Wirtschaft · Rom, Susegana und Cerreto d'Esi
Electrolux-Einigung im italienischen Mimit: Abgänge auf 902 reduziert, über 100 Millionen Euro Investitionen zugesagt
Nach mehr als 30 Stunden Verhandlungen im Mimit haben sich Electrolux, die Gewerkschaften und die Regierung auf einen neuen Industriep lan geeinigt, über den die Beschäftigten noch in einem Referendum abstimmen müssen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it, Rai news, Il Fatto Quotidiano und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der neue Plan erlaubt maximal 902 Abgänge statt der ursprünglich vom Unternehmen angekündigten 1.719 Entlassungen, alle auf freiwilliger Basis und mit Anreizen.
Der Plan verpflichtet zu mehr als 100 Millionen Euro Investitionen und einer Produktion von rund 3,2 Millionen Einheiten pro Jahr bis zum Ende der Planlaufzeit.
Massimo Bitonci, Wirtschaftsreferent Venetiens, sagte, in Susegana würden 313 Beschäftigte gehen, davon 144 in der Produktion, statt der ursprünglich genannten 420.
Die Einigung, erzielt gegen 1.15 Uhr am 4. November, muss den Electrolux-Beschäftigten noch in einem Referendum vorgelegt werden, bevor sie in Kraft tritt.
- 11.05.Electrolux kündigt 1.450 Entlassungen sowie das Ende befristeter Verträge und den Rückzug aus Cerreto d'Esi an
- 3.11.Die Gespräche im Mimit beginnen und dauern mehr als 30 Stunden
- 4.11.Einigung erzielt, die den Beschäftigten in einem Referendum vorgelegt werden soll
Einigung nach mehr als 30 Stunden Verhandlungen
Das Ministerium für Unternehmen und Made in Italy (Mimit) teilte in einer Mitteilung mit, ein neuer Industriep lan von Electrolux sei mit dem Unternehmen und den Gewerkschaften vereinbart worden. Die Gespräche dauerten mehr als 30 Stunden, begannen am 3. November und zogen sich durch die Nacht; die Einigung wurde gegen 1.15 Uhr am 4. November erzielt. Das Abkommen muss noch den Beschäftigten in einem Referendum vorgelegt werden. Minister Adolfo Urso begrüßte das Ergebnis in einer Erklärung.
„Wir haben das Ziel erreicht: eine Vereinbarung, die die Beschäftigten schützt und alle Electrolux-Werke in Italien sichert, mit über 100 Millionen Euro Investitionen.“
Investitionen und Ziele beim Stellenabbau
Der Plan sieht mehr als 100 Millionen Euro Investitionen und eine Produktion von rund 3,2 Millionen Einheiten pro Jahr bis zum Ende der Planlaufzeit vor. Statt der ursprünglich vom Unternehmen angekündigten 1.719 Entlassungen setzt der neue Plan eine Obergrenze von 902 Abgängen. Diese Abgänge sollen ausschließlich freiwillig und mit Anreizen erfolgen, flankiert von sozialen Auffanginstrumenten. Das Arbeitsministerium soll bei der Auswahl der geeignetsten Auffanginstrumente mitwirken, ebenso bei Umschulungs- und Weiterbildungskursen.
Hintergrund des Konflikts
Il Fatto Quotidiano berichtet, der Fall habe am 11. Mai begonnen, als Electrolux 1.450 Entlassungen sowie das Ende befristeter Verträge und den Rückzug aus dem Standort Cerreto d'Esi im Raum Ancona ankündigte. Vor dem Sommer hatte das Unternehmen ein Massenentlassungsverfahren eingeleitet, das fast 2.000 italienische Beschäftigte betroffen und die Tätigkeit im Werk Cerreto d'Esi beendet hätte. Die Mimit-Mitteilung bezieht sich dagegen auf die ursprünglich vom Unternehmen angekündigten 1.719 Entlassungen. Die über zwei Tage geführten Gespräche im Ministerium brachten zusätzliche Investitionen in Italien sowie die verringerte Zahl der Abgänge.
