Wohnen · Lissabon, Porto und Faro

Demonstranten in Lissabon, Porto und Faro fordern Wohnrechte und einen Generalstreik

Am Samstag, 24. Oktober, versammelten sich in Lissabon, Porto und Faro Menschenmengen zu Protesten, die von der Bewegung Acampada angeführt wurden und die seit dem 10. Oktober Zeltlager betreibt. Die Polizei erklärte, sie wolle weiterhin auf den Dialog mit den Demonstranten setzen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SAPO, Diário de Notícias, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Lissabon, Porto, Faro · Portugal
Wie es dazu kam
  1. 23.10.Acampada in Lissabon beschließt in einer Volksversammlung, erneut Zelte aufzuschlagen
  2. 24.10.Märsche in Lissabon, Porto und Faro
  3. 27.10.Festgenommene sollen einem Richter vorgeführt werden

Märsche in Lissabon und Porto

Am Samstag, 24. Oktober fanden in Lissabon und Porto Proteste für das Recht auf Wohnen statt, zu denen die Bewegung Acampada aufgerufen hatte, die seit dem 10. Oktober in mehreren portugiesischen Städten protestiert und Zeltlager errichtet hat. In Lissabon sperrte die Sicherheitspolizei (PSP) den Verkehr auf der Avenida da Liberdade, damit der Marsch stattfinden konnte; die Route sollte am Rossio enden. In Porto versammelten sich rund 300 Menschen um 16.00 Uhr auf der Praça da Batalha, und der Marsch sollte an der Praça D. João I enden, wo für 19.30 Uhr eine Volksversammlung angesetzt war, um zu entscheiden, ob dort erneut Zelte aufgeschlagen werden. Ein PSP-Unterintendant sagte gegenüber Lusa, rund 600 Menschen hätten die Praça da Batalha verlassen, während Lusa-Reporter sahen, wie sich entlang der Route mehrere Hundert weitere anschlossen.

Geräumte Zeltlager und die Reaktion der Polizei

Die Märsche folgen auf Polizeieinsätze, bei denen in beiden Städten Zeltlager geräumt wurden. In Porto verurteilte die Bewegung einen Polizeiangriff in den frühen Morgenstunden des 15. Oktober, bei dem nach ihren Angaben 39 Demonstranten – zwei von ihnen schwer – und ein Polizist verletzt wurden, während andere Berichte 37 oder etwa 40 Verletzte nennen. In Lissabon entfernte die Polizei am Dienstag, 20. Oktober, Dutzende Zelte vom Rossio, nahm 55 Personen fest, die am 27. Oktober einem Richter vorgeführt werden sollen, und beschlagnahmte das Eigentum von Aktivistinnen und Aktivisten. Die Acampada in Lissabon beschloss am Freitag, 23. Oktober, in einer Volksversammlung, nach dem Marsch erneut Zelte aufzuschlagen. In einer Mitteilung legte die PSP ihr Vorgehen bei den Protesten dar:

„Unser Handeln wird weiterhin den Dialog, die Kommunikation und die Vermittlung mit den Demonstranten in den Vordergrund stellen, mit dem Ziel der Prävention und einer verhältnismäßigen Bewältigung etwaiger Zwischenfälle.“

Portugiesische Sicherheitspolizei (PSP)

Der Einsatz umfasst Verkehrseinheiten und Schnelleinsatzteams, wobei Reserven der Spezialeinheit in Bereitschaft stehen.

Forderungen und Aufrufe zum Generalstreik

Die Demonstranten fordern Mietobergrenzen, mehr öffentlichen Wohnraum, die Rückgewinnung leerstehender Gebäude und ein Ende von Räumungen ohne Ersatzwohnraum. Sie lehnen zudem ein neues Mietrecht ab, das im Parlament in Detailberatung ist, und einige fordern Preisregulierungen für Grundnahrungsmittel und Kraftstoffe sowie Steuern auf außerordentliche Gewinne großer Banken. Helena Roseta, die Architektin und Autorin des Wohnungsgrundgesetzes, schloss sich der Menge in Lissabon an. Der Generalsekretär des CGTP-IN, Tiago Oliveira, der sich auf der Avenida da Liberdade befand, sagte:

„Alle Formen des Kampfes liegen auf dem Tisch, aber wir müssen Schritt für Schritt vorgehen, und ein Generalstreik lässt sich nicht aufbauen, ohne seinen Erfolg zu sichern.“

Tiago Oliveira

Er sagte, nicht jede Form des Kampfes bedeute einen Generalstreik, und warf der Regierung vor, völlig realitätsfern zu sein.

Faro und größere Reichweite

In Faro marschierten rund 100 Menschen 900 Meter entlang der Avenida 5 de Outubro, begleitet von der Polizei; der Marsch begann gegen 15.30 Uhr und endete an der Praça da Liberdade. Die Sprechchöre richteten sich gegen Premierminister Luís Montenegro, und anschließend nutzten mehr als zehn Personen ein offenes Mikrofon, um über Schulden, Miete und Lebenshaltungskosten zu sprechen. Sebastião Florêncio, Mitglied der Organisationsgruppe der Acampada in Faro, sagte gegenüber Lusa, dies sei die schlimmste Krise seit dem 25. April, und sagte:

„Das ist ein Fall von Katastrophe, das ist ein Notstand, den wir in unserem Land haben.“

Sebastião Florêncio

Er sagte, er schätze sich glücklich, ein Zuhause zu haben, habe aber keinen Vertrag und müsse jeden Sommer für drei Monate fortgehen, was an der Algarve üblich sei. Auch in anderen europäischen Staaten, darunter Spanien, Frankreich, Italien und Belgien, laufen Proteste.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen