Sicherheit · New York und Los Angeles

Harvey Weinstein erhält 15-jährige Haftstrafe im New Yorker Wiederaufnahmeverfahren

Ein Richter in Manhattan hat den ehemaligen Filmproduzenten Harvey Weinstein wegen eines sexuellen Übergriffs aus dem Jahr 2006 zu 15 Jahren Haft verurteilt und damit einen sechsjährigen Rechtsstreit nach der Aufhebung seines ursprünglichen Urteils abgeschlossen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Stirile ProTV, stern.de, Deutsche Welle und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

New York, Los Angeles · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. Mai 2026Dritter Prozess wegen Vergewaltigungsvorwurfs von Mann endet mit gescheiterter Jury
  2. Juni 2026Staatsanwaltschaft Manhattan lässt Mann-Vorwurf fallen, nachdem sie vierte Aussage ablehnt
  3. 23.09.Richter Farber verhängt 15-jährige Haftstrafe in New York

Die Urteilsverkündung in Manhattan

Richter Curtis Farber verurteilte den 74-jährigen ehemaligen Filmproduzenten Harvey Weinstein am Mittwoch in Manhattan zu 15 Jahren Staatsgefängnis. Das Urteil erging nach Weinsteins Verurteilung im Juni 2025 wegen eines sexuellen Übergriffs ersten Grades an der ehemaligen Produktionsassistentin Miriam Haley in seiner Wohnung in Manhattan im Jahr 2006. Zusätzlich zur Haftstrafe ordnete Richter Farber an, dass sich Weinstein als Sexualstraftäter registrieren lassen und eine fünfjährige Bewährungszeit absolvieren muss. Farber sagte Weinstein, dass seine Leistungen als Filmproduzent durch sein Verhalten überschattet würden, und bezeichnete ihn als verurteilten Sexualstraftäter, der zum öffentlichen Gesicht der #MeToo-Bewegung wurde.

Aussagen im Gerichtssaal und Streit um das Strafmaß

Staatsanwaltschaft und Verteidigung legten vor Richter Farber stark widersprüchliche Strafempfehlungen vor, bevor er das Urteil verkündete. Staatsanwältin Nicole Blumberg beantragte eine 20-jährige Haftstrafe und argumentierte, Weinstein habe nie echte Reue gezeigt und sich öffentlich an Opferbeschuldigungen beteiligt, unter anderem in einem Podcast-Interview im Jahr 2025. Blumberg erklärte zudem, Weinstein habe während der Haft ein Honorar von 1,75 Millionen Dollar ausgehandelt, um Medienveröffentlichungen zeitlich so zu steuern, dass sie seiner Verteidigung dienten. Weinsteins Anwälte plädierten für eine neunjährige Strafe und verwiesen auf seinen sich verschlechternden Gesundheitszustand, darunter Krebs- und Diabetesdiagnosen, und warnten davor, dass eine längere Haftstrafe die Wahrscheinlichkeit erhöhe, dass er im Gefängnis sterbe.

Aus einem Rollstuhl am Verteidigungstisch sprach Weinstein das Gericht um Gnade an, während er weiterhin nicht einvernehmliche sexuelle Kontakte bestritt.

„Ich bin kein gewalttätiger Mensch, zeigen Sie Gnade. Ich entschuldige mich aufrichtig bei allen, die ich verletzt haben könnte.“

Harvey Weinstein, Ehemaliger Filmproduzent und Mitbegründer von Miramax

Haley wandte sich direkt an das Gericht, bevor das Urteil verkündet wurde, und schilderte die langfristigen psychologischen Folgen des Übergriffs von 2006.

„Für mich ist das eine lebenslange Haftstrafe.“

Miriam Haley
Strafmaß und Vorschläge im Wiederaufnahmeverfahren 2026 in ManhattanJahre
Maximale gesetzliche Strafe
25 Jahre
Antrag der Staatsanwaltschaft
20 Jahre
Verhängte Strafe
15 Jahre
Antrag der Verteidigung
9 Jahre

Daten aus dem Artikeltext

Sechs Jahre New Yorker Prozesse

Weinstein wurde ursprünglich im März 2020 in New York wegen des Übergriffs auf Haley und der Vergewaltigung der angehenden Schauspielerin Jessica Mann verurteilt und zu 23 Jahren Haft verurteilt. Der New Yorker Berufungsgerichtshof hob dieses Urteil 2024 auf, nachdem er festgestellt hatte, dass die Zulassung von Aussagen nicht angeklagter Anklägerinnen Weinstein ein faires Verfahren verweigert hatte. Im Juni 2025 verurteilte ihn eine Jury im Wiederaufnahmeverfahren wegen des Übergriffs auf Haley, sprach ihn vom Vorwurf des Übergriffs auf das ehemalige Model Kaja Sokola frei und konnte sich beim Vergewaltigungsvorwurf von Mann nicht einigen. Ein dritter Prozess, der sich ausschließlich auf Manns Vorwurf konzentrierte, endete im Mai 2026 erneut mit einer gescheiterten Jury. Daraufhin ließ der Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, Alvin Bragg, die Anklage im Juni fallen, nachdem Mann sich gegen eine vierte Aussage entschieden hatte.

Status in Kalifornien und anhängige Berufungen

Weinstein sieht sich zudem separaten rechtlichen Verpflichtungen in Kalifornien gegenüber, die sich aus einer Verurteilung im Dezember 2022 in Los Angeles ergeben. Das dortige Gericht verurteilte ihn zu 16 Jahren Haft wegen der Vergewaltigung und des sexuellen Übergriffs auf Evgeniya Chernyshova im Jahr 2013. Im Juni 2026 bestätigte ein kalifornisches Berufungsgericht die zugrunde liegenden Verurteilungen, ordnete jedoch eine Neuverhandlung des Strafmaßes an, da der ursprüngliche Richter die aufgehobene New Yorker Verurteilung als erschwerenden Faktor berücksichtigt hatte. Nach dem Urteil vom Mittwoch bestätigten Weinsteins Rechtsvertreter, dass sie gegen die neue 15-jährige Haftstrafe in New York Berufung einlegen wollen.

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