Regierung · Madrid
Ex-Ministerpräsident Zapatero sieht sich wegen Schmuck im Wert von 1,3 Millionen Euro mit Steuerbetrugs- und Schmuggelvorwürfen konfrontiert, während sich das juristische Drama der PSOE verschärft
Die Entdeckung von Schmuck im Wert von mehr als 1,3 Millionen Euro in einem Safe in José Luis Rodríguez Zapateros Madrider Büro hat den Ermittlungsrichter veranlasst, ein dringendes separates Verfahren wegen Steuerbetrugs und Schmuggels gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten zu eröffnen, was die wachsende Justizkrise für Pedro Sánchez’ PSOE verschärft.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL MUNDO, 20 minutos, europa press und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Polizei beschlagnahmte Smaragde, Diamanten und Saphire im Wert von 1.323.915 Euro aus Zapateros Büro in der Calle Ferraz, was ein dringendes Ermittlungsverfahren wegen Steuerbetrugs und Schmuggels auslöste.
Er wurde im Mai formell als mutmaßlicher Anführer eines kriminellen Netzwerks im Zusammenhang mit der Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra im Jahr 2021 unter Untersuchung gestellt.
Zapatero ist für Mittwoch, den 17. Juni, zur Aussage vor der Audiencia Nacional vorgeladen, zeitgleich mit der wöchentlichen Regierungskontrolle im Kongress.
Die Regierungspartei hat in der CIS-Wahlabsicht fünf Prozentpunkte verloren, und die private Besorgnis über die Auswirkungen auf die Stabilität der Regierung wächst.
- März 2021Die spanische Regierung genehmigt die Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra in Höhe von 53 Millionen Euro, beaufsichtigt von der damaligen Ministerin Reyes Maroto.
- 19.05.Die UDEF-Polizei stellt Zapatero persönlich die Gerichtsvorladung zu und macht ihn formell zum Beschuldigten im Plus-Ultra-Fall.
- 12.06.Richter Calama eröffnet nach Erhalt der Schmuckbewertung ein separates Ermittlungsverfahren wegen Steuerbetrugs und Schmuggels.
- 17.06.Zapatero erscheint als Beschuldigter vor der Audiencia Nacional.
Die Plus-Ultra-Rettung und erste Anklagen
José Luis Rodríguez Zapatero, Spaniens Ministerpräsident von 2004 bis 2011, stand bereits seit dem 19. Mai im sogenannten „Plus-Ultra-Fall“ unter formeller Untersuchung, nachdem eine Polizeieinheit die Gerichtsvorladung an seiner Wohnung zugestellt hatte. Der Richter José Luis Calama von der Audiencia Nacional hatte ihn an der „Spitze“ einer mutmaßlichen kriminellen Organisation verortet, die in die staatliche Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra im Jahr 2021 eingegriffen habe. Die ursprünglichen Anklagepunkte umfassen Einflussnahme, Geldwäsche und Urkundenfälschung.
Entdeckung des Schmucks und neue Vorwürfe
Als die Wirtschaftskriminalitätseinheit UDEF Zapateros Büro in der Madrider Calle Ferraz durchsuchte, fanden die Beamten einen Safe mit Smaragden, Diamanten und Saphiren aus Sambia und Thailand. Eine Bewertung durch das Auktionshaus Ansorena und das Spanische Gemmologische Institut bezifferte den Fund auf 1.323.915 Euro. Richter Calama handelte schnell und eröffnete am Freitag ein neues Ermittlungsverfahren wegen Steuerstraftaten und Schmuggels, bevor der ehemalige Regierungschef eine Express-Steuerregulierung vorlegen konnte, die die strafrechtliche Verantwortlichkeit hätte aufheben können.
„Der Richter handelte, um eine mögliche Express-Vereinbarung mit den Steuerbehörden zu blockieren, die eine strafrechtliche Befreiung zur Folge gehabt hätte.“
Zapateros begrenzte rechtliche Optionen
Da das neue Verfahren bereits läuft, würde eine nachträgliche Steuerregulierung nur noch als mildernder Umstand nach einem Schuldeingeständnis wirken. Von El Mundo zitierte Quellen halten es für sehr wahrscheinlich, dass die Verteidigung argumentieren wird, der Schmuck sei nach dem Ausscheiden aus dem Amt als Geschenk erhalten worden und etwaige Steuervergehen seien verjährt. Der Weg über die Verjährung erfordert jedoch, dass der ehemalige Präsident eine weitere Beweishürde nimmt.
