Wahlen · Washington und Boston
Demokraten erobern bei Midterms beide Kammern des US-Kongresses – ein Schlag für Trump
Die Demokraten haben bei den Zwischenwahlen am Dienstag, 3. November, die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat übernommen. Die Republikaner suchen nun nach den Ursachen, während Trump zwei Jahre als Lame-Duck-Präsident vor sich hat.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Trouw, NRC, De Morgen und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Demokraten haben bei den Zwischenwahlen am Dienstag, 3. November, die Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat übernommen, mit einem frühen Abstand von rund 13 Prozentpunkten zwischen den Parteien.
Laut einer frühen Auswertung der New York Times unterstützten landesweit 69 % der hispanischen Wähler einen Demokraten, ein Umschwung von 29 Punkten gegenüber 2024. In Texas unterstützten 70 % der Latino-Wähler James Talarico.
Eine CBS-Umfrage sah Trumps Zustimmung bei 38 %, dem niedrigsten Wert, der je für einen Präsidenten während einer Zwischenwahl gemessen wurde, während fast 90 % die Regierung für korrupt hielten.
JD Vance sagte am Mittwoch, 4. November, die Partei habe wegen des Iran-Kriegs verloren, während Thomas Massie ein Amtsenthebungsverfahren noch vor der Vereidigung der neuen Mitglieder zur Abstimmung bringen will.
Mit 80 Jahren hat Trump noch zwei Jahre im Amt. Ein Bundesrichter wies am 2. November die Forderung der Regierung nach Harvard-Zulassungsdaten zurück.
- 2.11.Ein Bundesrichter weist die Forderung der Regierung nach Harvard-Zulassungsdaten zurück, einen Tag vor der Wahl
- 3.11.Zwischenwahlen; die Demokraten übernehmen die Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat
- 4.11.Trump sagt vor Journalisten, er werde sich mit den Demokraten wohl verstehen; Vance sagt, die Partei habe wegen des Iran-Kriegs verloren
Eine deutlichere Niederlage als üblich
Die Demokraten haben bei den am Dienstag, 3. November, abgehaltenen Zwischenwahlen die Kontrolle über beide Kammern übernommen, das Repräsentantenhaus und den Senat. Erste Auszählungen deuten auf einen Abstand von rund 13 Prozentpunkten zwischen den Parteien hin, eine Marge, wie es sie seit 1976 nicht mehr gab; die endgültige Auszählung dürfte Wochen dauern. Die amtierende Partei verliert Zwischenwahlen fast immer, doch das Ausmaß der republikanischen Niederlage – der größten seit einem halben Jahrhundert – deutet auf ein tieferes Problem hin als das übliche Muster. Besonders hart traf es Kandidaten, die dem Präsidenten besonders nahestanden. In Kansas wird Adam Hamilton voraussichtlich der erste demokratische Senator dieses Bundesstaates seit 1932.
Latino-Wähler und das Ergebnis in Texas
Unter den Gruppen, die am stärksten umschwenkten, fallen die Latino-Wähler auf, wie eine frühe Auswertung der Times/Siena-Umfrage durch die New York Times zeigt. Landesweit unterstützten 69 % der hispanischen Wähler einen Demokraten, ein Umschwung von 29 Prozentpunkten im Vergleich zu 2024. Ein wahrscheinlicher Grund ist das Vorgehen von ICE, dessen Einsätze gegen Migranten ohne Papiere, zumeist aus lateinamerikanischen Ländern, härter ausfielen als erwartet. In Texas, wo 40 % der Bevölkerung lateinamerikanische Wurzeln haben, unterstützten 70 % der Latino-Wähler den Senatskandidaten James Talarico, nach 49 %, die 2024 Kamala Harris gewählt hatten. Die Bezirke entlang der Grenze zu Mexiko, die 2024 für Trump gestimmt hatten, waren entscheidend für Talarico und für den demokratischen Kandidaten für das Repräsentantenhaus.
- Präsidentschaftswahl 2024 (Harris)
- 49 %
- Senatswahl 2026 (Talarico)
- 70 %
Daten aus dem Artikeltext
Zustimmung, Korruption und Lebenshaltungskosten
Eine CBS-Umfrage sah Trumps Zustimmung bei 38 %, dem niedrigsten Wert, der je für einen Präsidenten während einer Zwischenwahl gemessen wurde. Mehr als 70 % der Amerikaner sagten, das Land bewege sich in die falsche Richtung, und fast 90 % hielten die Regierung für korrupt. Eine Umfrage des Guardian reihte Korruption nach den steigenden Lebenshaltungskosten als wichtigstes Wahltagsthema ein, und 76 % sagten, gewählte Politiker kümmerten sich mehr um ihren eigenen finanziellen Vorteil als um die Verbesserung des Lebens gewöhnlicher Amerikaner. Interessenkonflikte rund um Trump, seine Familie und seine Unternehmen nährten diese Sorgen. Handelskriege, eine harte Einwanderungspolitik, enge Verbindungen zu den reichsten Amerikanern und der Krieg mit dem Iran, der die Kraftstoffpreise in die Höhe trieb, belasteten die Wähler.
