
Waldbrand bei Sant Quirze Safaja verbrennt 97 Hektar, zwingt zu Evakuierungen und Straßensperrungen in Katalonien
Ein Waldbrand, der am Mittwochnachmittag in Sant Quirze Safaja (Barcelona) ausbrach, hat 97 Hektar verbrannt, die Evakuierung eines Campingplatzes und eines Jugendzeltlagers erzwungen und zur Abriegelung mehrerer ländlicher Anwesen geführt.
Ein Waldbrand, der am Nachmittag des 15. Juli 2026 in Sant Quirze Safaja in der Region Moianès (Barcelona) ausbrach, breitete sich schnell aus und verzehrte 97 Hektar, meist bewaldetes Land. Der um 15:09 Uhr gemeldete Brand zwang die Rettungsdienste zur Evakuierung des Campingplatzes l'Illa und des Jugendzeltlagers Can Micaló, während sie die Abriegelung von Häusern im Gebiet Pla de la Casanova, dem ländlichen Hostal Masblanc und dem Anwesen La Rovineta anordneten. Das Feuer überquerte auch die Straße C-1413b, die daraufhin zwischen Centelles und Sant Martí de Centelles für den Verkehr gesperrt wurde.
Einsatz der Notfallkräfte und Brandbekämpfung
Die Feuerwehr der Bombers de la Generalitat setzte einen umfangreichen Einsatz mit 53 Boden- und Lufteinheiten sowie rund 140 Einsatzkräften ein, um die Flammen einzudämmen. Die Luftflotte umfasste vier Löschflugzeuge, sechs Überwachungs- und Angriffsflugzeuge, vier Einsatzhubschrauber und ein Großraumflugzeug des Ministeriums für den ökologischen Wandel. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich auf die linke Flanke des Feuers, die durch einen Westwind angetrieben die größte Gefahr darstellte, sich auf zahlreiche nahegelegene Schluchten auszubreiten, wo das Feuer an einem Hang aufwärts intensiver werden könnte. Die rechte Flanke bewegte sich bergab langsamer voran. Um 20:30 Uhr wurde der Brand als stabilisiert gemeldet, wobei 51 Einheiten vor Ort blieben, um ihn vollständig zu löschen.
51 Einheiten bleiben vor Ort, um die Flammen zu löschen.
Evakuierungen und Abriegelungen
Etwa 30 Personen, darunter Kinder und Betreuer des Wohn- und Bildungszentrums CRAE-Sanatorium Puig d'Olena, wurden mit eigenen Mitteln in die Sportanlage von Centelles gebracht und später in Hostalets de Balenyà untergebracht. Die Insassen des Campingplatzes l'Illa wurden in die Mehrzweckhalle von Sant Quirze verlegt, während die des Jugendzeltlagers Can Micaló vorsorglich in eine andere Einrichtung in Aiguafreda gebracht wurden. Die Behörden ordneten außerdem die Abriegelung mehrerer verstreuter Häuser und ländlicher Unterkünfte in den Gemeinden Sant Quirze Safaja und Sant Martí de Centelles an.
Brandursache und parallele Brandstiftungsermittlung
Der Brand brach in der Nähe des Perimeters eines früheren Feuers aus, das Ende Juni dieselbe Gegend versengt hatte. Von der gesamten verbrannten Fläche liegen 37 Hektar innerhalb des Naturgebiets Cingles de Bertí. In Querol (Tarragona) blieb unterdessen ein weiteres Feuer, das um 13:53 Uhr ausgebrochen war, aktiv, und die Mossos d'Esquadra suchten nach einem mutmaßlichen Brandstifter, der mit drei anderen Bränden im Gebiet Aiguamúrcia innerhalb von weniger als zwei Wochen in Verbindung steht.
- Die Rettungsdienste erhalten den ersten Alarm über einen Waldbrand in Sant Quirze Safaja.
- Vorläufige Schätzung: 70 Hektar verbrannt; etwa 20 Bodeneinheiten sind im Einsatz.
- Brand erweitert sich auf 97 Hektar; 53 Einheiten und 140 Einsatzkräfte arbeiten nun an der Eindämmung.
- Bombers de la Generalitat geben bekannt, dass der Brand stabilisiert ist; 51 Einheiten bleiben vor Ort.
Extreme Hitze als Hintergrund
Der Waldbrand ereignete sich während der dritten Hitzewelle des Sommers in Katalonien, mit Temperaturen über 40 Grad Celsius an einigen Orten. Die Kombination aus extremer Hitze, Trockenheit und Wind schuf ein Hochrisikoszenario, das am Mittwoch zu mehreren gleichzeitigen Waldbränden in der Region führte.

