Wirtschaft · London

Virgin Media O2 streicht Tausende Stellen im Sparprogramm über 800 Mio. Pfund

Der britische Telekomkonzern, der gemeinsam von Telefónica und Liberty Global gehalten wird, erklärt, 300 Mio. Pfund seines jährlichen Einsparziels von 800 Mio. Pfund bis 2029 sollen aus einer kleineren Belegschaft kommen. Wie viele der rund 16.000 Beschäftigten betroffen sind, teilte das Unternehmen nicht mit.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, La Libre.be, EL MUNDO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. Sommer 2026Führungspositionen gestrichen und Executive Committee umbesetzt
  2. 3.11.Sparplan und Einsparziel von 800 Mio. Pfund angekündigt
  3. 2027Rund 400 Mio. Pfund Einsparungen für 2027 erwartet
  4. 2029Jährliches Einsparziel von 800 Mio. Pfund für 2029

Kostenplan und Stellenabbau

Virgin Media O2, der britische Telekomkonzern, der gemeinsam von Telefónica und Liberty Global gehalten wird, teilte am Dienstag, 3. November 2026, mit, dass er Tausende Stellen streichen wird – im Rahmen eines Programms, das bis 2029 jährliche Einsparungen von 800 Mio. Pfund anstrebt. Rund 400 Mio. Pfund davon sollen 2027 anfallen. 300 Mio. Pfund der Einsparungen für 2029 sollen nach Erwartung des Unternehmens aus einer kleineren Belegschaft stammen, was in den kommenden zwei Jahren etwa 30 % seiner Personalkosten entspricht. Wie viele Stellen das konkret bedeutet, teilte das Unternehmen nicht mit; beschäftigt sind rund 16.000 Menschen. Der Guardian schrieb, die Reduzierungen könnten bis zu 25 % dieser Belegschaft erreichen – eine Zahl, die das Unternehmen nicht bestätigte.

VMO2-EinsparzieleMio. Pfund
Erwartete Einsparungen 2027
400 Mio. Pfund
Jährliches Einsparziel bis 2029
800 Mio. Pfund
Einsparungen durch Stellenabbau bis 2029
300 Mio. Pfund

Daten aus dem Artikeltext

Das Unternehmen erklärte, die meisten Stellenverluste träfen Bereiche ohne direkten Kundenkontakt, und die Vorschläge seien weiterhin Gegenstand von Konsultationen. La Vanguardia berichtete, die Abgänge sollten auf freiwilliger Basis in Gesprächen mit Gewerkschaftsvertretern geregelt werden.

Führung und operative Geschäfte

Führungspositionen wurden seit dem Sommer bereits deutlich reduziert, verbunden mit Änderungen im Executive Committee. Kommerzielle und operative Einheiten wurden unter Lyssa McGowan, Chefin des Privatkundengeschäfts, zusammengeführt. Weitere Einschnitte sollen im gesamten Unternehmen folgen. Weitere Einsparungen sollen durch den Einsatz weniger Auftragnehmer, die Vereinfachung der Beziehungen zu Lieferanten und in der Lieferkette sowie die Überprüfung von Technologielizenzen entstehen.

Investitionen und KI

Das Unternehmen will KI-Werkzeuge im Kundenservice, in der Netzplanung und im Störungsmanagement stärker einsetzen, um Effizienz und Produktivität zu steigern. Zudem stoppt es Investitionen in den Ausbau seines Glasfasernetzes über bestehende Verpflichtungen mit Partnern hinaus; dieses Netz ist laut Guardian zu 50 % fertiggestellt. El Mundo brachte den Plan mit einer wichtigen Niederlage bei der britischen Wettbewerbsbehörde im Zusammenhang mit dem Kauf des Glasfaserbetreibers Netomnia in Verbindung. Das Unternehmen prüft Großhandelsvereinbarungen für Gebiete, die sein Netz nicht erreicht. Berichten zufolge steht es kurz vor einer Einigung mit Openreach von BT, die seine Reichweite von 19 Millionen auf potenziell 25 Millionen Haushalte ausweiten könnte.

Schulden, Kunden und die Argumentation des Konzernchefs

Konzernchef Lutz Schüler sagte, die Entscheidungen seien schwierig, aber notwendig.

„Stillzustehen und immer weiter das zu tun, was wir immer getan haben, ist keine Option – und viele dieser Entscheidungen sind hart, aber sie sind notwendig für unseren künftigen Erfolg und unser Wachstum.“

Lutz Schüler

Der Konzern trägt rund 22 Mrd. Pfund Schulden; El Mundo zufolge ist dies der höchste Schuldenstand unter den Tochtergesellschaften von Telefónica, nämlich 21.951 Mio. Pfund. Die FT berichtete, das Unternehmen sei im Sommer von einem Ausverkauf seiner Anleihen getroffen worden, aus Sorge, der Preiswettbewerb kleiner Glasfaseranbieter beeinträchtige seine Fähigkeit, diese Schulden zu bedienen. Im dritten Quartal verlor es zwischen Juli und September 23.000 Breitbandkunden. Die FT zählte in diesem Jahr mehr als 55.000 verlorene Kunden, nach 138.400 im Vorjahr. El Mundo zufolge sanken Umsatz und Gewinn im dritten Quartal um 5,7 % und 2,6 %.

Wie es weitergeht

Schüler sagte, das Unternehmen müsse seinen Kurs ändern, um weiter wachsen zu können.

„Virgin Media O2 muss sich weiterentwickeln, und die Maßnahmen, die dafür nötig sind, beginnen jetzt.“

Lutz Schüler
El Mundo berichtete, der vollständige strategische Plan werde im Februar vorgestellt; das Unternehmen habe angekündigt, in den kommenden Monaten ausführlicher zu informieren. Der FT-Analyst James Ratzer von New Street Research sagte, die neuen Kostenschritte seien nötig, um mit Wettbewerbern Schritt zu halten, die beim Breitbandpreis unter Druck stehen.

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Quellen und Kontext

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