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Kurz gefasst

  • Der Freitag, 23. Oktober 2026, markiert den 70. Jahrestag der Revolution von 1956 – die größte Veranstaltung dieser Art in Magyars knapp sechs Monaten im Amt, mit Dutzenden Veranstaltungen in Budapest.

  • Ursula von der Leyen soll am frühen Nachmittag im Parlament sprechen, Magyar etwa zwei Stunden später auf dem Kossuth-Platz. Deutschland wird statt von Friedrich Merz durch Steffen Bilger (CDU) vertreten.

  • Die Abgeordneten des Fidesz, der Partei des früheren Ministerpräsidenten Viktor Orban, boykottieren die Sondersitzung des Parlaments und versammeln sich stattdessen am Bem-Platz.

  • Magyar bereitet die Freigabe der Archive des früheren prosowjetischen Regimes vor, während Oppositionspolitiker seine Regierung als „neokommunistisch“ bezeichnen.

Budapest
Budapest · Ungarn
Wie es dazu kam
  1. 16.06.Imre Nagy wird umgebettet, Viktor Orban hält seine Rede auf dem Heldenplatz
  2. April 2026Die Regierung Orban wird abgewählt
  3. 23.10.Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestag finden in Budapest und in ganz Ungarn statt

Ein Tag des Gedenkens

Ungarn begeht am Freitag, 23. Oktober 2026, den 70. Jahrestag des Aufstands von 1956 – die größte Veranstaltung dieser Art in Peter Magyars knapp sechs Monaten als Ministerpräsident. In Budapest sind Dutzende Gedenkveranstaltungen geplant, und auch an zahlreichen anderen Orten im Land, an denen der Wochen von 1956 gedacht wird, wird der Jahrestag begangen. Am frühen Nachmittag spricht bei einer besonderen Zeremonie im Parlament EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Etwa zwei Stunden später soll Magyar auf dem Kossuth-Platz vor dem Parlament zum Publikum sprechen. Viele ausländische Gäste haben ihr Kommen angekündigt, Bundeskanzler Friedrich Merz wird durch Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) vertreten.

Wie sich der Aufstand von 1956 entfaltete

Die Revolution begann am 23. Oktober 1956, als sich 200.000 Menschen auf dem Kossuth-Platz versammelten und Veränderungen forderten. Ein Teil der Menge zog weiter zum Dózsa-György-Boulevard, wo die zehn Meter hohe, sechs Tonnen schwere Stalin-Statue vom Sockel gestürzt wurde. Am 25. Oktober schossen Einheiten der Staatssicherheit auf friedliche Demonstranten, und große Teile der Armee liefen zur Revolution über. Die Regierung von Imre Nagy verkündete am 1. November den Austritt Ungarns aus dem Warschauer Pakt. Sowjetische Truppen schlugen den Aufstand am 4. November in blutigen Straßenkämpfen nieder, zwölf Tage nach seinem Beginn. Berichte nennen mehr als 2.500 Tote, und etwa 200.000 Ungarn flohen ins Exil. Die Regierung Kádárs ließ später mehr als 200 Beteiligte hinrichten, darunter Nagy, und 22.000 Menschen inhaftieren.

Umbettung und der Weg zu 1989

Die Erinnerung an die Revolution und die Forderung nach einer würdigen Umbettung Nagys, der wegen seiner Rolle im Aufstand hingerichtet worden war, trugen zum Ende der Diktatur und zum politischen Systemwechsel 1989 bei. Am 16. Juni 1989, dem Tag von Nagys Umbettung, hielt Viktor Orban auf dem Heldenplatz in Budapest eine vielbeachtete Rede, in der er den Abzug der sowjetischen Truppen aus Ungarn forderte. Die Artikel merken an, dass diese Rede den Beginn von Orbans großer politischer Karriere markierte. Seit 1990 ist der 23. Oktober ein staatlicher Feiertag zum Gedenken an den Beginn der Revolution.

