Waldbrand in der Sierra de Majalinos in Teruel wächst auf 1.000 Hektar, Evakuierung von Molinos erzwungen
Ein Waldbrand, der am Montagnachmittag in der Nähe von Ejulve in der spanischen Provinz Teruel ausbrach, hat schätzungsweise 1.000 Hektar verbrannt und die nächtliche Evakuierung der Gemeinde Molinos ausgelöst. Die spanische Militäreinheit für Notfälle (UME) wurde zusammen mit einem großen Luft- und Bodeneinsatz entsandt.
Brandursprung und Zeitplan
Das Feuer wurde am Montag, dem 20. Juli, gegen 17:45 Uhr in der Nähe von Kilometer 20 der A-1702, im Gebiet Puerto de Majalinos in der Sierra de Majalinos, gemeldet. Das Gelände besteht aus niedrigem Buschland, das zuletzt bei einem großen Waldbrand am 22. Juli 2009 brannte, einem Feuer, das 7.300 Hektar in den Gemeinden Aliaga und Ejulve versengte. Am späten Montagabend wurde der vorläufige Umfang auf etwa 170 Hektar geschätzt. Über Nacht verschlechterte sich die Lage drastisch, und am Dienstagmorgen schätzten die regionalen Behörden die betroffene Fläche auf etwa 1.000 Hektar.
- Feuer entzündet sich in der Nähe von km 20 der A-1702, Puerto de Majalinos, Ejulve.
- Erster Umfang auf 170 ha geschätzt; drei masías evakuiert.
- Luftfahrzeuge abgezogen; Bodentruppen arbeiten weiter; Wind dreht von SW auf NW-NO, Böen bis 40 km/h.
- ES-Alert-Nachricht ordnet vorsorgliche Evakuierung von Molinos an.
- Feuer wächst auf ~1.000 ha; Einsatzlage 2, Stufe 2 ausgerufen; PMA verlegt von Cinco Villas nach Ejulve.
- UME-Viertes Interventionsbataillon aktiv; 5+ Luftfahrzeuge, 7 Bodenbrigaden, 6 Fahrzeuge, 4 Bulldozer im Einsatz.
Das Feuer ist nach Tagesanbruch am Dienstag noch aktiv. Die Regionalregierung hat die Alarmstufe auf Einsatzlage 2, Stufe 2 gemäß dem PROCINFO-Plan erhöht. Der erweiterte Einsatzleitstand (PMA), der zuvor das Feuer in Cinco Villas koordinierte, wurde nach Ejulve verlegt, um diesen Vorfall zu leiten.
Eingesetzte Notfallmaßnahmen
Die spanische Militäreinheit für Notfälle (UME) wurde aktiviert, Einheiten des vierten Interventionsbataillons verließen die Luftwaffenbasis Saragossa. Der regionale Feuerwehrdienst (INFOAR) hat vier Luftfahrzeuge, drei Hubschrauber-Brigaden, sechs Bodenbrigaden, sieben Feuerwehrfahrzeuge und einen Bulldozer eingesetzt. Das Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung (MITECO) hat einen Hubschrauberlöscher und zwei Starrflügelflugzeuge beigesteuert, weitere Luftressourcen stehen noch aus.
Für den Einsatz am Dienstag sieht der INFOAR-Plan sieben Bodenbrigaden, sechs Feuerwehrfahrzeuge, zwei Bulldozer vor Ort (zwei weitere auf dem Weg), fünf Luftfahrzeuge und einen Koordinationshubschrauber vor. Personal der Direktion der Unterstützungsgruppe für die Brandbekämpfung (GADEX) und der Umweltschutzbeamten (APN), die als Bereichsleiter fungieren, werden die Bemühungen unterstützen. Ein schwerer Löschflugzeugtanker mit Basis in Caravaca und zwei Bodenbeladungsflugzeuge sollen tagsüber voll einsatzbereit sein.
Die bereits 2009 betroffene Zone mit niedrigem Buschland reduziert die verfügbare Brennstofflast, aber es bleibt ein Feuer mit Potenzial, das einen erheblichen Ressourceneinsatz erfordert.
Evakuierungen und Straßensperrungen
Das Feuer hat die Evakuierung von drei Landhäusern (masías) im unmittelbaren Gebiet erzwungen. Um Mitternacht am Dienstag sandte der Notruf 112 Aragón eine ES-Alert-Nachricht, die die vorsorgliche Evakuierung von Molinos anordnete. Die Bewohner wurden in die Sporthalle in Alcorisa gebracht. Die A-1702 bleibt zwischen den Kilometerpunkten 10 und 27, von Ejulve bis zur Abzweigung Montoro de Mezquita, gesperrt.
Wetterausblick als erschwerender Faktor
In der Nacht wechselten die Winde, zunächst südwestlich mit Böen bis zu 40 km/h, dann nordwestlich bis nordöstlich. Die Prognose für Dienstag sieht Ostwinde und einen Abfall der relativen Luftfeuchtigkeit auf 20–25 Prozent vor, Bedingungen, die die Brandbekämpfungsleitung genau beobachtet, da sie das Brandverhalten verschärfen könnten.

