Konflikte · Buena Vista del Meta und Caracas

Venezolanische Armee bombardiert ELN-Guerillalager an der kolumbianischen Grenze – mindestens 19 Tote gemeldet

Venezolanische Truppen haben Berichten von Infobae und Fundaredes zufolge ein Lager der kolumbianischen ELN-Guerilla auf venezolanischem Boden bombardiert. Der Angriff traf ein Gelände nahe der Grenze; Caracas hatte zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine Stellungnahme abgegeben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NIEZALEZNA.PL, Deutsche Welle und ČT24. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Buena Vista del Meta, Caracas · Venezuela
Wie es dazu kam
  1. 29.10.Operation gegen die ELN läuft Berichten von Infobae-Quellen zufolge
  2. 30.10.Angriff auf das ELN-Lager; das Fundaredes-Video stammt von diesem Tag
  3. 31.10.Infobae meldet mindestens 20 Tote
  4. 1.11.AFP berichtet über die Bestätigung durch Fundaredes; venezolanische Behörden schweigen

Der Angriff

Venezolanische Streitkräfte haben Berichten zufolge, die am 31. Oktober und 1. November veröffentlicht wurden, ein Lager der kolumbianischen Guerillagruppe ELN auf venezolanischem Territorium bombardiert. Infobae erklärte unter Berufung auf eigene Quellen, die Operation laufe seit Donnerstag, dem 29. Oktober, und der Drohnenangriff habe ein Drogenlager der ELN nahe der kolumbianischen Grenze zum Ziel gehabt. Die Nichtregierungsorganisation Fundaredes erklärte gegenüber AFP, es sei der erste derartige Bombenangriff Venezuelas gegen die ELN. Das von der Organisation geteilte Material zeigt mehrere Leichen am Boden, umgestürzte Bäume und die Ruinen eines offenbar als Lager genutzten Geländes in einer bewaldeten ländlichen Region des Bundesstaates Apure. Fundaredes zufolge stammt das Material von Freitag, dem 30. Oktober, als ein Mitarbeiter der Organisation neun Leichen an der Fundstelle zählte.

Opferzahlen

Die Angaben zur Zahl der Toten gehen zwischen den Medien auseinander, offizielle Stellen haben keine Zahl bestätigt. Infobae berichtete von mindestens 20 Getöteten, die kolumbianische Tageszeitung El Tiempo nannte mindestens 19 Tote und sprach von Verletzten, deren Zahl unbekannt sei. Infobae zufolge ist unter den Toten auch eine 62-jährige Frau, vermutlich die Ehefrau eines ELN-Mitglieds. Fundaredes und die Menschenrechtsverteidigerin und Militärexpertin Rocío San Miguel warnen, dass zehn weitere ELN-Mitglieder getötet worden sein könnten; sie stützen sich auf Berichte von Anwohnern des Sektors Buena Vista del Meta, der an das kolumbianische Departamento Vichada grenzt. Die Zahlen beruhen auf Angaben von Anwohnern, der NGO und Medienquellen, nicht auf offiziellen Daten; die Zahl der Verletzten ist unbekannt.

Gemeldete Tote bei dem Angriff auf das ELN-Lager, nach QuellePersonen
Infobae (mindestens)
20 Personen
El Tiempo (mindestens)
19 Personen
Von Fundaredes gezählte Leichen
9 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Politischer Hintergrund

Die venezolanischen Behörden hatten den Angriff zum Zeitpunkt der Berichterstattung weder gemeldet noch eine Anfrage von AFP um Stellungnahme beantwortet. Kolumbien wirft Venezuela seit Langem vor, die Präsenz kolumbianischer Rebellengruppen auf seinem Territorium zu dulden. Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella hat eine Militäroffensive gegen diese Gruppen angekündigt, und die Regierung des US-Präsidenten Donald Trump unterstützt ihn dabei. Trump gilt als ideologischer Verbündeter De la Espriellas. Caracas verfolgt zudem eine Washington-freundliche Politik, seit US-Spezialeinheiten den langjährigen autoritären Machthaber Nicolás Maduro im Januar stürzten und gefangen nahmen.

Bewaffnete Gruppen an der Grenze

Die kolumbianisch-venezolanische Grenze ist 2.219 km lang, entlang ihr sind mehrere bewaffnete Gruppen aktiv. Neben der ELN sind in der Region dissidente Fraktionen der früheren FARC präsent, die sich untereinander um die Erlöse aus Drogenhandel und illegalem Bergbau bekämpfen. Quellen beschreiben die ELN als die stärkste aktive Guerillaorganisation Südamerikas, seit die meisten FARC-Einheiten im Rahmen des Friedensabkommens von 2016 ihre Waffen niederlegten. San Miguel sagte, die Bevölkerung vor Ort lebe in Angst vor der Gruppe.

„In der Region herrscht große Angst.“

Rocío San Miguel, Menschenrechtsverteidigerin und Militärexpertin

Sie fügte hinzu, die Anwohner stünden unter starkem Druck der ELN-Guerilla. Die Zahlen in diesem Bericht beruhen auf Angaben von Anwohnern und der NGO, nicht auf offiziellen Daten.

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Quellen und Kontext

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