Politischer Sturm und Verteidigung der PSOE
Die stellvertretende PP-Generalsekretärin Carmen Fúnez erklärte: „Bei Pedro Sánchez fallen Korruption, Regierung und Partei zusammen.“ Sie bestand darauf, dass die Fälle nicht isoliert seien und dass „alles mit Pedro Sánchez beginnt und endet“. Reyes Maroto, die Kommunalsprecherin der PSOE und zum Zeitpunkt der Genehmigung der Plus-Ultra-Rettung im März 2021 Ministerin für Industrie, forderte Respekt für die Unschuldsvermutung: „Wir müssen die Justiz arbeiten lassen; wir stehen am Anfang eines Verfahrens.“
„Wir müssen die Justiz arbeiten lassen; wir stehen am Anfang eines Verfahrens, und vor allem die Unschuldsvermutung in einem demokratischen Staat wie Spanien verteidigen.“
Wachsender Druck auf die Regierung
Zapatero soll am Mittwoch um 9 Uhr als Beschuldigter aussagen, zeitgleich mit der Regierungskontrolle im Kongress, was einen hochkarätigen Zusammenstoß zwischen Sánchez und PP-Chef Alberto Núñez Feijóo garantiert. PSOE-Vertreter räumen privat einen „harten Schlag“ ein, der die Bemühungen des Ministerpräsidenten, die Legislaturperiode auszusitzen, erschwert. Der Wochenkalender umfasst auch den Auftritt von Begoña Gómez vor einem Geschworenengericht, die Anhörung des Guardia-Civil-Direktors im Senat und das mögliche Urteil im Fall Ábalos. Eine CIS-Umfrage zeigt bereits einen Verlust von fünf Prozentpunkten bei der Wahlabsicht und eine Verschlechterung der Meinung über den Präsidenten.
Eine demokratische Premiere
Zapatero ist der erste ehemalige spanische Ministerpräsident, der seit der Rückkehr zur Demokratie formell angeklagt wurde. Die Ermittlungen umfassen nun fünf Anklagepunkte: Einflussnahme, Geldwäsche, Urkundenfälschung, Steuerbetrug und Schmuggel.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL MUNDOZapatero baraja esgrimir la prescripción para desactivar el delito fiscal por el botín de las joyas
- 20 minutosEl PSOE insiste en la presunción de inocencia de Zapatero y el PP recuerda que "el referente de Sánchez tiene 1,3 millones en joyas"
- europa pressMaroto (PSOE) insiste en la presunción de inocencia de Zapatero y...
- RTVE.esLos nuevos cargos contra Zapatero por las joyas de su caja fuerte agravan el viacrucis judicial para el PSOE
- José Luis Rodríguez Zapatero
- Ehemaliger Ministerpräsident Spaniens, unter Untersuchung wegen Einflussnahme, Geldwäsche, Steuerbetrugs und Schmuggels.
- José Luis Calama
- Richter der Audiencia Nacional, der die Plus-Ultra- und Schmuckermittlungen leitet.
- Reyes Maroto
- Kommunalsprecherin der PSOE und ehemalige Ministerin für Industrie, Handel und Tourismus während der Plus-Ultra-Rettung.
- Carmen Fúnez
- Stellvertretende PP-Generalsekretärin für Gesundheit und Sozialpolitik, kritisch gegenüber Pedro Sánchez wegen der Korruptionsfälle.
- Pedro Sánchez
- Derzeitiger Ministerpräsident Spaniens und PSOE-Vorsitzender, der mit den politischen Folgen der Ermittlungen konfrontiert ist.
- Alberto Núñez Feijóo
- Vorsitzender der Partido Popular, der angesichts der Korruptionsvorwürfe einen nationalen Neuanfang fordert.
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