Sicherheit · Kiew, Moskau und Cherson
Ukraine und Russland melden Hackerangriffe auf Luftalarm- und Notfall-Apps zum Ende der Waffenruhe
Hacker haben am späten Sonntagabend, 1. November, über die ukrainische App „Luftalarm“ falsche Atom- und Chemiewarnungen verschickt; wenige Stunden später wurde die App des russischen Katastrophenschutzministeriums attackiert. Das ukrainische Zentrum SPRAVDI machte Russland verantwortlich, Moskau nannte keinen Urheber.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von RTP, Deutsche Welle, Bloomberg Business und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die ukrainische App „Luftalarm“ verschickte ab etwa 23:00 Uhr Kiewer Zeit am Sonntag, 1. November, Atom-, Chemie- und Strahlungswarnungen, bevor die Luftstreitkräfte erklärten, es bestehe keine Strahlungsgefahr.
Das russische Ministerium für Katastrophenschutz meldete eine massive Cyberattacke, über die falsche Informationen verbreitet wurden; Meduza berichtete von Warnungen vor Atomsprengköpfen gegen alle Regionen des Landes.
Der vom 27. Oktober bis 1. November geltende Waffenstillstand endete um Mitternacht am Sonntag; Kiew zufolge hat Russland einen Vorschlag zur Verlängerung abgelehnt.
Selenskyj sagte Fox News, die Ukraine werde die Angriffe auf russische Raffinerien einen Monat lang einstellen, wenn die Vereinigten Staaten Patriot-Abfangraketen liefern.
- 27.10.Waffenstillstand in Cherson tritt in Kraft
- 1.11.App „Luftalarm“ beginnt gegen 23:00 Uhr Kiewer Zeit mit falschen Warnungen
- 2.11.Waffenruhe läuft um Mitternacht am Sonntag aus
- 2.11.Russisches Katastrophenschutzministerium meldet massive Cyberattacke auf seine App
Falsche Warnungen in der Ukraine
Die ukrainischen Luftstreitkräfte erklärten, ihre App „Luftalarm“, die die Bevölkerung vor anfliegenden Raketen und Drohnen warnt, sei am späten Sonntagabend, 1. November, vermutlich durch feindliche Einflussnahme kompromittiert worden. Die Benachrichtigungen begannen gegen 23:00 Uhr Kiewer Zeit und warnten vor Strahlungs- und Chemiegefahren für Kiew, vor möglichen Straßenkämpfen und vor einem landesweiten Raketenalarm. Zudem erschien eine Nachricht auf Russisch, wonach in der gesamten Ukraine Atomalarm gelte und eine Oreschnik-Rakete gestartet worden sei. Der Sprecher der Luftstreitkräfte, Yuriy Ignat, bestätigte den Hack; die Luftstreitkräfte teilten zudem mit, es bestehe keine Strahlungsgefahr, und baten die Bevölkerung, ihrem Telegram-Kanal zu folgen. Die Entwickler der App erklärten, Unbefugte hätten auf sie zugegriffen, schalteten anschließend die Push-Benachrichtigungen ab und setzten den Dienst aus. Sie betonten, die App speichere keine personenbezogenen Daten, und warnten die Nutzer davor, Links in verdächtigen Benachrichtigungen anzuklicken.
Russlands Notfall-App und weitere Hackerangriffe
Wenige Stunden später teilte das russische Ministerium für Katastrophenschutz mit, seine Mobil-App sei Ziel einer „massiven Cyberattacke“ geworden, über die Angreifer falsche Informationen an die Öffentlichkeit verbreiten konnten. Meduza berichtete, Nutzer hätten Meldungen über Atomsprengköpfe erhalten, die auf alle Regionen des Landes abgefeuert worden seien. Das Ministerium erklärte, die Angreifer hätten eine Vielzahl falscher Nachrichten versendet, das gesamte Warnsystem sei jedoch nicht betroffen gewesen. Moskau nannte keine Urheber. Der unabhängige russische Telegram-Kanal Astra berichtete, auch Beget, einer der größten Webhosting-Anbieter Russlands, sei angegriffen worden; dessen Infrastruktur halte mehr als 700.000 aktive Domains online. Am Vortag hatte eine Gruppe belarussischer Hacker erklärt, in Server von Rosstat, dem Föderalen Dienst für staatliche Statistik Russlands, eingedrungen zu sein, dabei rund 25.000 Computer kompromittiert und 23 Terabyte an Informationen erbeutet zu haben.