Die Republikaner suchen einen Schuldigen
Die Republikaner zeigen aufeinander, doch angesichts der Größe und Loyalität seiner Anhängerschaft will kaum jemand Trump direkt die Schuld geben. Vizepräsident JD Vance, dem allgemein zugetraut wird, 2028 für die Präsidentschaft zu kandidieren, lieferte am Mittwoch, 4. November, eine vorsichtige erste Reaktion.
„Wir haben wegen des Iran-Kriegs verloren.“
Vance muss sich von Trumps unpopulären Politikfeldern distanzieren, ohne den Präsidenten zu verärgern. Viele Republikaner zeigen auf Verteidigungsminister Pete Hegseth, mit der Darstellung, er habe Trump zum Angriff auf den Iran gedrängt, wobei unklar ist, ob das stimmt. Der Abgeordnete Thomas Massie hat angekündigt, er wolle ein Amtsenthebungsverfahren vor der Vereidigung aller neu gewählten Mitglieder zur Abstimmung bringen. Trump selbst lobte Hegseth und sagte, er würde den Iran erneut angreifen, wenn er es noch einmal tun könnte.
Trump als Lame Duck
Mit 80 Jahren trägt Trump nun das Etikett des Lame Duck, mit zwei verbleibenden Jahren seiner Amtszeit und Demokraten, die beide Kammern kontrollieren. In den Stunden nach der Wahl bestritt er, dass der demokratische Sieg seine Schuld sei, während sein Vizepräsident ausdrücklich das Gegenteil sagte. Vor Journalisten sagte er am Mittwoch, 4. November, neben einem Stahlträger für sein Ballsaal-Projekt im Weißen Haus:
„Ich werde mich mit den Demokraten wahrscheinlich ganz gut verstehen, es sei denn, sie wollen destruktiv sein.“
Er betonte, dass er das Veto in der Hand habe, und wandte sich dann seinen Renovierungsprojekten zu. Ein enger Berater beschrieb den Präsidenten nach der Niederlage als benommen. Präsidialerlasse bleiben sein Instrument, und der Kongress kann sie ändern oder aufheben, tut dies aber selten. Ein Veto kann nur mit einer Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern überstimmt werden. Ein Bundesrichter wies am 2. November, einen Tag vor der Wahl, die Forderung der Regierung nach Harvard-Zulassungsdaten zurück, und eine Klage gegen Harvard wegen angeblicher Duldung von Antisemitismus wurde im August in Boston abgewiesen, weil die Regierung sie nicht ausreichend gestützt hatte. Die Demokraten haben angekündigt, mutmaßlichem Machtmissbrauch und Korruption im Umfeld des Präsidenten nachzugehen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- TrouwRepublikaner verlieren genau die Wähler, die Trump 2024 gewonnen hatRepublikeinen verliezen precies de kiezers die Trump in 2024 won · Original auf Niederländisch
- NRCMeinung | Europäer sollten besser die Ohren spitzenOpinie | Europeanen kunnen maar beter hun oren spitsen · Original auf Niederländisch
- NRCMeinung | Donald Trump hat amerikanische Universitäten auf sechs Arten in die Enge getrieben. Was kann der neue Kongress dagegen tun?Opinie | Donald Trump heeft Amerikaanse universiteiten op zes manieren in de tang genomen. Wat kan het nieuwe Congres hiertegen doen? · Original auf Niederländisch
- TrouwRepublikaner zeigen nach den Midterms mit dem Finger aufeinander, aber Trump bleibt weitgehend aus der SchusslinieRepublikeinen wijzen naar elkaar in de nasleep van de midterms, maar Trump blijft grotendeels buiten schot · Original auf Niederländisch
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Partei bei den Zwischenwahlen die Kontrolle über beide Kammern verlor
- JD Vance
- US-Vizepräsident, dem allgemein zugetraut wird, 2028 für die Präsidentschaft zu kandidieren
- Pete Hegseth
- US-Verteidigungsminister, dem die Republikaner wegen des Iran-Kriegs zunehmend die Schuld geben
- Thomas Massie
- Republikanischer Abgeordneter, der ein Amtsenthebungsverfahren zur Abstimmung bringen will
- James Talarico
- Demokratischer Senatskandidat in Texas, der 70 % der Latino-Wähler gewann
- Adam Hamilton
- Demokratischer Kandidat, der voraussichtlich als erster Demokrat seit 1932 Senator von Kansas wird
- Orte
- Washington, Boston, Washington, D.C., Iran
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