Regelungen nach Standort
In Susegana in der Provinz Treviso erklärte Massimo Bitonci, Wirtschaftsreferent Venetiens, die Reduzierung betrage 313 Beschäftigte, davon 144 in der Produktion, statt der ursprünglich genannten 420. Die Produktion von Einbaukühlschränken soll sich dort bei etwa 515.000 Einheiten pro Jahr einpendeln, die Investitionen am Standort sollen bis 2029 18,5 Millionen Euro erreichen. In Forlì erklärte die Region Emilia-Romagna, 194 Menschen könnten sich für einen Abgang entscheiden, während über drei Jahre 15 Millionen Euro Investitionen geplant seien. In Porcia wird die Produktpalette um Waschmaschinen und Waschtrockner auf beiden Plattformen erweitert, und die Produktionsperspektiven von Susegana, Solaro und Forlì werden bestätigt. In Cerreto d'Esi soll die Produktion im Einklang mit den aktuellen Mengen und dem Durchschnitt der vergangenen Jahre gehalten werden, bis eine Reindustrialisierungslösung für 149 Beschäftigte gefunden ist.
- Susegana (bis 2029)
- 18.5 Millionen Euro
- Forlì (über drei Jahre)
- 15 Millionen Euro
Daten aus dem Artikeltext
Reaktionen und offene Fragen
David Grillini, Bürgermeister von Cerreto d'Esi, der an den Marathongesprächen teilnahm, nannte die Einigung einen wichtigen Schritt.
„Die Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt, weil sie die Kontinuität der Arbeit und der Produktionstätigkeit in den Mittelpunkt stellt.“
Grillini fügte hinzu, die eigentliche Herausforderung beginne am 5. November, wenn die Gemeinde die Einigung in eine neue Arbeitsperspektive und eine Zukunft für ihre Familien umsetzen müsse. Michele de Pascale, Präsident der Region Emilia-Romagna, und der regionale Arbeitsreferent Giovanni Paglia erklärten in einer gemeinsamen Mitteilung, der Personalabbau bleibe unmittelbar und müsse auf europäischer Ebene abgesichert und national überwacht werden.
„Das ist kein Sieg, aber wir haben Widerstand geleistet. Das Verdienst gebührt zuallererst den Beschäftigten.“
Die Mimit-Mitteilung stellte die Einigung zudem als Ergebnis des Kampfes der Regierung in Europa für die Hausgerätebranche dar und verwies auf ein Non-Paper, das von Frankreich, Deutschland, Polen, Spanien und der Slowakei unterstützt wird und einen europäischen Plan fordert. Die Vereinbarung geht nun in ein Referendum unter den Beschäftigten, und das Arbeitsministerium soll die Auffanginstrumente und die Qualifizierung einrichten, die die Abgänge begleiten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ANSA.itElectrolux-Vereinbarung, Bürgermeister „wichtiges Ergebnis für Cerreto, aber Ängste bleiben“Accordo Electrolux, sindaco 'per Cerreto risultato importante ma timori restano' - Notizie · Original auf Italienisch
- Rai newsEinigung zu Electrolux, über 100 Millionen an Investitionen und Sicherung der WerkeIntesa su Electrolux, previsti oltre 100 milioni di investimenti e salvaguardia degli stabilimenti · Original auf Italienisch
- Il Fatto QuotidianoElectrolux, Einigung erzielt: 100 Millionen an InvestitionenElectrolux, accordo raggiunto: 100 milioni di investimenti · Original auf Italienisch
- ANSA.itElectrolux: Bitonci, „in Susegana Reduzierung um 313 Mitarbeiter statt 420“Electrolux: Bitonci, 'a Susegana riduzione di 313 lavoratori anziché 420' - Notizie · Original auf Italienisch
- Adolfo Urso
- Italienischer Minister für Unternehmen und Made in Italy, der die Einigung bekannt gab
- Massimo Bitonci
- Wirtschaftsreferent der Region Venetien, der die Zahlen für Susegana nannte
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