Waffenruhe in Cherson endet
Die Cyberangriffe fielen mit dem Ende der längsten Kampfpause des Krieges zusammen, die auf die Region Cherson begrenzt war. Kiew erklärte, Russland habe einen Vorschlag zur Verlängerung abgelehnt; der Waffenstillstand lief um Mitternacht am Sonntag aus. Die Waffenruhe galt vom 27. Oktober bis zum 1. November und wurde von der US-First-Lady Melania Trump vermittelt; sie ermöglichte eine humanitäre Mission in die unter russischer Besatzung stehende Stadt Oleschky. Dmytro Lubinets, der Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, nannte die Waffenruhe einen wichtigen Schritt gemeinsamer humanitärer Bemühungen mit Russland. Die von den USA vermittelten Gespräche zwischen Moskau und Kiew sollen in diesem Monat wieder aufgenommen werden; sie waren nach den gemeinsamen US- und israelischen Angriffen auf den Iran im Februar faktisch eingefroren worden.
Selenskyjs Angebot zu den Raffinerien
Am Sonntag erklärte Selenskyj, die Ukraine werde keine russischen Ölraffinerien mehr angreifen – er verknüpfte diesen Schritt mit einer Bitte von US-Präsident Donald Trump –, sofern Washington Patriot-Abfangraketen liefere. In diesem Fall werde Kiew die Angriffe auf Raffinerien für einen Monat aussetzen. In einem Interview mit Fox News sagte er, die Ukraine könne nach russischen Angriffen auf ihr Energienetz, ihre Gasanlagen und Raffinerien nicht passiv bleiben, und Kiew werde das Geld selbst aufbringen, statt nur um Hilfe zu bitten. Trump, der im eigenen Land mit einer Inflation konfrontiert ist, die in Berichten weitgehend mit einem Anstieg der Energiepreise erklärt wird, hat beide Seiten aufgefordert, keine Angriffe mehr auf die Energieinfrastruktur der jeweils anderen Seite zu verüben.
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Quellen und Kontext
- RTP - Rádio Televisão PortuguesaWarnsysteme für die Bevölkerung. Russland und die Ukraine tauschen Vorwürfe über Cyberangriffe ausSistemas de alerta às populações. Rússia e Ucrânia trocam acusações de cibertaques · Original auf Portugiesisch
- Deutsche WelleCyberangriffe lösen falsche nukleare Alarme in Russland und der Ukraine ausCiberataques lanzan falsas alertas nucleares en Rusia y Ucrania · Original auf Spanisch
- Bloomberg BusinessUkraine und Russland melden Cyberangriffe auf Notfall-Warn-AppsUkraine and Russia Report Cyberattacks on Emergency Alert Apps · Original auf Englisch
- il Giornale.itUkraine, Luftalarm-App gehackt: Falsche nukleare und chemische Alarme säen Panik in KiewUcraina, hackerata l'app delle allerte aeree: falsi allarmi nucleari e chimici seminano il panico a Kiev · Original auf Italienisch
- Volodymyr Zelensky
- Präsident der Ukraine, der anbot, die Angriffe auf Raffinerien einzustellen, wenn die USA Patriot-Raketen liefern
- Donald Trump
- US-Präsident, der beide Seiten aufforderte, keine Angriffe mehr auf die Energieinfrastruktur zu verüben
- Dmytro Lubinets
- Menschenrechtsbeauftragter des ukrainischen Parlaments, der das Ende der Waffenruhe bestätigte
- Melania Trump
- US-First-Lady, die die Waffenruhe in Cherson vermittelte
- Yuriy Ignat
- Sprecher der ukrainischen Luftstreitkräfte, der den Hack der App „Luftalarm“ bestätigte
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