Lokal · Warschau

Warschauer Stadträte bezweifeln, dass Petition 132.000 Unterschriften für Abwahl von Bürgermeister Trzaskowski erreicht

Organisatoren in Warschau haben bis zum 28. September 2026 Zeit, 132.000 Unterschriften für eine Abstimmung zur Abwahl von Bürgermeister Rafał Trzaskowski zu sammeln, doch Stadträte aller politischen Fraktionen bezweifeln, ob die Aktion erfolgreich sein wird.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von FAKT24.pl, polsatnews.pl, wiadomosci.radiozet.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Silar, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2023
Wie es dazu kam
  1. 30.07.Organisatoren starten die Unterschriftensammlung nach der Kontroverse um das Szpital Południowy
  2. 15.09.Organisatoren melden Sammlung von etwa 100.000 Unterschriften
  3. 28.09.Frist zur Einreichung von 132.000 gültigen Unterschriften bei den Wahlbehörden

Die Frist für die Unterschriftensammlung

Die Bürgerinitiative Stołeczna Operacja Referendalna ist in die letzten acht Tage ihrer Unterschriftensammlung eingetreten, um ein Abwahlreferendum gegen Warschaus Bürgermeister Rafał Trzaskowski und den Warschauer Stadtrat zu erzwingen. Die Organisatoren starteten ihre öffentliche Petition am 30. Juli 2026 im Anschluss an einen Management-Streit am Szpital Południowy. Nach polnischem Kommunalrecht muss das Komitee gültige Unterschriften von 10 % der registrierten Wähler in der Hauptstadt vorlegen, was eine Anforderung von etwa 132.000 Unterschriften bis zum 28. September 2026 begründet. Am 15. September 2026 gab die Kampagne bekannt, dass sie etwa 100.000 Unterschriften in der ganzen Stadt gesammelt habe. Die Organisatoren erklärten, ihr Ziel sei es, die obligatorische Mindestanzahl vor Ablauf der Frist zu überschreiten, da sie damit rechnen, dass die Wahlbehörden einen Teil der eingereichten Einträge während des Überprüfungsprozesses für ungültig erklären.

Zweifel unter politischen Gegnern

Skepsis hinsichtlich der Durchführbarkeit der Kampagne ist im gesamten politischen Spektrum aufgekommen, auch unter den wichtigsten Rivalen des Bürgermeisters von Recht und Gerechtigkeit. Der Warschauer Stadtrat Tomasz Herbich wies darauf hin, dass der Beginn der Sammlung Ende Juli während der Sommerferienzeit die öffentliche Ansprache erheblich behindert habe. Während Herbich erklärte, er befürworte die Abwahl Trzaskowskis, argumentierte er, dass die Kampagnenstrategie eine hohe Wahrscheinlichkeit geschaffen habe, die erforderliche Schwelle zu verfehlen. Er stellte auch fest, dass sich die Organisatoren fast ausschließlich auf konservative Wähler konzentrierten, anstatt politische Gegner sowohl von links als auch von rechts zu vereinen. Herbich warnte davor, dass das Scheitern der Sammlung der notwendigen Unterschriften den amtierenden Bürgermeister vor künftigen Wahlen politisch stärken werde.

„Es in der Mitte der Ferien zu beginnen mit einem Ende am 28. September hat eine hohe Wahrscheinlichkeit des gegenteiligen Ergebnisses geschaffen, nämlich das Scheitern der Unterschriftensammlung, was wahrscheinlich passieren wird. Obwohl ich hoffe, dass sie es doch noch schaffen werden, sie zu sammeln.“

Tomasz Herbich

Reaktionen aus den Fraktionen des Stadtrats

Vertreter anderer Fraktionen des Warschauer Stadtrats haben ebenfalls die logistische und politische Machbarkeit des Abwahlvorhabens in Frage gestellt. Sławomir Potapowicz, stellvertretender Vorsitzender des Rates und Vertreter der Bürgerkoalition, erklärte, seine Gruppe habe die Initiative nie abgetan, aber die immense Schwierigkeit erkannt, über 130.000 Unterschriften zu beschaffen. Potapowicz verwies auf Trzaskowskis Wahlergebnisse und stellte fest, dass er sowohl bei den Kommunalwahlen 2018 als auch 2024 im ersten Wahlgang den Sieg errungen habe. Er argumentierte, dass den Organisatoren die operative Infrastruktur fehle, die für eine erfolgreiche stadtweite Kampagne erforderlich sei.

„Es ist deutlich sichtbar, dass es an jeder politischen, organisatorischen und logistischen Stärke mangelt, um dieses Referendum zu organisieren, vorzubereiten und durchzuführen.“

Sławomir Potapowicz

Die Ablehnung des Referendumsformats erstreckt sich auch auf linke Stadträte, die weiterhin kritisch gegenüber der Rathauspolitik sind. Agata Diduszko-Zyglewska, Vorsitzende des Clubs Lewica, Miasto Jest Nasze i Wspólne Jutro im Stadtrat, bestätigte, dass ihre Fraktion die Initiative nicht unterstützt.

„Wir haben zahlreiche Vorbehalte gegenüber der Art und Weise, wie Rafał Trzaskowski die Stadt führt. Ein Referendum ist jedoch nicht das Heilmittel für diese Probleme.“

Agata Diduszko-Zyglewska

Rechtliche Voraussetzungen für ein Abwahlreferendum

Wenn die Organisatoren es schaffen, die erforderlichen 132.000 Unterschriften bis zum 28. September 2026 einzureichen, wird die Petition eine formelle Überprüfung durch die Wahlbeamten auslösen. Das Erreichen der 10%-Wählerschwelle ist nur die erste Hürde im gesetzlichen Verfahren zur Abwahl des Bürgermeisters und zur Auflösung des Stadtrats. Damit ein anschließendes Abwahlreferendum rechtsverbindlich ist, muss die Wahlbeteiligung drei Fünftel der bei den vorangegangenen Kommunalwahlen verzeichneten Wahlbeteiligung erreichen. In Warschau erfordert das Erreichen dieser Gültigkeitsschwelle, dass etwa 450.000 Einwohner am Referendumstag ihre Stimme abgeben.

Gemeldete Unterschriften im Vergleich zur erforderlichen Schwelle für das AbwahlreferendumUnterschriften
Bis 15. September gesammelt
100000 Unterschriften
Erforderliche Schwelle
132000 Unterschriften

Daten aus dem Artikeltext

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Quellen und Kontext

Warschau · Polen

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