Wirtschaft · Wolfsburg, Emden und Zwickau

VW stoppt Entwicklung des elektrischen Golf – Marke meldet ersten Quartalsverlust seit 2020

Volkswagen hat die vorbereitenden Entwicklungsarbeiten am ID. Golf ausgesetzt, hält aber an den Produktionsplänen in Wolfsburg fest. Markenchef Thomas Schäfer sagt, das Unternehmen könne sich die Ausgaben derzeit nicht leisten, nachdem die Marke VW im dritten Quartal in die Verlustzone gerutscht ist.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Aktuálně.cz, ANSA.it, Ziare.com und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Wolfsburg, Emden, Zwickau · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 29.10.Volkswagen legt Konzernquartalszahlen vor – der größte Quartalsverlust seit einem Jahrzehnt
  2. 30.10.Schäfers Intranet-Interview bestätigt die Unterbrechung der ID. Golf-Entwicklung

Was Volkswagen gestoppt hat

Volkswagen hat die vorbereitenden Entwicklungsarbeiten am elektrischen Golf, dem ID. Golf, ausgesetzt, hält aber an dem Plan fest, das Modell im Stammwerk Wolfsburg zu bauen. Markenchef Thomas Schäfer bestätigte die Unterbrechung in einem am Freitag, 30. Oktober, im Intranet des Unternehmens veröffentlichten Interview. Er sagte, die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, denn das Unternehmen wolle Arbeiten nicht aufschieben, die es noch nicht finanzieren könne. Markenfinanzchef David Powels sagte, die Maßnahme bleibe in Kraft, bis der Konzern die nötigen Investitionen garantieren könne.

Schäfers Kernbotschaft war kurz.

„Wir können uns diese Arbeit im Moment einfach nicht leisten.“

Thomas Schäfer, Markenchef von Volkswagen

Er ergänzte, das Unternehmen könne kein Geld ausgeben, das es nicht verdiene, und die Unterbrechung sei keine Absage.

„Wir können kein Geld ausgeben, das wir nicht verdienen. Wir pausieren, wir sagen nicht ab.“

Thomas Schäfer, Markenchef von Volkswagen

Der Ablauf der jüngsten Ereignisse ist unten dargestellt.

Betriebsrat und Startzeitpunkt

Der Betriebsrat in Wolfsburg erklärt, die Unterbrechung bedeute weder das Aus für das Projekt noch eine Verschiebung des Marktstarts; die verlorene Zeit lasse sich aufholen. Helena Wisbert, Automobilexpertin an der Ostfalia Hochschule, ist weniger zuversichtlich. Sie sagte, die Fahrzeugentwicklung sei immer eng getaktet, weshalb eine frühe Verzögerung in der Regel den Produktionsstart nach hinten verschiebe. Der elektrische Golf soll ab Anfang der 2030er Jahre an den Erfolg seines Vorgängers anknüpfen. Er wäre nach dem elektrischen T-Roc das zweite Modell, das in Wolfsburg auf der SSP-Plattform gebaut wird; der Start der Plattform ist bereits vom ursprünglichen Ziel 2026 nach hinten verschoben worden.

Marken- und Konzernzahlen

Die Marke Volkswagen wies im dritten Quartal einen operativen Verlust von 182 Millionen Euro aus – der erste Quartalsverlust seit dem Corona-Jahr 2020, wobei ein Bericht die Zahl mit 181 Millionen Euro angibt. Die operative Rendite sank im Quartal auf minus 0,9 Prozent, nach plus 1,8 Prozent ein Jahr zuvor; die Umsatzrendite in den ersten neun Monaten fiel von 2,3 auf 1,3 Prozent. Über alle Marken hinweg sank das operative Ergebnis von Volkswagen in den ersten neun Monaten um fast 99 Prozent auf 0,1 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis für Juli bis September lag bei rund minus 5,82 Milliarden Euro, was das Unternehmen mit einer Wertminderung bei Porsche, schwächerem Geschäft in China und Umstrukturierungskosten begründete. Skoda meldete für das dritte Quartal einen Gewinn von rund 1,9 Milliarden Euro; die Markengruppe Core, zu der Skoda und Seat gehören, erzielte in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 106,4 Milliarden Euro, 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Laut Schäfer ist die steigende Nachfrage nach Elektroautos Teil der Erklärung, da Volkswagen mit ihnen noch immer weniger verdient als mit vergleichbaren Verbrennermodellen. Der Preisdruck chinesischer Hersteller, vor allem bei Hybriden, verschärft die Lage zusätzlich.

Operative Rendite der Marke VW, Q3%
Q3 Vorjahr
1.8 %
Q3 2026
-0.9 %

Daten aus dem Artikeltext

Kostensenkungen im Konzern

Dem Werk Wolfsburg fehlen 300 Millionen Euro zum diesjährigen Kostensenkungsziel, während die Werke Emden und Zwickau bei den Fabrikkosten auf Kurs liegen. Der umfassendere Umbau sieht den Abbau von 100.000 Stellen und die Schließung von bis zu vier Werken in Deutschland vor; Wolfsburg gehört allerdings nicht zu den von Schließung bedrohten Standorten. Schäfer bezeichnete das Sparprogramm als Marathon und fügte hinzu, ein kurzer Sprint würde dem Unternehmen jetzt helfen. Der Betriebsrat erklärte, der Stopp der vorbereitenden Ausgaben sei ein weiteres Zeichen dafür, wie angespannt die Finanzlage des Konzerns geworden ist.

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