Stromnetz · Rimini und Genua

Utilitalia meldet 9,9 Milliarden Euro Investitionen der Versorger für 2025 und 29,7 Milliarden Euro geplant bis 2028

Italienische Versorgungsunternehmen haben 2025 9,9 Milliarden Euro ausgegeben, nach 8,5 Milliarden Euro im Vorjahr, und für 2026 bis 2028 weitere 29,7 Milliarden Euro eingeplant. Das geht aus einem Utilitalia-Bericht hervor, der auf der Ecomondo in Rimini vorgestellt wurde.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Adnkronos und ANSA.it. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rimini, Genua · Italien

Versorger stocken Investitionen auf

Die Versorgungsunternehmen investierten 2025 9,9 Milliarden Euro, nach 8,5 Milliarden Euro im Vorjahr, und lenkten 87 % dieser Mittel in die lokalen Gebiete. Die Zahlen stammen aus dem Rapporto di Sostenibilità 2026 mit dem Titel „Il valore delle utilities per la transizione del Paese“, den die Fondazione Utilitatis für Utilitalia anhand einer Stichprobe von mehr als 115 Mitgliedsunternehmen erstellt hat. Der Bericht wurde am 3. November in Rimini während der Messe Ecomondo vorgestellt. Für 2026 bis 2028 haben die Unternehmen weitere 29,7 Milliarden Euro eingeplant, vor allem für die Erneuerung und den Ausbau der Infrastruktur, die Energiewende, die Kreislaufwirtschaft und digitale Dienste.

Investitionen der Versorger, Milliarden EuroMrd. Euro
2024
8.5 Mrd. Euro
2025
9.9 Mrd. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Utilitalia-Präsident Luca Dal Fabbro verknüpfte diese Pläne mit den Bedingungen, die für ihre Umsetzung nötig sind.

„Die Umsetzung dieser Programme erfordert regulatorische Stabilität, angemessene Genehmigungsverfahren und die Abstimmung zwischen Unternehmen, Institutionen und Gebietskörperschaften.“

Luca Dal Fabbro, Präsident von Utilitalia

Er bezeichnete die Investition zudem als konkrete industrielle Anstrengung, um die Infrastruktur zu modernisieren, die Versorgung zu sichern und die Leistungen für die Bürger zu verbessern.

Wohin das Geld fließt

Von den 29,7 Milliarden Euro, die für 2026 bis 2028 geplant sind, entfallen 39 % auf die Wasserwirtschaft, 12 % auf die Energieerzeugung, 11 % auf die Energienetze und 10 % auf die Umweltdienstleistungen.

Geplante Investitionen der Versorger 2026-2028 nach Sektor%
Wasserwirtschaft
39 %
Energieerzeugung
12 %
Energienetze
11 %
Umweltdienstleistungen
10 %

Daten aus dem Artikeltext

Von den Ausgaben des Jahres 2025 entfielen mehr als 3,4 Milliarden Euro auf drei Prioritäten der Transformation. Die Dekarbonisierung erhielt 1,6 Milliarden Euro, nach 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2024, die Kreislaufwirtschaft bekam 1 Milliarde Euro, unverändert gegenüber 2024, und die Digitalisierung 822 Millionen Euro, gegenüber 780 Millionen Euro im Vorjahr.

Investitionen in die Transformation 2025 nach Bereich, Milliarden EuroMrd. Euro
Dekarbonisierung
1.6 Mrd. Euro
Kreislaufwirtschaft
1 Mrd. Euro
Digitalisierung
0.822 Mrd. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Die Wasserwirtschaft absorbierte 4,4 Milliarden Euro, die in die Erneuerung der Netze, die Verringerung von Verlusten, die Versorgungssicherheit und bessere Kläranlagen flossen. Der Bericht beziffert den Anteil des Wassernetzes, der in Distrikte aufgeteilt und fernüberwacht wird, auf 59 % und gibt an, dass 92 % des Klärschlamms einer Wiederverwendung oder Verwertung zugeführt werden. Auf der Umweltseite werden 97 % der getrennt gesammelten Siedlungsabfälle, die die Unternehmen behandeln, dem Recycling zugeführt, und 84 % des von den Versorgern der Stichprobe erzeugten Stroms stammen aus erneuerbaren Quellen. Im Vergleich zu 2019 sind die direkten Treibhausgasemissionen (Scope 1) um 18 % und die indirekten, an zugekaufte Energie gebundenen Emissionen (Scope 2, standortbasiert) um 17 % gesunken, bezogen auf eine einheitliche Stichprobe von Unternehmen.

