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Wirtschaft·vor 2 Std.

Justizministerium billigt Paramounts 111-Milliarden-Dollar-Kauf von Warner Bros Discovery, aber EU und Bundesstaaten könnten den Deal noch blockieren

Das US-Justizministerium gab am Freitag grünes Licht für die 111 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros Discovery durch Paramount Skydance und erklärte, der Deal werde weder den Wettbewerb noch amerikanische Verbraucher schädigen. Die vorbehaltlose Genehmigung beseitigt ein großes regulatorisches Hindernis, doch die Fusion steht weiterhin unter Beobachtung in Großbritannien, der Europäischen Union und droht von einer Klage mehrerer US-Generalstaatsanwälte.

DOJ ebnet Weg ohne Auflagen

Die Kartellabteilung des US-Justizministeriums schloss am Freitag eine achtmonatige Prüfung ab und stellte fest, dass der 111 Milliarden Dollar schwere Kauf von Warner Bros Discovery durch Paramount Skydance Corp den Wettbewerb oder amerikanische Verbraucher voraussichtlich nicht schädigen werde. Die Behörde untersuchte Streaming-Video-on-Demand, lineares Fernsehen sowie die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Kinofilmen. Die Genehmigung erforderte laut Politico keine Veräußerungen, Verhaltensauflagen oder Zugeständnisse.

Die Abteilung hat ihre Analyse der geplanten Fusion von Paramount und Warner Bros abgeschlossen und auf der Grundlage der im Rahmen ihrer Untersuchung erhaltenen Beweise festgestellt, dass das Geschäft wahrscheinlich nicht zu einer Schädigung des Wettbewerbs oder der amerikanischen Verbraucher führen wird, unter anderem in Bezug auf: (1) Streaming-Video-on-Demand („SVOD“); (2) lineares Fernsehen; und (3) Studioentwicklung, -produktion oder -vertrieb von Filmen für den Kinostart.

US Department of Justice

Das grüne Licht beseitigt das bedeutendste bundesstaatliche Hindernis in den USA für einen Deal, der Paramounts CBS News, Paramount+ und sein Hollywood-Studio mit Warners CNN, HBO und Warner Bros zusammenführen würde. Die kombinierten Streaming-Dienste würden rund 200 Millionen Abonnenten zählen und wären damit eine der größten Content-Plattformen weltweit.

Regulatorische Schlachtfelder: Großbritannien, EU und US-Bundesstaaten

Während Washington den Weg freimachte, bleibt die Transaktion andernorts unter Beobachtung. Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) leitete Anfang dieser Woche eine Untersuchung ein, mit einer Frist bis zum 7. August, um zu entscheiden, ob eine eingehendere Prüfung erforderlich ist. Die EU-Behörden prüfen derzeit getrennt davon die Finanzierungsstruktur – drei Golf-Staatsfonds haben 24 Milliarden Dollar zugesagt – und haben für ihre Bewertung den Juli als Ziel gesetzt.

Im Inland bereitet eine Koalition von Generalstaatsanwälten unter Führung Kaliforniens eine Klage vor, die voraussichtlich innerhalb eines Monats eingereicht wird. New York, Colorado und mehrere andere Bundesstaaten führen Gespräche über einen Beitritt. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta erklärte, sein Büro habe eine Untersuchung eingeleitet und beabsichtige, bei seiner Prüfung „energisch“ vorzugehen.

Das sind schreckliche Nachrichten für jeden Amerikaner, der nicht will, dass mit Trump verbündete Milliardäre kontrollieren, was sie sehen und wie viel sie bezahlen. Der Paramount-Warner-Bros-Deal stank nach Korruption und Einflussnahme. Dieser Kampf ist noch nicht vorbei.

Das DOJ räumte ein, dass die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten an seiner eigenen Untersuchung teilgenommen hatten.

Andere Länder haben bereits zugestimmt

Die australischen Regulierungsbehörden gaben am Dienstag grünes Licht und kamen zu dem Schluss, dass der Deal den Wettbewerb auf dem Großhandelsmarkt für Filme voraussichtlich nicht wesentlich beeinträchtigen werde. Paramounts Chefjustiziar Makan Delrahim erklärte zudem, dass die Behörden in Saudi-Arabien, der Ukraine, Serbien und Nordmazedonien keine Wettbewerbsverstöße festgestellt hätten. Die FDI-Behörden in Deutschland, Italien, Frankreich, Rumänien und Slowenien haben laut Unternehmen keine Einwände erhoben.

Wichtige regulatorische Meilensteine im Paramount-Warner-Deal
  1. Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission genehmigt den Deal und stellt keine wesentliche Wettbewerbsbeeinträchtigung fest.
  2. Das US-Justizministerium genehmigt die Fusion ohne Auflagen.
  3. Die EU-Prüfungen sollen abgeschlossen werden; die Regulierungsbehörden untersuchen die Rolle der Golf-Staatsfonds.
  4. Frist der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde, um zu entscheiden, ob eine eingehendere Untersuchung erforderlich ist.

Ellison-Verbindungen und Sorgen in den Nachrichtenredaktionen

Die redaktionelle und strategische Kontrolle verbleibt bei David Ellison, dessen Vater Larry Ellison – Gründer von Oracle und ein enger Trump-Vertrauter – ein mächtiger Unterstützer ist. Journalisten von CBS News und CNN haben Befürchtungen geäußert, dass die beiden Nachrichtenredaktionen zusammengelegt werden könnten, wobei die versprochenen Synergien in Höhe von 6 Milliarden Dollar wahrscheinlich zu massiven Entlassungen führen würden. Einige Mitarbeiter sorgen sich angesichts der Verbindungen der Familie zur Regierung um eine redaktionelle Neuausrichtung.

Paramount besteht darauf, dass der Deal wettbewerbsfördernd sei. „Dieser Deal ist wettbewerbsfördernd und führt zu einem stärkeren Unternehmen, das besser in der Lage ist, gegen dominierende Technologieplattformen zu konkurrieren“, sagte ein Sprecher. Das Unternehmen hat zugesagt, jährlich mindestens 30 Kinofilme mit einem exklusiven Fenster von mindestens 45 Tagen zu veröffentlichen.

New York · Washington, D.C. · London

8 Quellen

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