
Sprengsätze an deutschem Umspannwerk nahe Kohlekraftwerk Jänschwalde gefunden
Deutsche Polizei und Sprengstoffexperten haben am Umspannwerk Turnow-Preilack in Brandenburg nicht explodierte Brandsätze und Sprengsätze neutralisiert, nachdem Schäden an Stromleitungen festgestellt wurden.
Entdeckung von Sprengsätzen in Turnow-Preilack
Deutsche Polizei und Sprengstoffexperten wurden am Dienstagmorgen zu einem Umspannwerk in Turnow-Preilack gerufen, nachdem improvisierte Spreng- und Brandvorrichtungen gefunden wurden. Die Strafverfolgungsbehörden erhielten Meldungen über Schäden an Energieübertragungseinrichtungen gegen 8:00 Uhr (06:00 GMT) im östlichen Bundesland Brandenburg nahe der Grenze zu Polen. Spezialisierte technische Kräfte sicherten den Bereich, um die nicht explodierten Gegenstände zu entschärfen und forensische Beweise zu sichern. Die Polizei bestätigte, dass bei dem Vorfall niemand verletzt wurde und erklärte, dass Anwohner nicht in Gefahr seien, betonte jedoch, dass die Ermittler den Sicherheitsvorfall mit großer Ernsthaftigkeit behandeln.
Schäden am Stromnetz und Kraftwerksbetrieb
Das Umspannwerk Turnow-Preilack dient als wichtiger Verteilungsknoten für das Kohlekraftwerk Jänschwalde, die größte Stromerzeugungsanlage in Brandenburg mit einer installierten Leistung von 1.500 Megawatt. Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, der die Stromverteilung über Ostdeutschland, Berlin und Hamburg verwaltet, bestätigte, dass nicht identifizierte Täter mehrere Stromleitungen beschädigt haben.
Die noch nicht identifizierten Täter sollen Schäden an mehreren Stromleitungen im Übertragungsnetz von 50Hertz verursacht haben.
Der Übertragungsnetzbetreiber verzeichnete eine kurzzeitige Leitungsunterbrechung, bevor alle beschädigten Stromleitungen wieder voll in Betrieb genommen wurden. 50Hertz bestätigte, dass die regionale Stromversorgung sicher und ununterbrochen blieb. Der Kraftwerksbetreiber LEAG erklärte, dass am Dienstag ein technischer Ausfall in Block B des Kraftwerks Jänschwalde aufgetreten sei, was interne Überprüfungen ausgelöst habe, um festzustellen, ob der Ausfall direkt mit den Schäden am Umspannwerk zusammenhängt. LEAG bezeichnete den Vorfall als Angriff auf das Umspannwerk.
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- Polizei entdeckt Sprengsätze und Leitungsschäden am Umspannwerk Turnow-Preilack
Umstrittene Berichte über Projektilwerfer
Berichte der regionalen Zeitung Märkische Allgemeine Zeitung deuteten darauf hin, dass die Täter selbstgebaute raketenartige pyrotechnische Vorrichtungen mit Sprengladungen auf das Umspannwerk abgefeuert hätten. Von der Zeitung erhaltene Fotos zeigten selbstgebaute Abschussvorrichtungen, die angeblich darauf abzielten, einen schweren Blackout in Block E des Kohlekraftwerks zu verursachen. Einsatzkräfte sollen vor Ort weitere nicht explodierte Projektileinheiten entdeckt und entschärft haben. Die Polizei bestätigte den Fund unkonventioneller Spreng- und Brandsätze in der Nähe der Leitungen, aber die Behörden bestätigten den Einsatz von Raketenwerfern nicht. Das Landeskriminalamt Brandenburg übernahm die Ermittlungen, um die Täter zu identifizieren und ihre Motive zu klären.
Vorangegangene Sabotagevorfälle in der Region Berlin
Die Ermittlungen in Brandenburg erfolgen nach mehreren früheren Anschlägen auf die Energieinfrastruktur in Nordostdeutschland. Im Januar verursachten Brandstifter Kurzschlüsse entlang von Hochspannungsleitungen in der Nähe eines Kraftwerks südwestlich von Berlin. Dieser Angriff unterbrach die Stromversorgung von rund 45.000 Haushalten und über 2.200 Gewerbebetrieben sowie örtlichen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Die Verantwortung für die Sabotage im Januar wurde von der antikapitalistischen militanten Gruppierung Vulkangruppen übernommen. Im März 2024 ereignete sich ein weiterer Sabotageakt in Form eines Brandanschlags auf einen Hochspannungsmast, der das Tesla-Werk in Grünheide bei Berlin mit Strom versorgte, was die Produktion im Automobilwerk für mehrere Tage lahmlegte.
- Haushalte ohne Strom
- 45000
- Betroffene Unternehmen und Geschäfte
- 2200