Ein gespaltener Jahrestag

Magyar, von Hause aus Jurist, legt großen Wert auf Geschichte und Erinnerung, stellt in seinen Reden oft historische Zusammenhänge her und hält mitunter Kabinettssitzungen an historisch bedeutsamen Orten ab. Manche Beobachter in Ungarn beschreiben ihn als geschichtsbesessen. Das Gedenken findet statt, nachdem die Regierung Orban im April 2026 abgewählt wurde. Die Fidesz-Abgeordneten boykottieren die Parlamentssitzung und versammeln sich stattdessen am Bem-Platz, während Oppositionspolitiker die Regierung Magyar als „neokommunistisch“ bezeichnen. Vertreter von Tisza nennen dies den ersten freien 1956er-Jahrestag seit fünfzehn Jahren. Magyar bereitet die Freigabe der Archive des früheren prosowjetischen Regimes vor. Nach Orbans Rückkehr an die Macht 2010 rückte Ungarn näher an Moskau heran, übergab Russland den Ausbau des Kernkraftwerks Paks und blieb stark von russischen Kohlenwasserstoffen abhängig.

Weiter in der heutigen Ausgabe

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Heutiger Brief · 5 Min. zum AnhörenRussland greift Kyjiw vor neuen Ukraine-Gesprächen anLive · 5 ThemenNordkorea warnt vor Truppenverlegung

Quellen und Kontext

  • Deutsche Wellevor 2 Std.Ungarn gedenkt der Revolution von 1956. Große Feierlichkeiten werden vorbereitetWęgry upamiętniają rewolucję 1956 roku. Szykują się wielkie obchody · Original auf Polnisch
  • Deutsche Wellevor 2 Std.Ungarn: „korrigiertes“ Gedenken an die Revolution von 1956Mađarska: "ispravljeno" sećanje na revoluciju iz 1956. · Original auf Serbisch
  • Deutsche Wellevor 2 Std.Mit der Erinnerung an 1956 will sich Ungarn der Zukunft zuwendenSjećanjem na 1956. Mađarska se želi okrenuti budućnost · Original auf Kroatisch
  • RTBFvor 3 Std.Ein Tag, eine Karte: 70 Jahre nach dem Aufstand von 1956 kehrt Ungarn Moskau erneut den RückenUn jour, une carte : 70 ans après l'insurrection de 1956, la Hongrie tourne à nouveau le dos à Moscou - RTBF Actus · Original auf Französisch
Peter Magyar
Ministerpräsident Ungarns, der die Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestag organisiert
Viktor Orban
Früherer ungarischer Ministerpräsident und Fidesz-Chef, dessen Regierung im April 2026 abgewählt wurde
Ursula von der Leyen
Präsidentin der Europäischen Kommission, die bei der Zeremonie im Parlament sprechen soll
Imre Nagy
Reformkommunistischer Ministerpräsident der Revolutionsregierung von 1956, wegen seiner Rolle im Aufstand hingerichtet
Janos Kadar
Kommunistischer Funktionär, von den Sowjets nach dem Aufstand eingesetzt, der die Repressalien leitete
Friedrich Merz
Deutscher Bundeskanzler, beim Gedenken durch Steffen Bilger vertreten
Steffen Bilger
Deutscher Verkehrsminister, der Bundeskanzler Friedrich Merz beim Gedenken vertritt

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Veröffentlicht heute um 08:40.

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In diesem Text

  1. 1Ein Tag des GedenkensEin Tag des Gedenkens
  2. 2Wie sich der Aufstand von 1956 entfalteteWie sich der Aufstand von 1956 entfaltete
  3. 3Umbettung und der Weg zu 1989Umbettung und der Weg zu 1989
  4. 4Ein gespaltener JahrestagEin gespaltener Jahrestag

Auf Grundlage von Berichten von

Deutsche Welle, RTBF, Wirtschafts Woche, Handelsblatt, Courrier international

Liste der Quellen

Regierung · Budapest

Ungarn begeht 70 Jahre seit dem Aufstand von 1956 – Magyar und von der Leyen sprechen in Budapest

Ungarn begeht am Freitag, 23. Oktober, unter Ministerpräsident Peter Magyar seine bislang größte Gedenkveranstaltung, mit Dutzenden Veranstaltungen in Budapest und weiteren im ganzen Land. Die Fidesz-Abgeordneten wollen die Sondersitzung des Parlaments boykottieren und sich stattdessen am Bem-Platz versammeln.

Budapest

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, RTBF, Wirtschafts Woche und weiteren Medien. Veröffentlicht heute um 08:40.

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Wer vertritt Deutschland bei der Gedenkfeier in Budapest?
Welche Maßnahmen plant Peter Magyar bezüglich der Archive des ehemaligen Regimes?
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