Kunst & Bücher · Barcelona und Madrid

Enrique Vila-Matas gewinnt Spaniens Premio Nacional de las Letras Españolas 2026

Das spanische Kulturministerium hat den Schriftsteller aus Barcelona am Dienstag, 27. Oktober, ausgezeichnet – mit 50.000 Euro für ein Lebenswerk, das die Jury als lang und beispielhaft bezeichnete. Von der Ehrung erfuhr er in einer Buchhandlung, nachdem er den Anruf zunächst hatte klingeln lassen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, RTVE.es, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Barcelona, Madrid · Spanien

Die Auszeichnung

Das spanische Kulturministerium gab am Dienstag, 27. Oktober 2026, bekannt, dass Enrique Vila-Matas den Premio Nacional de las Letras Españolas 2026 gewonnen hat, der mit 50.000 Euro dotiert ist. Der in Barcelona geborene Schriftsteller ist laut El Mundo 78 Jahre alt und hat mehr als 30 Bücher veröffentlicht. Die Jury würdigte seinen „entscheidenden Einfluss“ auf die zeitgenössische Erzählkunst, seinen Beitrag zur borgesianischen Tradition im Spanischen und eine formale Originalität, die dem metafiktionalen Geist Cervantes’ treu bleibe. Sie nannte ihn „einen Meister der Wendung“ und „einen unklassifizierbaren und überraschenden Autor“, einen der international bekanntesten Schriftsteller Spaniens. El Mundo merkte an, dass er bislang weder den Premio Nacional noch den Cervantes-Preis oder den Prinzessin-von-Asturien-Preis erhalten hatte.

Der Anruf

Die Nachricht erreichte ihn in der Buchhandlung +Bernat in Barcelona, wo er gerade mit dem asturischen Schriftsteller Alejandro Basteiro sprach. Zunächst nahm er den Anruf nicht entgegen, weil ihm die unbekannte Nummer nicht vertrauenswürdig erschien. Am anderen Ende war María José Gálvez, Leiterin der Generaldirektion für das Buch, die ihn über die Auszeichnung informieren wollte. La Razón beschrieb den Anruf als verdächtig und erklärte, die Buchhandlung sei ein regelmäßiger Treffpunkt des Autors. El Mundo berichtete zudem über seinen Scherz, dass sich auch der Tag von Basteiro verändert habe, da sich der asturische Schriftsteller nun für den nächsten Preisträger halte.

Pressekonferenz

Er sprach in derselben Buchhandlung mit Journalisten, an seiner Seite seine Lektorin bei Sexi Barral, Elena Ramírez. Seinen Ansatz beschrieb er als spielerisch und wies das Etikett der Metaliteratur zurück, das ihm seit Jahren anhängt. Seine Arbeit denke über das Schreiben selbst nach, sagte er, und verwies darauf, dass Cervantes dies bereits im Don Quijote getan habe, wo das Buch Ritterromane erörtere. Zudem vertrat er die Auffassung, dass es keine Autofiktion ohne literarische Fiktion gebe, und fügte hinzu, es gehe ihm stets darum, Freude zu haben, und er sei ironisch gegenüber sich selbst. Seine Sicht fasste er in einem Satz zusammen:

„Meine Vorstellung von Literatur ist wie ein Spiel, etwas Spielerisches.“

Enrique Vila-Matas, Schriftsteller aus Barcelona

Künstliche Intelligenz

Auf die Frage nach den Folgen der künstlichen Intelligenz antwortete er mit Ironie:

„Ich stelle sehr schwierige Fragen. Sehr schwierige. Und ich treibe sie völlig in den Wahnsinn.“

Enrique Vila-Matas, Schriftsteller aus Barcelona

Die KI wirke „sehr desorientiert“, sagte er; sie habe ihm einmal erzählt, eine Straße in Barcelona trage seinen Namen, und habe in der Frage korrigiert werden müssen, in wie viele Sprachen seine Bücher übersetzt sind. La Razón zufolge sind seine Bücher in rund dreißig Sprachen übersetzt.

Werke und Rezeption

EL PAÍS beschreibt Kassel no invita a la lógica als die Geschichte eines Schriftstellers, der zur Documenta nach Kassel eingeladen wird, einer für ihre Experimentierfreude bekannten Kunstschau, und sich dort selbst in eine lebende Installation verwandeln muss. Bartleby y compañía widmet sich Schriftstellern, die mit dem Schreiben aufhören, darunter Juan Rulfo, Arthur Rimbaud und J.D. Salinger. El Periódico nennt unter seinen Büchern El mal de Montano, París no se acaba nunca, Aire de Dylan und das jüngere Canon de cámara oscura. Dieselbe Zeitung erinnert daran, dass seine öffentliche Laufbahn mit einem erfundenen Interview aus dem Jahr 1968 mit Marlon Brando begann, das er sich ausdachte, weil er kein Englisch sprach. In einem Gespräch mit El Ojo Crítico von RTVE sagte er, er suche in der Fiktion intensiv nach Wahrheit und die Ironie gehöre zu seiner Persönlichkeit.

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Quellen und Kontext

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