Ecomondo öffnet in Rimini

Die 29. Ausgabe der Ecomondo, der von der Italian Exhibition Group (Ieg) organisierten Messe für grüne, blaue und Kreislaufwirtschaft, wurde am 3. November eröffnet und läuft bis zum 6. November. Auf 30 Pavillons und 170.000 Quadratmetern sind mehr als 1.800 ausstellende Marken vertreten, die ausländischen Aussteller haben um 20 % zugelegt, und über 1.000 Einkäufer sind aus Europa, dem Nahen Osten, Indien, China, Afrika und Amerika angereist. Mexiko ist erstmals Gastland. Umweltminister Gilberto Pichetto Fratin nahm an der Eröffnung teil und beschrieb die Transformation als Weiterentwicklung der Produktions- und Konsummodelle:

„Die Transformation sollte nicht als eine Reihe von Auflagen verstanden werden, sondern als eine Weiterentwicklung der Produktions- und Konsummodelle hin zu mehr Effizienz.“

Gilberto Pichetto Fratin, Italienischer Umweltminister

Adolfo Urso, der Industrieminister, wandte sich per Videobotschaft an die Messe und sagte, Nachhaltigkeit sei zu einer industriellen und geopolitischen Frage geworden. Die Hälfte der Materialien, die italienische Unternehmen verarbeiten, stamme noch aus dem Ausland, sagte er, und verwies auf einen Recycling- und Raffineriestandort in Porto Marghera, der nun als Kandidat für einen der ersten europäischen strategischen Lagerstandorte für kritische Rohstoffe gilt. Gemeinsam mit Polen hat Italien ein Non-Paper vorgelegt, in dem die Europäische Kommission um Maßnahmen zur Sicherung der Schrottversorgung bittet, beginnend mit Ausfuhrbeschränkungen; ein zweites Non-Paper befasst sich mit Elektroschrott.

Weitere Stimmen auf der Messe

Paolo Gentiloni, Co-Vorsitzender der UN-Taskforce zur Schuldenkrise, schickte eine Videobotschaft an die 15. Stati Generali della Green Economy, die parallel zur Ecomondo stattfand. Er argumentierte, die Transformation müsse beschleunigt werden, und eine gemeinsame EU-Finanzierung – statt eines weiteren PNRR-ähnlichen Plans – würde bei der Netzintegration, gemeinsamen Käufen erneuerbarer Energien, Energieautonomie, gemeinsamer Verteidigung und Technologien wie künstlicher Intelligenz helfen. Andrea Giustini, Gründer und Präsident von EcoEridania, sagte gegenüber Adnkronos, Nachhaltigkeit sei zu einem strategischen Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit geworden, und erklärte, die Stiftung des Unternehmens bringe mehr als 1.000 jungen Menschen mit Behinderungen den Fußball näher. Acea ist mit einem Stand in Pavillon D3 vertreten, betreibt 20 Anlagen in ganz Italien, beschäftigt rund 800 Menschen und behandelte 2025 mehr als 1,6 Millionen Tonnen Abfall. Zu den Exponaten gehört „Set Point“ (2017) des römischen Künstlers Giovanni de Cataldo, gefertigt aus einem im Crashtest verformten Leitplankenstück und mit fluoreszierendem gelbem Filz überzogen. Gabriele Di Cintio, Vorstandsvorsitzender von Acea Ambiente, sollte am 3. November auf dem ESG CEO Summit 2026 sprechen.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Organisationen
Europäische Union

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