Regierung · London und Dublin

Britische Regierung will Arbeitgeber verpflichten, in allen Stellenanzeigen Gehälter zu nennen

Premierminister Andy Burnham sagte am Donnerstag, 5. November, dass Arbeitgeber in jeder Stellenanzeige das Gehalt angeben müssen. Sein Büro nannte jedoch keinen Zeitplan für das Gesetz.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Spiegel Online, TheJournal.ie, LBC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London, Dublin · Vereinigtes Königreich, Irland
Wie es dazu kam
  1. März 2026Indeed verzeichnet 39 Prozent der irischen Stellenanzeigen mit Gehaltsangaben
  2. Sommer 2026Konsultation des britischen Cabinet Office zum Gehalt; 94 Prozent der Teilnehmenden befürworten mehr Transparenz
  3. 5.11.Andy Burnham kündigt eine gesetzliche Pflicht zu Gehaltsangaben in Stellenanzeigen an
  4. 2027Irisches Gesetz soll so bald wie möglich 2027 in Kraft treten

Was die Regierung angekündigt hat

Premierminister Andy Burnham sagte am Donnerstag, 5. November, dass Arbeitgeber verpflichtet werden, in Stellenanzeigen das Gehalt für eine Position zu nennen. Sein Büro erklärte, ein Gesetzentwurf solle bald ins Parlament eingebracht werden, nannte aber keinen Zeitplan. Der Schritt ist Teil eines breiteren Vorstoßes, die Zahl junger Menschen zu senken, die sich weder in Ausbildung noch in Beschäftigung oder Weiterbildung befinden (NEET). Die in der Berichterstattung genannten Zahlen beziffern diese Gruppe auf fast eine Million Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren, also 13 Prozent dieser Altersgruppe – einer der höchsten Anteile in Europa. Ein Branchenverband erklärte, die Festlegung von Gehältern sei ein komplexer Prozess und die Regulierung von Anzeigen nicht immer geeignet.

Warum die Ministerin und der Minister es für wichtig halten

Das Büro von Burnham erklärte, die Vorgabe werde Menschen helfen, die sich um eine erste Stelle bewerben, und könne es erleichtern, ungerechtfertigte Gehaltsunterschiede anzufechten. In einer Erklärung wandte sich Burnham direkt an Stellensuchende:

„Man sollte wissen, was ein Job zahlt, bevor man Zeit und Mühe in die Bewerbung steckt“

Andy Burnham, Premierminister

Bridget Phillipson, in der Berichterstattung als Bildungsministerin und als Ministerin für Frauen und Gleichstellung bezeichnet, sagte gegenüber LBC, vage Formulierungen wie „wettbewerbsfähiges Gehalt“ könnten Frauen davon abhalten, sich zu bewerben:

„Auf der Grundlage von null Informationen kann niemand planen.“

Bridget Phillipson, Ministerin

Die geschlechtsspezifische Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Vollzeit lag nach den jüngsten Zahlen vom April bei 6,8 Prozent. Die Verbesserung hat sich in den vergangenen Jahren verlangsamt, und unter den Spitzenverdienern ist die Lücke seit der Covid-19-Pandemie größer geworden. Die Regierung argumentiert, vorab genannte Gehaltsangaben könnten ungerechtfertigte Unterschiede offenlegen und verhindern, dass sich Gehaltsstreitigkeiten zuspitzen.

Kampagnen, Arbeitgeber und offene Fragen

Paul Nowak, Generalsekretär des Gewerkschaftsdachverbands Trades Union Congress, nannte die Formulierung „wettbewerbsfähiges Gehalt“ eine „respektlose“ Praxis. Penny East, Geschäftsführerin der Fawcett Society, bezeichnete die verpflichtende Gehaltstransparenz als „einen guten ersten Schritt“, der eine Situation beende, in der für Frauen oft nur der Rechtsweg blieb, um zu erfahren, ob sie gleich behandelt wurden. East sagte, die Vorgabe müsse alle Arbeitgeber erfassen, auch kleine Unternehmen, die argumentiert haben, die Veröffentlichung von Gehältern könne sie benachteiligen oder Ansprüche bestehender Beschäftigter nach sich ziehen. Die Wirkung der Politik hängt von Details ab, die die Regierung noch nicht dargelegt hat, darunter der Umfang der Vorgabe und ihre Durchsetzung. Gesetze zur Gehaltstransparenz haben bei ihrer Einführung in anderen Ländern gemischte Wirkung gezeigt.

Wie verbreitet Gehaltsangaben heute sind

Adzuna, eine britische Stellenbörse, erklärte, im September hätten 51 Prozent der Anzeigen auf ihrer Seite Gehaltsangaben enthalten, wobei der Anteil in den vergangenen Jahren gesunken ist. Mitgründer Andrew Hunter sagte, Offenheit beim Gehalt sollte die Norm sein, und Arbeitgeber, die ein Gehalt nennen, zögen mehr und besser passende Bewerber an. Eine CIPD-Umfrage von 2023 unter 832 Entscheidungsträgern ergab, dass 41 Prozent der Arbeitgeber stets Gehaltsangaben machten und 27 Prozent nie. Das CIPD hat zudem festgestellt, dass öffentliche Einrichtungen und Wohltätigkeitsorganisationen eher als private Unternehmen Gehälter offenlegen und dass Gehaltsspannen häufiger sind als exakte Gehälter.

Anteil der Stellenanzeigen bzw. Arbeitgeber mit Gehaltsangaben%
Adzuna, britische Anzeigen, September
51 %
CIPD 2023, Arbeitgeber mit stets angegebenem Gehalt
41 %
Indeed, irische Anzeigen, März 2026
39 %

Daten aus dem Artikeltext

Irland, die EU und wie es weitergeht

Die irische Regierung plant, in Stellenanzeigen eine Gehaltsspanne vorzuschreiben, und geht damit über das EU-Mindestmaß hinaus, das nur eine Offenlegung des Gehalts vor dem Vorstellungsgespräch verlangt. Das Gleichstellungsministerium erklärte, das Gesetz solle so bald wie möglich im Jahr 2027 in Kraft treten, und die Pflichten für Arbeitgeber würden schrittweise eingeführt. Irische Beschäftigte hätten diese Rechte bereits seit vier Monaten haben sollen, doch die Regierung hat eine EU-Richtlinie nicht fristgerecht umgesetzt. Die EU-Richtlinie zur Gehaltstransparenz 2023/970 verlangt von Arbeitgebern, vor einem Vorstellungsgespräch ein Einstiegsgehalt oder eine Gehaltsspanne zu nennen; Deutschland hat sie noch nicht umgesetzt, ein deutsches Gesetz könnte Anfang 2027 kommen. In Großbritannien wird der Abschlussbericht der Milburn Review zur Jugendarbeitslosigkeit in den Wochen nach dem 5. November erwartet, während für das Burnham-Gesetz weiterhin kein Termin feststeht.

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