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Regierung · Warschau

Tusk schließt Kompromiss im Streit um das Verfassungsgericht nach Polizeieinsatz aus

Ministerpräsident Donald Tusk erklärte am Samstagabend, die Regierung werde im Streit um das Verfassungsgericht nicht nachgeben – einen Tag, nachdem am 30. Oktober Polizeikräfte auf dem Gelände des Gerichts eingesetzt worden waren.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von TVP Info, Rzeczpospolita, polityka.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Warschau · Polen
Wie es dazu kam
  1. 30.10.Polizei trifft nach einer Meldung von Richterin Anna Korwin-Piotrowska auf dem Gelände des Gerichts ein
  2. 30.10.Mitteilung auf der Website des Gerichts: Die Amtsgeschäfte von Präsident Bogdan Święczkowski ruhen
  3. 31.10.Tusk hält eine Fernsehansprache zum Verfassungsgericht
  4. 3.11.Generalversammlung des Gerichts angekündigt; für das Quorum sind 10 von 15 Richtern nötig

Tusks Fernsehansprache

Ministerpräsident Donald Tusk wandte sich am Samstag, dem 31. Oktober, um 20:00 Uhr im Fernsehen an die Nation – zum Konflikt um das Verfassungsgericht (TK). Er sagte, die Regierung werde nicht zurückweichen, und schloss jeden Kompromiss mit der rechtsgerichteten Opposition aus. Tusk beschrieb die aus seiner Sicht skandalösen Vorgänge vor dem Gebäude des Gerichts am Freitag, dem 30. Oktober, und argumentierte, Ruhe lasse sich nicht dadurch sichern, dass man der Rechts- und Gewaltlosigkeit nachgebe.

„In bestimmten Fragen kann es keinen Kompromiss geben. Geschrei, Lügen und Raufereien können in Polen keine Rechtsquelle sein, und sie werden es auch nicht.“

Donald Tusk, Ministerpräsident Polens

Polizei auf dem Gelände des Gerichts

Die Warschauer Polizei teilte mit, ihre Beamten seien am 30. Oktober zwischen 17:00 und 18:00 Uhr auf dem Gelände des Gerichts gewesen, gestützt auf Informationen von Richterin Anna Korwin-Piotrowska. Diese Informationen hätten auf mögliche Gefahren für Leben oder Gesundheit der Richter und Mitarbeiter sowie auf die Gefahr einer Störung der öffentlichen Ordnung hingedeutet. Spätere Berichte beschrieben Gegenstände, die während der Proteste draußen auf Beamte geworfen wurden; drei Personen, die über den Zaun auf das Gelände sprangen, wurden festgenommen. Gegen 18:00 Uhr wurde auf der Website des Gerichts eine Mitteilung veröffentlicht, wonach die Amtsgeschäfte seines Präsidenten Bogdan Święczkowski ruhen.

Tusk stellte dieselben Ereignisse anders dar und sagte, rechtmäßig gewählte Richter seien angegriffen worden, als sie ihre Arbeit aufnehmen wollten.

„Rechtmäßig gewählte Mitglieder des Gerichts wurden angegriffen. Die Polizei vor Ort schützte das Gericht vor den Angreifern.“

Donald Tusk, Ministerpräsident Polens

Schuldzuweisungen und der Streit um die Eide

Tusk machte Politiker der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) sowie die Präsidenten Andrzej Duda und Karol Nawrocki für die Krise verantwortlich. Er sagte, der Sejm habe neue Richter gewählt, die ihre Eide geleistet hätten, doch der Präsident habe sie nicht angenommen, und Święczkowski habe die Richter an der Arbeit gehindert. Spätere offizielle Quellen zeigen, dass Nawrocki den Eid nur von zwei der sechs Richter annahm, die der Sejm am 13. März 2026 gewählt hatte: Magdalena Bentkowska und Dariusz Szostek. Die übrigen, darunter Anna Korwin-Piotrowska, unterzeichneten ihren Eid bei einer Zeremonie im Sejm.

Vom Sejm gewählte Richter und von Präsident Nawrocki abgenommene EideRichter
Am 13. März 2026 vom Sejm gewählte Richter
6 Richter
Von Präsident Nawrocki abgenommene Eide
2 Richter

Daten aus dem Artikeltext

Reaktionen aus den politischen Lagern

Michał Dworczyk, ehemaliger Leiter der Kanzlei des Ministerpräsidenten, sagte gegenüber TVN24, die Rede sei geschickt, sehr zynisch und voller Heuchelei gewesen. Er warf Tusk vor, der erste Ministerpräsident der Dritten Republik zu sein, der Polizei schicke, um Richter des Verfassungsgerichts an der Arbeit zu hindern, und sagte, Tusk setze Polen durch Polarisierung in Brand und stelle sich zugleich als „Friedenstaube“ dar. Ryszard Kalisz erklärte bei TVP Info, Korwin-Piotrowska habe rechtmäßig gehandelt, als sie Święczkowski suspendierte und dabei Artikel 130 des Gesetzes über den Status der Richter anwandte; er machte Nawrocki dafür verantwortlich, die Verfassung gebrochen zu haben, indem er die Eide verweigerte. Oppositionspolitiker warfen Tusk Manipulation und Eskalation vor, während Politiker der Bürgerkoalition (KO) seine Haltung unterstützten. Auch Łukasz Schreiber kritisierte die Ansprache.

Nächster Schritt: Generalversammlung am 3. November

Korwin-Piotrowska kündigte eine Generalversammlung des Gerichts für den 3. November an. Für ein Quorum müssen mindestens 10 der 15 Richter teilnehmen. Kalisz warnte, ohne Quorum würden keine Beschlüsse gefasst, und wies darauf hin, dass die Sitzung am Dienstag für die Verabschiedung des Haushalts vorgesehen gewesen sei.

„Wenn es kein Quorum gibt, werden keine Beschlüsse gefasst.“

Ryszard Kalisz, Politiker

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