finale 2006. Ein Anhänger sagte, er würde Zidane danken, weil der Vorfall Italien zum Sieg verholfen habe. Der Journalist Antonio Damascelli nannte ihn nach Michel Platini den größten französischen Spieler in Italien. Italien trifft am 2. Oktober im Stade de France auf Frankreich, Roberto Mancini ist neu als italienischer Nationaltrainer ernannt worden.
Wenn ich ihn auf der Straße treffe, werde ich ihm danken, Zidane, denn ohne den Kopfstoß hätten wir die Weltmeisterschaft nicht gewonnen.
Zizou blieb der Fußballer von großer Klasse und Eleganz. Ich denke, nach Michel Platini war er der größte Franzose, der in Italien gespielt hat.
Erste Prüfungen
Zidanes erste vier Spiele sind Nations-League-Partien: auswärts gegen die Türkei am 25. September, auswärts gegen Belgien am 28. September, zu Hause gegen Italien am 2. Oktober und zu Hause gegen Belgien am 5. Oktober.
- Zidane zum französischen Nationaltrainer ernannt
- Auswärts gegen die Türkei (Nations League)
- Auswärts gegen Belgien
- Zu Hause gegen Italien
- Zu Hause gegen Belgien

