Regierung · Madrid
Zapatero erklärt sich für unschuldig – als erster Ex-Regierungschef Spaniens wegen Geldwäsche und Einflussnahme angeklagt
Der frühere spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero erklärte vor einem Madrider Gericht, er sei ‚vollkommen unschuldig‘ hinsichtlich der Anklagepunkte Einflussnahme, Geldwäsche und Steuerbetrug im Zusammenhang mit dem Rettungspaket für die Fluggesellschaft Plus Ultra aus dem Jahr 2021. Der Richter verhängte keine Auflagen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Publico, SAPO, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Zapatero beantwortete rund drei Stunden lang Fragen von Richter Calama, verließ das Gericht jedoch ohne Auflagen.
Er bestritt jede Rolle bei dem 53-Millionen-Euro-Rettungspaket für Plus Ultra und wies die von der Staatsanwaltschaft behauptete Existenz einer Dubaier Firma zurück.
In einem Safe in seinem PSOE-Büro gefundener Schmuck im Wert von über 1,3 Millionen Euro hat die Ermittlungen auf Schmuggel und weitere Steuerdelikte ausgeweitet.
Die Staatsanwaltschaft forderte Passentzug und zweiwöchentliches Erscheinen; rechte Gruppen beantragten Untersuchungshaft. Der Richter lehnte alle Anträge ab.
Zapatero erteilte eine umfassende Vollmacht, damit die Behörden nach versteckten Auslandsvermögen suchen können, und beteuerte, nichts außerhalb Spaniens zu besitzen.

Die Anhörung
José Luis Rodríguez Zapatero erschien am Mittwoch vor Richter José Luis Calama an der Audiencia Nacional und beantwortete rund drei Stunden lang Fragen. Er ist der erste frühere spanische Regierungschef, der wegen Geldwäsche und Einflussnahme angeklagt wird. Obwohl Staatsanwaltschaft und Nebenkläger Auflagen forderten (darunter Passentzug und zweiwöchentliches Erscheinen vor Gericht), lehnte der Richter die Verhängung jeglicher Maßnahmen ab. Zapatero verließ das Gericht frei in einem Privatwagen.
Anklagepunkte und Ermittlungen
Zapatero werden sieben Straftaten vorgeworfen (darunter Einflussnahme, Geldwäsche, Steuerbetrug und Schmuggel) im Zusammenhang mit dem staatlichen Rettungspaket für die Fluggesellschaft Plus Ultra aus dem Jahr 2021. Die spanische Regierung pumpte während der Pandemie 53 Millionen Euro in die Fluggesellschaft, und die Ermittler behaupten, Zapatero habe unangemessenen Einfluss ausgeübt, um das Rettungspaket zu sichern, wobei er möglicherweise illegale Provisionen erhalten habe. Während der Vernehmung drängte ihn der Richter zu einer angeblichen Firma, die er angeblich in Dubai zur Kanalisierung von Zahlungen gegründet haben soll. Zapatero bestritt entschieden die Existenz einer solchen Einrichtung.
„Ich bin vollkommen unschuldig und bitte um Ihr Vertrauen. Ich werde Sie nicht enttäuschen.“
Schmuck und Safe
Bei Durchsuchungen der PSOE-Zentrale in Madrid fand die Wirtschafts- und Steuerfahndung (UDEF) in einem Safe in Zapateros ehemaligem Büro Schmuck. Ein gerichtlich in Auftrag gegebenes Gutachten bewertete die Stücke auf über 1,3 Millionen Euro, wodurch sich die Ermittlungen auf möglichen Schmuggel und weitere Steuerdelikte ausweiteten. Zapatero weigerte sich, vor Gericht über den Schmuck zu sprechen. Seine Verteidigung hat gegen die Entscheidung des Richters, diesen Teil der Befragung nicht zu verschieben, Berufung eingelegt und argumentiert, dass mehr Zeit benötigt werde, um das Gutachten zu prüfen und den Ursprung und Zeitpunkt der Gegenstände zu ermitteln.
Forderungen der Staatsanwaltschaft
Die Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft forderte den Richter auf, Zapateros Pass einzuziehen und ihn zu verpflichten, alle 15 Tage vor Gericht zu erscheinen, wobei sie Fluchtgefahr geltend machte. Die Nebenklage (unterstützt von der konservativen Partido Popular, der rechtsextremen Vox und der Organisation Hazte Oír) ging noch weiter und forderte Untersuchungshaft. Richter Calama lehnte alle diese Anträge ab. Dennoch deutet die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft auf eine breit angelegte Untersuchung hin, die nun versteckte Auslandsvermögen, nicht deklarierten Reichtum und die Beschlagnahme des Schmucks umfasst.
Zapateros Reaktion
Nach 29 Tagen Schweigen legte Zapatero dem Gericht eine von ihm als ‚freiwillige umfassende Vollmacht‘ bezeichnete Erklärung vor, die es den Behörden ermöglicht, alle seine ausländischen Bankkonten, Unternehmen, Finanzprodukte oder andere Vermögenswerte zu überprüfen. Er erklärte, er habe ‚absolut nichts außerhalb Spaniens‘. In einer nach der Anhörung veröffentlichten schriftlichen Erklärung beteuerte er, sich anständig und ehrenhaft verhalten zu haben, und versprach, durch ‚absolute Transparenz‘ das Vertrauen derjenigen zurückzugewinnen, die nun an ihm zweifelten. Die Ermittlungen dauern an; in den kommenden Wochen werden weitere Verfahrensschritte erwartet.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- PublicoAcusado de tráfico de influências e crimes fiscais, Zapatero declara-se "inocente" em tribunal
- SAPOZapatero: "Sou completamente inocente e peço-vos confiança"
- Notícias ao MinutoZapatero garante inocência em caso de tráfico de influências
- Observador"Sou acusado de crimes gravíssimos que não cometi". Zapatero quebra silêncio de 29 dias após ser ouvido na Audiencia Nacional
- José Luis Rodríguez Zapatero
- ehemaliger Ministerpräsident Spaniens, angeklagt wegen Einflussnahme, Geldwäsche, Steuerbetrugs und Schmuggels
- José Luis Calama
- Richter an der Audiencia Nacional, der die Ermittlungen leitet
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