
Xi Jinping trifft in Washington zu Gesprächen mit Donald Trump ein, nach dem Gipfeltreffen im Mai in Peking
Der chinesische Präsident Xi Jinping beginnt am Mittwoch einen Staatsbesuch in Washington, der Gespräche im Weißen Haus, ein Staatsbankett und vorherige Sojabohnenkäufe nach den Gesprächen im Mai in Peking umfasst.
Gipfelplan und wirtschaftliche Signale
Der chinesische Präsident Xi Jinping trifft am Mittwoch, dem 23. September 2026, in Washington zu hochrangigen Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus ein. Die formelle Tagesordnung umfasst bilaterale Gespräche und ein offizielles Staatsbankett, das für Donnerstag vorgesehen ist. Das Treffen folgt auf monatelange diplomatische Manöver nach Trumps Reise nach Peking Anfang des Jahres. Im Vorfeld des Washingtoner Gipfels kaufte Peking Lieferungen von US-Sojabohnen, was die traditionellen Agrarströme einer Nutzpflanze umkehrte, die ursprünglich aus China stammt, aber heute stark importiert wird. Trump hat Xi vor den Treffen öffentlich gelobt und gleichzeitig politische Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Nationen heruntergespielt, ein Ansatz, der aufgrund seiner möglichen Auswirkungen auf Taiwan Aufmerksamkeit erregt hat.
- Trump besucht Peking für 43 Stunden und trifft Xi Jinping
- Xi empfängt den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Peking
- China kauft US-Sojabohnen vor den bilateralen Gesprächen
- Xi trifft zu Staatsbesuch in Washington ein
- Bilaterale Gespräche im Weißen Haus und Staatsbankett
Protokoll und Inszenierung des Mai-Treffens
Der Washingtoner Gipfel erwidert einen 43-stündigen Besuch, den Trump im Mai 2026 in Peking machte. Während dieser Reise arrangierte die chinesische Regierung aufwändige zeremonielle Darbietungen, darunter winkende Kinder vor der Großen Halle des Volkes und Abendveranstaltungen unter Kronleuchtern. Trump bezeichnete den Tag als fantastisch, nannte Xi einen Freund und sprach formell die Einladung ins Weiße Haus aus. Auch diplomatische Nuancen prägten die Begegnung. Trump wurde bei seiner Ankunft am Flughafen Peking von Vizepräsident Han Zheng empfangen, der achten Rangstufe in der Hierarchie der Kommunistischen Partei Chinas, und nicht persönlich von Xi.
Meinungsverschiedenheiten und taktische Diplomatie
Während eines Spaziergangs durch den Zhongnanhai-Komplex, in dem hochrangige chinesische Amtsträger residieren, fragte Trump, ob anderen ausländischen Führungspersönlichkeiten dieselbe Führung gewährt worden sei. Xi antwortete, dass ein solcher Zugang äußerst selten sei, und bestätigte lediglich, dass der russische Präsident Wladimir Putin das Gelände besucht habe, während er frühere Besuche der US-Präsidenten Richard Nixon, George W. Bush und Barack Obama ausließ. Tage später empfing Xi Putin erneut in Peking. Trotz anhaltenden Misstrauens einigten sich Trump und Xi im Mai darauf, eine konstruktive Beziehung strategischer Stabilität anzustreben, die eine Eskalation zwischen den beiden Supermächten verhindern soll.
Unterschiedliche Einschätzungen von Zeit und Einfluss
Beide Regierungen betrachten die derzeitige Entspannung als taktischen Mechanismus, um Zeit zu gewinnen, und nicht als dauerhafte Lösung ihrer Rivalität. Der US-Finanzminister hat die chinesische Engagementstrategie mit Wasserball verglichen und argumentiert, dass unter der Oberfläche erhebliche Manöver stattfinden, während nach außen Ruhe ausgestrahlt wird. Edgard Kagan, ein ehemaliger US-Botschafter, der heute am Center for Strategic and International Studies zu China forscht, beschrieb die strategische Denkweise, die beide Führungspersönlichkeiten leitet.
Sowohl Trump als auch Xi sind überzeugt, dass die Zeit auf ihrer Seite ist.
Trump behauptet, dass seine Führung die Vereinigten Staaten wieder zur Vormachtstellung zurückführt, während Xi unter der Annahme handelt, dass die USA sich im strukturellen Niedergang befinden. Da beide Führungspersönlichkeiten glauben, dass die Zeit ihren langfristigen Interessen dient, strebt keiner eine sofortige direkte Konfrontation an.


