Konflikte · Washington, Teheran und Doha

Vance schickt Brief an Iran, während die USA Verbündete vor Angriffen nach den Midterms warnen

Washington hat seine Partner im Nahen Osten vor möglichen neuen Militäraktionen gegen den Iran nach den Midterms am 3. November gewarnt. Zugleich hat Vance einen Brief nach Teheran geschickt, und von Katar geführte Vermittler drängen auf eine Einigung.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, SIC Notícias, Jornal Expresso und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington, Teheran, Doha, New York · Vereinigte Staaten, Iran, Katar
Wie es dazu kam
  1. 26.10.Israels Generalstabschef Eyal Zamir spricht mit dem Befehlshaber des US-Zentralkommandos, Brad Cooper, über die Abstimmung möglicher Angriffe
  2. 28.10.Der Iran erklärt, seinen Sieben-Tage-Plan in weniger als einer Woche umsetzen zu können, während von Katar geführte Vermittler auf eine Einigung drängen
  3. 3.11.Midterm-Wahlen in den USA, nach denen Trump nach eigenen Angaben neue Militäraktionen erwägt

Angriffe nach den Midterms in Aussicht gestellt

Die Vereinigten Staaten haben mehrere Länder des Nahen Ostens und regionale Verbündete davor gewarnt, dass nach den Midterm-Wahlen am Dienstag, dem 3. November, neue Militäraktionen gegen den Iran folgen könnten. Washington habe sie zudem darauf hingewiesen, dass der Iran gegen diese Partner Vergeltung üben könnte, berichteten zwei Diplomaten der Nachrichtenagentur Associated Press unter der Bedingung der Anonymität. Präsident Donald Trump habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen, hieß es von den Diplomaten. Trump hat wiederholt erklärt, er erwäge nach dem Ende der Abstimmung eine neue Operation; das „Wall Street Journal“ berichtete, Washington habe mehrere Golfstaaten gebeten, sich auf einen kurzen, intensiven Militäreinsatz vorzubereiten.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Woche des 19. Oktober sagte Trump, die USA könnten eine weitere kleinere Operation unter dem Namen Epic Fury durchführen – der Name der Offensive, die am 28. Februar gemeinsam mit Israel gegen Teheran begonnen hatte. Seit Anfang September haben beide Seiten keine groß angelegten Angriffe auf Landziele mehr ausgeführt, doch die beiden Länder sind auf See aneinandergeraten: Washington blockiert iranische Häfen, der Iran versucht, die Straße von Hormus zu kontrollieren.

Diplomatie wieder aufgenommen

Das „Wall Street Journal“ berichtete am 29. Oktober, Vizepräsident JD Vance habe auf Bitten Trumps einen Brief an Mohsen Resaei geschickt, den Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran. Ziel sei es, die Gespräche mit Teheran wieder in Gang zu bringen und einen neuen US-Angriff abzuwenden; Vance prüfe, ob die Seiten genügend Gemeinsamkeiten finden, um Trump von einem Angriffsbefehl abzubringen. Die Zeitung beschrieb den Brief als möglichen Rahmen für Verhandlungen, nicht als Friedensabkommen.

Am 28. Oktober erklärte Irans Außenminister Abbas Araghtschi auf X, Teheran gebe der Diplomatie weiterhin eine Chance und stehe wegen seines Sieben-Tage-Plans in engem Kontakt mit den Vermittlern; dieser könne seinen Worten zufolge in weniger als einer Woche umgesetzt werden. Washington hatte den Plan bereits vor mehr als einem Monat zurückgewiesen. Araghtschi hatte ihn erstmals am 25. September bei einer Pressekonferenz am Rande der UN-Generalversammlung in New York vorgestellt. Er sah einen Waffenstillstand im Nahen Osten, ein Ende der US-Seeblockade, die Aufhebung der Sanktionen gegen iranisches Öl und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen vor – im Gegenzug für die Wiederöffnung der Straße von Hormus und den Beginn von Gesprächen über das iranische Atomprogramm.

Vermittler drängen auf nukleare Zugeständnisse

Unter Berufung auf drei Quellen aus den Vereinigten Staaten, Israel und dem Nahen Osten berichtete Axios, von Katar geführte Vermittler drängten den Iran, noch vor der Wahl eine Einigung zu erzielen. Eine Forderung sei, dass die Internationale Atomenergiebehörde die iranischen Atomanlagen inspiziert, wie im September 2025 vereinbart – im Gegenzug für eine gewisse Lockerung der US-Sanktionen. Der katarische Unterhändler Ali al-Thawadi habe bei seinem Besuch in Teheran in der Woche des 26. Oktober vorgeschlagen, der Iran solle seinen Bestand an angereichertem Uran aufgeben und seine Forderung fallen lassen, Washington müsse zuerst die Seeblockade aufheben und eingefrorene Gelder freigeben. Die Ideen dürften in den kommenden Tagen die Zustimmung des Obersten Führers des Iran benötigen. Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei hatten bei einem Besuch in Teheran einige Tage zuvor in ähnlicher Weise argumentiert.

Militärische Vorbereitungen und die Blockade

Israels Generalstabschef Eyal Zamir sprach am Montag, dem 26. Oktober, mit Brad Cooper, dem Befehlshaber des US-Zentralkommandos, um mögliche Angriffe vorab abzustimmen. Zu den Zielen könnten nach diesen Berichten Atom- und Energieinfrastruktur sowie die iranische Führung gehören. Israel und Washington haben mögliche Angriffe vorbereitet, doch Trump gilt als zögerlich, und er hat erklärt, vor den Wahlen nicht anzugreifen. Das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate rief die Parteien auf, besonnen zu handeln und politische Lösungen zu suchen, um die Spannungen einzudämmen.

Wie es weitergeht

Der Iran erklärt, seine Streitkräfte seien vollständig darauf vorbereitet, das Land zu verteidigen, während die Diplomatie offen bleibe; Fortschritte in Richtung eines Friedensabkommens wurden bislang nicht bekannt. Der nächste Entscheidungspunkt ist die Midterm-Wahl am 3. November, nach der Trump nach eigenen Angaben eine neue Militäroperation erwägt. Bis dahin tauschen die Parteien weiter Drohungen aus, und der Konflikt um die Straße von Hormus bleibt ungelöst.

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