Regierung · Madrid

Ex-Ministerpräsident Zapatero sieht sich wegen Schmuck im Wert von 1,3 Millionen Euro mit Steuerbetrugs- und Schmuggelvorwürfen konfrontiert, während sich das juristische Drama der PSOE verschärft

Die Entdeckung von Schmuck im Wert von mehr als 1,3 Millionen Euro in einem Safe in José Luis Rodríguez Zapateros Madrider Büro hat den Ermittlungsrichter veranlasst, ein dringendes separates Verfahren wegen Steuerbetrugs und Schmuggels gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten zu eröffnen, was die wachsende Justizkrise für Pedro Sánchez’ PSOE verschärft.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL MUNDO, 20 minutos, europa press und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. März 2021Die spanische Regierung genehmigt die Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra in Höhe von 53 Millionen Euro, beaufsichtigt von der damaligen Ministerin Reyes Maroto.
  2. 19.05.Die UDEF-Polizei stellt Zapatero persönlich die Gerichtsvorladung zu und macht ihn formell zum Beschuldigten im Plus-Ultra-Fall.
  3. 12.06.Richter Calama eröffnet nach Erhalt der Schmuckbewertung ein separates Ermittlungsverfahren wegen Steuerbetrugs und Schmuggels.
  4. 17.06.Zapatero erscheint als Beschuldigter vor der Audiencia Nacional.

Die Plus-Ultra-Rettung und erste Anklagen

José Luis Rodríguez Zapatero, Spaniens Ministerpräsident von 2004 bis 2011, stand bereits seit dem 19. Mai im sogenannten „Plus-Ultra-Fall“ unter formeller Untersuchung, nachdem eine Polizeieinheit die Gerichtsvorladung an seiner Wohnung zugestellt hatte. Der Richter José Luis Calama von der Audiencia Nacional hatte ihn an der „Spitze“ einer mutmaßlichen kriminellen Organisation verortet, die in die staatliche Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra im Jahr 2021 eingegriffen habe. Die ursprünglichen Anklagepunkte umfassen Einflussnahme, Geldwäsche und Urkundenfälschung.

Entdeckung des Schmucks und neue Vorwürfe

Als die Wirtschaftskriminalitätseinheit UDEF Zapateros Büro in der Madrider Calle Ferraz durchsuchte, fanden die Beamten einen Safe mit Smaragden, Diamanten und Saphiren aus Sambia und Thailand. Eine Bewertung durch das Auktionshaus Ansorena und das Spanische Gemmologische Institut bezifferte den Fund auf 1.323.915 Euro. Richter Calama handelte schnell und eröffnete am Freitag ein neues Ermittlungsverfahren wegen Steuerstraftaten und Schmuggels, bevor der ehemalige Regierungschef eine Express-Steuerregulierung vorlegen konnte, die die strafrechtliche Verantwortlichkeit hätte aufheben können.

„Der Richter handelte, um eine mögliche Express-Vereinbarung mit den Steuerbehörden zu blockieren, die eine strafrechtliche Befreiung zur Folge gehabt hätte.“

José Luis Calama, Richter

Zapateros begrenzte rechtliche Optionen

Da das neue Verfahren bereits läuft, würde eine nachträgliche Steuerregulierung nur noch als mildernder Umstand nach einem Schuldeingeständnis wirken. Von El Mundo zitierte Quellen halten es für sehr wahrscheinlich, dass die Verteidigung argumentieren wird, der Schmuck sei nach dem Ausscheiden aus dem Amt als Geschenk erhalten worden und etwaige Steuervergehen seien verjährt. Der Weg über die Verjährung erfordert jedoch, dass der ehemalige Präsident eine weitere Beweishürde nimmt.

Politischer Sturm und Verteidigung der PSOE

Die stellvertretende PP-Generalsekretärin Carmen Fúnez erklärte: „Bei Pedro Sánchez fallen Korruption, Regierung und Partei zusammen.“ Sie bestand darauf, dass die Fälle nicht isoliert seien und dass „alles mit Pedro Sánchez beginnt und endet“. Reyes Maroto, die Kommunalsprecherin der PSOE und zum Zeitpunkt der Genehmigung der Plus-Ultra-Rettung im März 2021 Ministerin für Industrie, forderte Respekt für die Unschuldsvermutung: „Wir müssen die Justiz arbeiten lassen; wir stehen am Anfang eines Verfahrens.“

„Wir müssen die Justiz arbeiten lassen; wir stehen am Anfang eines Verfahrens, und vor allem die Unschuldsvermutung in einem demokratischen Staat wie Spanien verteidigen.“

Reyes Maroto, Kommunalsprecherin

Wachsender Druck auf die Regierung

Zapatero soll am Mittwoch um 9 Uhr als Beschuldigter aussagen, zeitgleich mit der Regierungskontrolle im Kongress, was einen hochkarätigen Zusammenstoß zwischen Sánchez und PP-Chef Alberto Núñez Feijóo garantiert. PSOE-Vertreter räumen privat einen „harten Schlag“ ein, der die Bemühungen des Ministerpräsidenten, die Legislaturperiode auszusitzen, erschwert. Der Wochenkalender umfasst auch den Auftritt von Begoña Gómez vor einem Geschworenengericht, die Anhörung des Guardia-Civil-Direktors im Senat und das mögliche Urteil im Fall Ábalos. Eine CIS-Umfrage zeigt bereits einen Verlust von fünf Prozentpunkten bei der Wahlabsicht und eine Verschlechterung der Meinung über den Präsidenten.

Eine demokratische Premiere

Zapatero ist der erste ehemalige spanische Ministerpräsident, der seit der Rückkehr zur Demokratie formell angeklagt wurde. Die Ermittlungen umfassen nun fünf Anklagepunkte: Einflussnahme, Geldwäsche, Urkundenfälschung, Steuerbetrug und Schmuggel.

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Orte
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