
Xbox-CEO warnt vor ‚Reset‘ – Microsoft bereitet massive Entlassungen für Juli vor
Die neue Xbox-CEO Asha Sharma teilte den Mitarbeitern mit, dass die 3-Prozent-Marge der Sparte ‚nicht fortgesetzt werden könne‘, nachdem man in fünf Jahren 20 Milliarden Dollar ausgegeben habe, während die Einnahmen um fast eine halbe Milliarde Dollar zurückgingen.
Die Xbox-Sparte von Microsoft bereitet laut mit den Plänen vertrauten Personen, die mit Bloomberg sprachen, umfangreiche Entlassungen vor, die im Juli beginnen sollen – kurz nach dem Ende des Geschäftsjahres am 30. Juni. Das genaue Ausmaß der Kürzungen bleibt unklar, obwohl eine aktuelle Folge von Giant Bomb Gerüchte über 1.000 Entlassungen in der Xbox-Sparte erwähnte. Quellen von The Verge zufolge könnten die Kürzungen eine Studioschließung oder Änderungen an der Xbox-Studioaufstellung umfassen.
Das Memo
Xbox-CEO Asha Sharma und Chief Content Officer Matt Booty veröffentlichten am Mittwoch ein Memo an die Mitarbeiter, in dem sie einen sogenannten ‚Xbox-Reset‘ für die nächsten 100 Tage skizzierten. Die auf Xbox Wire veröffentlichte Notiz kündigte keine Entlassungen an, führte aber mehrere ‚überraschende und sogar frustrierende‘ Realitäten des Geschäfts auf.
Ohne Activision Blizzard King haben wir in den letzten fünf Jahren über 20 Milliarden Dollar für laufende Investitionen in unsere Inhalte, Plattform und Hardware-Subventionen ausgegeben, aber unsere jährlichen Einnahmen sind in dieser Zeit um fast eine halbe Milliarde Dollar gesunken. Das kann so nicht weitergehen.
Sharma teilte den Mitarbeitern in einer von Bloomberg eingesehenen E-Mail separat mit, dass die Xbox-Accountability-Marge – Microsofts interner Begriff für die Gewinnmarge – auf 3 % geschrumpft sei.
Hardware-Krise und Aufmerksamkeitswettbewerb
Das Memo thematisierte auch eine von Sharma und Booty als Hardware-Komponentenkrise bezeichnete Situation. Sie schrieben, dass die Komponentenkosten für die Weihnachtssaison 2027 voraussichtlich ‚über das Fünffache der Preise betragen werden, die wir noch vor zwei Jahren gezahlt haben‘, wobei die Speicherkosten einem ähnlichen Trend folgen. Die Führungskräfte erklärten, Xbox könne derzeit nicht so viele Konsolen produzieren, wie Spieler kaufen möchten, und brauche ‚ein neues Geschäftsmodell und Partnerschaften für Hardware‘, bleibe aber Project Helix, dem Codenamen für die nächste Xbox-Konsole, verpflichtet.
Unser Wettbewerb ist in Zukunft die Aufmerksamkeit. Es gibt mehr großartige Spiele, Fernsehserien, Franchises, Kreative, Inhaltsformate, Apps usw. als je zuvor.
Aktuelle Lichtblicke
Die ersten 100 Tage von Sharma haben einige positive Signale hervorgebracht. Die Plattformteams lieferten in diesem Zeitraum mehr Updates aus als im gesamten Vorjahr, und Game Pass kehrte nach mehr als acht Monaten Rückgang zum Wachstum zurück. Die Xbox Games Showcase 2026 führte mit Gears of War: E-Day (geplant für 2026) und Clockwork Revolution (für 2027) wieder Exklusivtitel ein. Sharma äußerte sich zudem offen über die Konsolenpreise und sagte, die Branche habe ‚einen Punkt erreicht, an dem es schwer vorstellbar ist, dass die breite Masse Tausende von Dollar für eine Konsolengeneration ausgeben kann‘.
Wir haben Fehler gemacht und werden sie weiterhin machen, aber wichtig ist, dass wir zuhören, lernen und den Kurs bei Bedarf anpassen. Denken Sie daran: Unsere Fans stehen hinter uns.
Ein Muster von Kürzungen
Die bevorstehenden Entlassungen folgen auf frühere Stellenstreichungen in der gesamten Gaming-Sparte von Microsoft. Im Juli 2025 war Xbox die Hauptabteilung, die von einem unternehmensweiten Stellenabbau von 9.000 Stellen betroffen war. Tausende weitere Gaming-Stellen wurden 2024 gestrichen. Sharma und Xbox-Strategiechef Matthew Ball haben in dieser Woche auf ‚radikal andere‘ Konsolengeschäftsmodelle angespielt, und die Erwähnung von Hardware-Partnerschaften im Memo deutet darauf hin, dass andere PC-Hersteller möglicherweise irgendwann Xbox-Markengeräte auf Basis der neuen AMD-Chips produzieren könnten.
- Asha Sharma beginnt als Xbox-CEO
- Sharma und Booty veröffentlichen ‚Reset‘-Memo an die Mitarbeiter; Bloomberg berichtet über bevorstehende Entlassungen
- Microsoft-Geschäftsjahr endet
- Entlassungen sollen beginnen


