
EU verbietet Bezeichnungen wie 'Seitan-Steak' und 'Veggie-Hühnchen', aber 'Veggie-Burger' überlebt die endgültige Abstimmung
Die EU-Mitgliedstaaten haben endgültig neue Kennzeichnungsvorschriften gebilligt, die pflanzlichen Produkten verbieten, Namen zu verwenden, die sich auf bestimmte Tierarten oder Fleischstücke beziehen, während gebräuchliche Begriffe wie 'Veggie-Burger' und 'Tofu-Schnitzel' weiterhin erlaubt bleiben.
Endgültige Entscheidung nach monatelanger Debatte
Die EU-Regierungen haben sich am 29. Juni in Luxemburg getroffen und die Verordnung nach einem Kompromiss mit dem Europäischen Parlament formell angenommen. Der Text definiert Fleisch als 'genießbare Teile von Tieren' und verbietet pflanzlichen oder zellkultivierten Produkten die Verwendung von Namen, die an Tierarten oder bestimmte Stücke gebunden sind. Das Verbot umfasst Begriffe wie Geflügel, Rindfleisch, Rippchen, Schulter, Leber, Kotelett und Speck.
Der Schritt verwässert einen früheren Vorschlag des Europäischen Parlaments aus dem Jahr 2025, der sogar allgemeine Begriffe wie 'Tofu-Wurst', 'Soja-Schnitzel' und 'Veggie-Burger' verboten hätte. Nach den endgültigen Regeln bleiben diese gebräuchlichen Bezeichnungen erlaubt.
- Das Europäische Parlament schlägt vor, Begriffe wie 'Tofu-Wurst' und 'Veggie-Burger' zu verbieten.
- Der EU-Rat verabschiedet die endgültige Verordnung, die 'Veggie-Burger' erlaubt, aber Bezeichnungen für Tierarten und Stücke verbietet.
- Die dreijährige Übergangsfrist endet; die neuen Kennzeichnungsvorschriften werden durchsetzbar.
Was sich ändert und was bleibt
Hersteller werden nicht mehr in der Lage sein, 'Seitan-Steak', 'veganes Hühnchen' oder 'Tofu-Kotelett' zu verkaufen. Bereits im Handel befindliche Produkte dürfen jedoch weiterverkauft werden, und die Unternehmen haben eine dreijährige Übergangsfrist, um ihre Marketingstrategien anzupassen, bevor die Durchsetzung beginnt.
Die deutsche Regierung enthielt sich bei der endgültigen Abstimmung. Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Alois Rainer, hatte selbst die abgeschwächte Liste wiederholt kritisiert und argumentiert, sie schaffe unnötige Belastungen.
Verbraucher sind intelligent und verantwortungsbewusst.
Es bedeutet unnötige Mehrarbeit für die Industrie.

