Kunst & Bücher · Paris
Philippe Vasset gewinnt den Prix Médicis 2026 für seinen Roman über Frankreichs Hochspannungsleitungen
Dans les grandes lignes, eine Wanderung quer durch Frankreich entlang von Hochspannungsleitungen, hat den Prix Médicis 2026 gegen sechs weitere nominierte Bücher gewonnen, die alle von Frauen geschrieben wurden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von PÚBLICO, LesEchos.fr, Le Soir und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Philippe Vasset gewann den Prix Médicis 2026 für Dans les grandes lignes (Flammarion, 192 Seiten, 21 Euro), bekannt gegeben am Montag, dem 2. November, in Paris.
Für das Buch war Vasset zwei Jahre lang zu Fuß unterwegs und legte Hunderte Kilometer entlang von Hochspannungsleitungen ab, ausgehend von der Region Paris und ohne Karten.
Auch Eva Baltasar (Déclin et fascination), Jean-Baptiste Del Amo (Une éclaircie) und Richard Zenith (Pessoa, l'oeuvre-vie, 1.200 Seiten) wurden ausgezeichnet.
Der Preis
Philippe Vasset hat am Montag, dem 2. November, den Prix Médicis 2026 für seinen Roman Dans les grandes lignes (Flammarion, 192 Seiten, 21 Euro) gewonnen. Der Preis wurde im Restaurant La Méditerranée in Paris bekannt gegeben. Die Jury wird von der Romanautorin Pascale Roze geleitet und umfasst die Schriftstellerinnen und Schriftsteller Marie Darrieussecq, Anne Garréta und Andreï Makine. Sie wählte Vassets Buch aus sechs weiteren nominierten Titeln aus, die alle von Frauen verfasst wurden. Bei der Bekanntgabe der Gewinner sagte Roze über Vasset:
„Philippe Vasset ist ein Autor, der sich an die Nebenwege hält, diesmal unter den Stromleitungen, von Mast zu Mast.“
Sie beschrieb das Buch als faszinierend, konkret, geografisch, wissenschaftlich, komisch und poetisch.
Das Buch
Der Roman folgt Vasset zu Fuß durch Frankreich, wo er Hochspannungsleitungen ohne Karte nachspürt und in der Region Paris beginnt. Der 54-jährige Vasset war zwei Jahre lang unterwegs und legte dabei Hunderte Kilometer entlang der Leitungen zurück. La Libre berichtet, das Projekt habe begonnen, als er das Knacken und Brummen hörte, das die Leitungen bei Gennevilliers erzeugen, und beschreibt die Leitungen als Träger von 400.000 Volt. Auf seiner Route durchquert er Felder und Wälder, findet Wege über Autobahnen und TGV-Strecken, umgeht Sperrzonen, verirrt sich in schlammigen Sackgassen und wird von der hereinbrechenden Dunkelheit überrascht. Sein Verlag war skeptisch, als er das Projekt erstmals vorstellte, und Vasset sagte, er freue sich besonders, für „so ein unwahrscheinliches Buch“ ausgezeichnet zu werden. Er arbeitet als Journalist für die Gruppe Indigo Publications, die Geopolitik und Nachrichtendienste abdeckt, und schreibt einen Newsletter über Luxus. In diesem Herbst legte sein Verlag neben dem neuen Buch zwei ältere Titel neu auf: Un livre blanc und Une vie en l'air.
Die anderen Preise
Eva Baltasar, eine katalanische Autorin, gewann den Preis für den ausländischen Roman mit Déclin et fascination (Verdier), aus dem Katalanischen übersetzt von Annie Bats. Ihre Geschichte folgt einer Frau, die aus ihrer Wohnung in Barcelona vertrieben wird und Putzarbeiten annimmt, um Obdachlosigkeit zu vermeiden, dann Zuflucht in einem abgelegenen Haus findet, wo sie eine verstörende Beziehung zu einer anderen Frau eingeht. Jean-Baptiste Del Amo gewann den Essaypreis mit Une éclaircie (Stock), das eine Krankheit und deren Wandel seiner Beziehung zu seinem Körper, zur Zeit und zum Schreiben im Dialog mit Gemälden von Francisco de Goya beleuchtet. Ein Sonderpreis der Jury ging an Richard Zenith, einen amerikanischen Schriftsteller, Übersetzer und Forscher mit portugiesischer Staatsbürgerschaft, für Pessoa, l'oeuvre-vie (Seuil), eine 1.200 Seiten starke Biografie über Fernando Pessoa, übersetzt von Nicolas Richard. Zeniths englische Originalausgabe, Pessoa: A Biography, erschien 2021.
Kontext und Auslassungen
Wie bei anderen Preisen behielt die Médicis-Jury Thélyson Oréliens Roman C'était ça ou mourir (Grasset) nicht in ihrer Auswahl. Dem Buch wird vorgeworfen, weitgehend von künstlicher Intelligenz geschrieben worden zu sein, was sein Autor bestreitet. Der Prix Médicis 2025 ging an Emmanuel Carrère für Kolkhoze (P.O.L). Die diesjährige Bekanntgabe erfolgte einen Tag vor den Preisen Goncourt und Renaudot und zwei Tage vor dem Femina.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- PÚBLICOPhilippe Vasset gewinnt den Prix Médicis und Richard Zenith erhält eine besondere AuszeichnungPhilippe Vasset vence Prémio Médicis e Richard Zenith recebe distinção especial · Original auf Portugiesisch
- LesEchos.frLiteratur: Philippe Vasset gewinnt den Prix Médicis 2026 mit „Dans les grandes lignes“Littérature : Philippe Vasset prix Médicis 2026 avec " Dans les grandes lignes " · Original auf Französisch
- Le SoirDer Prix Médicis verliehen an Philippe Vasset für „Dans les grandes lignes“Le prix Médicis décerné à Philippe Vasset pour " Dans les grandes lignes " · Original auf Französisch
- Le Monde.frPrix Médicis 2026: Philippe Vasset ausgezeichnet für seinen Roman „Dans les grandes lignes“Prix Médicis 2026 : Philippe Vasset récompensé pour son roman " Dans les grandes lignes " · Original auf Französisch
- Philippe Vasset
- Französischer Schriftsteller und Journalist, der den Prix Médicis 2026 für Dans les grandes lignes gewann
- Pascale Roze
- Romanautorin, die den Vorsitz der Jury des Prix Médicis führt
- Eva Baltasar
- Katalanische Autorin, die den Prix Médicis 2026 für den ausländischen Roman mit Déclin et fascination gewann
- Jean-Baptiste Del Amo
- Schriftsteller, der den Prix Médicis 2026 in der Kategorie Essay für Une éclaircie gewann
- Richard Zenith
- Schriftsteller, Übersetzer und Forscher, der einen Sonderpreis der Jury für seine Pessoa-Biografie erhielt
- Thélyson Orélien
- Kanadisch-haitianischer Schriftsteller, dessen Roman C'était ça ou mourir aus der Auswahl des Prix Médicis gestrichen wurde
- Emmanuel Carrère
- Schriftsteller, der den Prix Médicis 2025 für Kolkhoze gewann
- Orte
- Paris, Frankreich
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen