Wirtschaft · Rom, Susegana und Cerreto d'Esi

Electrolux-Einigung im italienischen Mimit: Abgänge auf 902 reduziert, über 100 Millionen Euro Investitionen zugesagt

Nach mehr als 30 Stunden Verhandlungen im Mimit haben sich Electrolux, die Gewerkschaften und die Regierung auf einen neuen Industriep lan geeinigt, über den die Beschäftigten noch in einem Referendum abstimmen müssen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it, Rai news, Il Fatto Quotidiano und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rom, Susegana, Cerreto d'Esi, Forlì · Italien
Wie es dazu kam
  1. 11.05.Electrolux kündigt 1.450 Entlassungen sowie das Ende befristeter Verträge und den Rückzug aus Cerreto d'Esi an
  2. 3.11.Die Gespräche im Mimit beginnen und dauern mehr als 30 Stunden
  3. 4.11.Einigung erzielt, die den Beschäftigten in einem Referendum vorgelegt werden soll

Einigung nach mehr als 30 Stunden Verhandlungen

Das Ministerium für Unternehmen und Made in Italy (Mimit) teilte in einer Mitteilung mit, ein neuer Industriep lan von Electrolux sei mit dem Unternehmen und den Gewerkschaften vereinbart worden. Die Gespräche dauerten mehr als 30 Stunden, begannen am 3. November und zogen sich durch die Nacht; die Einigung wurde gegen 1.15 Uhr am 4. November erzielt. Das Abkommen muss noch den Beschäftigten in einem Referendum vorgelegt werden. Minister Adolfo Urso begrüßte das Ergebnis in einer Erklärung.

„Wir haben das Ziel erreicht: eine Vereinbarung, die die Beschäftigten schützt und alle Electrolux-Werke in Italien sichert, mit über 100 Millionen Euro Investitionen.“

Adolfo Urso, Italienischer Minister für Unternehmen und Made in Italy

Investitionen und Ziele beim Stellenabbau

Der Plan sieht mehr als 100 Millionen Euro Investitionen und eine Produktion von rund 3,2 Millionen Einheiten pro Jahr bis zum Ende der Planlaufzeit vor. Statt der ursprünglich vom Unternehmen angekündigten 1.719 Entlassungen setzt der neue Plan eine Obergrenze von 902 Abgängen. Diese Abgänge sollen ausschließlich freiwillig und mit Anreizen erfolgen, flankiert von sozialen Auffanginstrumenten. Das Arbeitsministerium soll bei der Auswahl der geeignetsten Auffanginstrumente mitwirken, ebenso bei Umschulungs- und Weiterbildungskursen.

Hintergrund des Konflikts

Il Fatto Quotidiano berichtet, der Fall habe am 11. Mai begonnen, als Electrolux 1.450 Entlassungen sowie das Ende befristeter Verträge und den Rückzug aus dem Standort Cerreto d'Esi im Raum Ancona ankündigte. Vor dem Sommer hatte das Unternehmen ein Massenentlassungsverfahren eingeleitet, das fast 2.000 italienische Beschäftigte betroffen und die Tätigkeit im Werk Cerreto d'Esi beendet hätte. Die Mimit-Mitteilung bezieht sich dagegen auf die ursprünglich vom Unternehmen angekündigten 1.719 Entlassungen. Die über zwei Tage geführten Gespräche im Ministerium brachten zusätzliche Investitionen in Italien sowie die verringerte Zahl der Abgänge.

Regelungen nach Standort

In Susegana in der Provinz Treviso erklärte Massimo Bitonci, Wirtschaftsreferent Venetiens, die Reduzierung betrage 313 Beschäftigte, davon 144 in der Produktion, statt der ursprünglich genannten 420. Die Produktion von Einbaukühlschränken soll sich dort bei etwa 515.000 Einheiten pro Jahr einpendeln, die Investitionen am Standort sollen bis 2029 18,5 Millionen Euro erreichen. In Forlì erklärte die Region Emilia-Romagna, 194 Menschen könnten sich für einen Abgang entscheiden, während über drei Jahre 15 Millionen Euro Investitionen geplant seien. In Porcia wird die Produktpalette um Waschmaschinen und Waschtrockner auf beiden Plattformen erweitert, und die Produktionsperspektiven von Susegana, Solaro und Forlì werden bestätigt. In Cerreto d'Esi soll die Produktion im Einklang mit den aktuellen Mengen und dem Durchschnitt der vergangenen Jahre gehalten werden, bis eine Reindustrialisierungslösung für 149 Beschäftigte gefunden ist.

Geplante Investitionen nach StandortMillionen Euro
Susegana (bis 2029)
18.5 Millionen Euro
Forlì (über drei Jahre)
15 Millionen Euro

Daten aus dem Artikeltext

Reaktionen und offene Fragen

David Grillini, Bürgermeister von Cerreto d'Esi, der an den Marathongesprächen teilnahm, nannte die Einigung einen wichtigen Schritt.

„Die Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt, weil sie die Kontinuität der Arbeit und der Produktionstätigkeit in den Mittelpunkt stellt.“

David Grillini

Grillini fügte hinzu, die eigentliche Herausforderung beginne am 5. November, wenn die Gemeinde die Einigung in eine neue Arbeitsperspektive und eine Zukunft für ihre Familien umsetzen müsse. Michele de Pascale, Präsident der Region Emilia-Romagna, und der regionale Arbeitsreferent Giovanni Paglia erklärten in einer gemeinsamen Mitteilung, der Personalabbau bleibe unmittelbar und müsse auf europäischer Ebene abgesichert und national überwacht werden.

„Das ist kein Sieg, aber wir haben Widerstand geleistet. Das Verdienst gebührt zuallererst den Beschäftigten.“

Michele de Pascale

Die Mimit-Mitteilung stellte die Einigung zudem als Ergebnis des Kampfes der Regierung in Europa für die Hausgerätebranche dar und verwies auf ein Non-Paper, das von Frankreich, Deutschland, Polen, Spanien und der Slowakei unterstützt wird und einen europäischen Plan fordert. Die Vereinbarung geht nun in ein Referendum unter den Beschäftigten, und das Arbeitsministerium soll die Auffanginstrumente und die Qualifizierung einrichten, die die Abgänge begleiten.

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