Wahlen · Washington und Madrid

Demokraten gewinnen beide Kammern bei den US-Midterms – spanische Kolumnisten lesen das als Niederlage für Trump

Prognosen geben den Demokraten nach den Midterms vom 3. November die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses. Spanische Kolumnisten verbinden das Ergebnis mit Preisen, Zöllen und dem Iran-Krieg sowie mit einer breiteren Abrechnung mit dem Populismus.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, La Razón, LaVanguardia und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington, Madrid · Vereinigte Staaten, Spanien

Das Midterm-Ergebnis

Prognosen geben den Demokraten nach den am Dienstag, 3. November, abgehaltenen Zwischenwahlen die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses, und die Kolumnisten von El País lesen den Urnengang als Abrechnung mit Donald Trump und seinen Verbündeten. La Razón merkt an, die Prognosen zwängen die Trump-Regierung, sich einer neuen politischen Realität zu stellen, argumentiert jedoch, das Ergebnis beende weder die Stärke der US-Wirtschaft noch die der MAGA-Bewegung. Laut El País akzeptierte Trump das Ergebnis, statt es mit Betrugsvorwürfen anzufechten, wenngleich eine Kolumne schreibt, er habe die Zeit danach damit verbracht, anderen die Schuld zu geben. Jorge Dezcallar bezeichnet den Urnengang in der La Vanguardia als Referendum über den Präsidenten und erklärt, die Demokraten hätten auch den Senat gewonnen, den er als die schwierigere der beiden Kammern beschreibt. La Razón erinnert daran, dass die Demokraten 1994 beide Kammern des Kongresses verloren und Bill Clinton 1996 mit 379 Wahlmännerstimmen gegen 159 für Bob Dole wiedergewählt wurde.

Preise, Zölle und der Iran-Krieg

Die Kolumnisten führen einen Großteil der Ablehnung auf die Preise und nicht auf die Ideologie zurück. El País verbindet den Urnengang mit einem starken Anstieg der Ölpreise und mit einer Kaufkraft, die durch das, was die Zeitung universelle Zölle nennt, und den Krieg gegen den Iran ausgehöhlt worden sei. Dezcallar sagt, die Benzinpreise seien um 43 Prozent und der Dieselpreis um 68 Prozent gestiegen – eine Belastung, die er mit rund zweitausend Dollar pro Haushalt beziffert –, und nennt den Krieg einen Fehler, der die Preise in die Höhe getrieben habe. Eine weitere Kolumne von El País schreibt, die von ihr herangezogenen Umfragen stimmten darin überein, dass die Lebenshaltungskosten der Hauptgrund dafür waren, dass die Wähler die Republikaner abstraften. La Razón urteilt milder und argumentiert, eine Volkswirtschaft könne kräftig wachsen, während die Wähler bei Lebensmitteln, Wohnen und Kraftstoff weiterhin beunruhigt blieben.

Die Botschaft der Demokraten

Eine Kolumne von El País argumentiert, die Demokraten hätten begonnen, die Wut ihrer Wähler ernst zu nehmen, und hätten die Lebenshaltungskosten als ein Problem mit benennbaren Verantwortlichen dargestellt statt als technische Frage. Sie nennt Zohran Mamdani in New York, der diese Botschaft in politische Maßnahmen wie einen Mietstopp für eine Million Wohnungen umgesetzt habe. In Texas, so die Kolumne, habe ein Seminarist den Republikaner Ken Paxton besiegt, trotz mehr als 200 Millionen Dollar von Elon Musk, und dabei gegen ein System Wahlkampf gemacht, das sie als zugunsten des reichsten Prozents verdreht beschreibt. Dezcallar listet weitere Premieren der Wahl auf, darunter der erste muslimische Senator, der erste offen schwule Senator und der erste demokratische Senator aus Texas seit 33 Jahren.

Grenzen der präsidialen Macht

Eine Kolumne von El Mundo argumentiert, die US-Institutionen hätten Trump in die Schranken gewiesen, und verweist auf einen Präsidenten der Federal Reserve, der seine Anweisung zur Senkung der Zinssätze ignoriert habe. Dieselbe Kolumne nennt einen Richter am Supreme Court, der seine Zölle mit der Begründung aufgehoben habe, diese fielen in die Zuständigkeit des Kongresses und nicht des Präsidenten. Beide seien von Trump ernannt worden, doch die Kolumne schreibt, sie hätten die Bewahrung der Institutionen über ihre politischen Neigungen gestellt. Sie zitiert zudem Daron Acemoglu, der Bloomberg sagte, die inflationsbereinigten Löhne von Männern ohne Universitätsabschluss seien zwischen 1980 und 2013 gefallen, während die Wirtschaft gewachsen sei. Die Kolumne warnt, wenn die westlichen Demokratien ihren Mittelschichten keine gewisse Sicherheit auf Wohlstand böten, werde ein weiterer Trump folgen.

Spanien und Europa

El País schreibt, die Wahlwelle erreiche Europa und dränge die extreme Rechte zurück, und nennt Meloni, Le Pen, Weidel und Abascal. El Mundo führt Viktor Orbán und Aleksandar Vučić unter den populistischen Führern auf, die zuletzt ebenfalls Rückschläge erlitten hätten, und argumentiert, Pedro Sánchez regiere auf illiberale Weise – ein Vorwurf, den seine Anhänger laut der Zeitung zurückweisen. La Moncloa habe laut El Mundo angedeutet, das Ergebnis lasse eine Erholung der Sozialisten erahnen, obwohl Umfragen die Partei weiterhin hinten sähen. Eldiario.es schreibt, die spanische Rechte distanziere sich von Trump, und verbindet Feijóo und Abascal mit Kürzungsversprechen, während sie anmerkt, Cayetana Álvarez de Toledo habe angekündigt, ihre erste Maßnahme werde ein Verbot von Simultandolmetsch-Geräten sein. Die Kolumne von El Mundo kommt zu dem Schluss, sollte sich dasselbe Muster in Spanien wiederholen, würde Sánchez selbst die Macht abgeben.

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